Bei der Hitze hilft nur noch untertauchen

Mehr für den Hund

Gemeinderat erhöht Steuer für die Vierbeiner

Hundebesitzer werden in Walzbachtal mehr für die Haltung ihrer Vierbeiner bezahlen müssen. Der Gemeinderat erhöhte die Beiträge der Satzung zur Erhebung der Hundesteuer. Schlug der Ersthund bisher mit 96 Euro zu Buche, so sind es ab nächstem Jahr 108 Euro. Besonders hart trifft es die Kampfhundebesitzer. Ihre Gebühr wird von gegenwärtig 504 Euro auf 570 Euro angehoben. Die voraussichtlichen Mehrerträgen werden bei rund 6.500 Euro liegen.

Der Gemeinderat lag damit ganz auf Gegenlinie zu einem Antrag, den der Wössinger Hundeverein im Vorfeld der Beratungen eingebracht hatte. Er hatte die Halbierung des Hundesteuersatzes für jene Hundebesitzer beantragt, die eine Begleithundeprüfung absolviert haben Die Vorsitzende Barbara Losereit wies in einem Schreiben an den Bürgermeister auf etliche Gemeinden hin, die eine Halbierung oder gar eine Befreiung von der Hundesteuer in ihre Satzung aufgenommen haben. Durch eine entsprechende Ausbildung würden die betreffenden Hundebesitzer umwelt- und sozialverträgliche Hunde heranziehen. Es solle im Sinne der Allgemeinheit sein, das zu fördern. Diese Haltung unterstrich sie noch einmal in der Fragestunde zu Beginn der Gemeinderatssitzung.

Eine solche Befreiung sei bisher nicht vorgesehen. Dabei solle man es auch belassen, wies Bürgermeister Timur Özcan den Antrag zurück. Bislang sei in der Hundesteuersatzung der Gemeinde ein solcher Befreiungstatbestand nicht vorgesehen. Die Verwaltung empfehle, diesen Tatbestand nicht in die Satzung aufzunehmen. Werner Schön (FDP) wies später darauf hin, dass ein entsprechender Antrag des ehemaligen Vereins für Deutsche Schäferhunde in der Vergangenheit ebenfalls abgelehnt worden sei.

Ebensowenig Erfolg hatte ein Antrag des Landesjagdverband und eines örtlichen Jägers auf Befreiung von der Steuerpflicht für das Halten von Jagdhunden, die in der Nachsuche ausgebildet wurden. Der Bürgermeister wies auf die klamme, finanzielle Situation der Gemeinde hin, in der man überall gucken müsse, wo man Steuern anpassen könne. Kämmerer Uwe Ribstein, selbstverständlich ebenfalls um die Finanzen der Gemeinde besorgt, dass die Mustersatzung des Gemeindetags eine solche Ermäßigung nicht vorsehe.

Stark in die Bresche warf sich Tino Villano (CDU) für diesen Antrag. In einer ausführlichen Aufzählung schilderte er die einzelnen Aufgaben, die die Jäger im Sinne der Allgemeinheit übernehmen würden, angefangen von der Kitzrettung im Frühjahr über die Drückjagden oder das Erlösen von durch Unfälle verletzte Tiere. Der in der Nachsuche ausgebildete Hund sei in vielen dieser Fälle ein unentbehrlicher Helfer. Jäger und Hund hätten einen großen, gesellschaftlichen Nutzen. Eine Steuerbefreiung würde Mindereinnahmen von lediglich 500 Euro bringen und wäre durchaus berechtigt. Das sah letztendlich eine große Mehrheit des Gemeinderats mit 11 zu 5 Stimmen nicht so. Der gesamte Satzungsentwurf als solcher erhielt nur zwei Gegenstimmen.

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