Mit Boule aus dem Corona-Loch

Seniorenbeirat nimmt seine Aktivitäten wieder auf

Corona hat nicht nur die Jugend in ihren Aktivitäten ausgebremst. Auch die Senioren konnten vielen ihrer liebgewonnenen Unternehmungen nicht mehr nachgehen. Die Arbeit des Walzbachtaler Seniorenbeirats war für fast eineinhalb Jahre komplett heruntergefahren.

Einem Neustart glich deshalb das Angebot, mit dem der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Eberle den Seniorenbeirat wieder ins Leben zurück bringen wollte. Boule war das Mittel seiner Wahl.

Zupass kam ihm dabei ein schon lange eingerichteter, aber kaum genutzter Boule-Platz im Wössinger Bürgergarten. Seinem Aufruf, diese Möglichkeit wieder zu nutzen, war mehr Erfolg beschieden als er gehofft hatte. Beim offiziellen Start am Montagnachmittag zeigte sich Eberle überwältigt von dem großen Interesse. Er wies darauf hin, dass der Platz jederzeit auch ohne große organisatorische Vorarbeit bespielt werden könne. Boule sei eine Sportart, die man in jedem Alter betreiben könne und die außerdem auch der Kommunikation diene. So könne man den schönen Garten wieder mit Leben füllen, meinte Eberle.

Seine Freude teilte Theo Hartmann. Für die Bewohner des benachbarten Seniorenzentrums im „Kronengarten“ ergebe sich damit eine neue Möglichkeit für Aktivität, betonte der Vorsitzende des evangelischen Krankenpflegevereins. Als „Nachbar“ freue er sich umso mehr, dass auf den Platz wieder Leben einziehe.

Bürgermeister Timur Özcan zeigte sich genau so angetan von der Wiederbelebung des Bürgergartens  durch den Seniorenbeirat. Er selbst spüre deutlich die Tendenz und die Lust, nach der langen Phase der Corona-Einschränkungen jetzt wieder aktiv zu werden. Das machte nicht zuletzt Hildegard Sitzler deutlich. Die 91-Jährige Seniorin freute sich sichtlich darüber, „dass man auch mal wieder ein bisschen Bewegung hat.“

Für den geordneten Ablauf sorgte Gerhard Rinderspacher. Der Dürrenbüchiger Boule-Experte führte die sechzehn Teilnehmer auf seine unnachahmliche, immer mit einer Prise Humor gewürzten Art in die Grundregeln des Sports ein. Nachdem die anfangs noch recht dunkle Wolkendecke einem strahlenden Himmel gewichen war, tummelten sich die Teilnehmer bei bester Laune auf dem Rechteck neben dem Wössinger Mondspritzer.

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