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Moby Dick unter Wasser

Wössinger Kindergarten muss wochenlang trocken gelegt werden
Wal „Moby Dick“ fühlt sich Im Wasser normalerweise pudelwohl. Nicht so beim Wössinger Namensvetter Der gleichnamigen Kindertagesstätte machte ein gewaltiger Wasserschaden schier den Garaus. Nachdem die Ursache eines Wasserverlusts im Heizungssystem zunächst nicht geortet werden konnte, sickerte über Wochen Feuchtigkeit in den Estrich des Erdgeschosses. Die Folgen waren fatal. Feuchtigkeit stieg sogar die Wände hoch. Besonders den Krippenkindern habe man nicht zumuten können, bei eventueller Schimmelbildung dort weiter ihre Tage zu verbringen, berichtet Bürgermeister Karl-Heinz Burgey. Sanitäre Anlagen und der Wickelbereich hätten nicht mehr benutzt werden könne.

Facility- Manager Thomas Deuscher zeigt der Kindergartenleiterin Sabine Gemmel-Krauß die Leckstelle

Facility- Manager Thomas Deuscher zeigt der Kindergartenleiterin Sabine Gemmel-Krauß die Leckstelle

Nach der Entdeckung des Schadens musste schnell Abhilfe her. Besonders den Krippenkindern habe man nicht zumuten können, bei eventueller Schimmelbildung dort weiter ihre Tage zu verbringen, berichtet Bürgermeister Karl-Heinz Burgey. Sanitäre Anlagen und der Wickelbereich hätten nicht mehr benutzt werden können.

Der Umzug glich einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“, an die sich Sabine Gemmel-Krauß, Leiterin des „Moby Dick“, mit Grausen erinnert. Binnen Stunden habe man am 6. März Notlösungen schaffen müssen und Gott sei Dank auch können. Mit viel Improvisationstalent wurde das zweite Obergeschoß zum Ausweichquartier umgebaut. Das sei nur gelungen dank des starken Engagements ihrer Kolleginnen. Über 22.000 Schritte hätte beispielsweise der am Fuß einer Kollegin angebrachte Schrittzähler binnen eines Tages angezeigt.

Facility- Manager Thomas Deuscher und Kindergartenleiterin Sabine Gemmel-Krauß am Trocknungsgerät

Blaue Bypässe im Erdgeschoss

Damit war die Kuh noch lange nicht vom Eis. Noch über das geplante Ende hinaus wird mit Hilfe von fünf riesigen, Tag und Nacht laufenden Luftkondensattrocknern versucht, über spezielle Bohrungen den Estrich wieder trocken zu bekommen. Denn die gestrigen Feuchtigkeits-Messungen haben ergeben: Noch kann kein grünes Licht gegeben werden für den Beginn der Sanierungsarbeiten. Grünes Licht gab es hingegen schon für die befürchtete Schimmelbildung: Die am 31.3. abgeschlossenen Raumluftmessungen belegen, dass die Luft in Flur und bei den Seepferdchen/Schlafen bezüglich Schimmelpilzbestandteile als unbelastet zu bewerten ist. Es bestehe keine erhöhte Gefahr der Nutzer durch den Aufenthalt im Erdgeschoss.

Vorbildlich sei in der Zeit die Zusammenarbeit mit dem Bauhof gewesen insbesondere mit Facility-Manager Thomas Deuscher, der zur Kontrolle der Maßnahme auch am Wochenende vorbeigeschaut habe, sagt Sabine Gemmel-Krauß. Insgesamt rechnen sowohl sie als auch der Bürgermeister mit einem Ausfall von vier bis sechs Wochen. Denn nach der Trocknung folgt die Phase der Schadensbeseitigung. Die immerhin, und damit tröstet sich Karl-Heinz Burgey, wird das Gemeindesäckel kaum belasten. Die Kosten werden aller Voraussicht nach von der Versicherung übernommen. Eine andere Last ist der KiTa-Leiterin von den Schultern gefallen. Das 20-jährige „Moby-Dick“-Jubiläum, um das sie gefürchtet hatte, wird ebenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit im „Moby Dick“ selbst stattfinden können.
Facility- Manager Thomas Deuscher zeigt der Kindergartenleiterin Sabine Gemmel-Krauß die Leckstelle

Leckes Kupferrohr wurde Moby Dick zum Verhängnis

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