Medium für Senioren

Multimedia spendet dem Wössinger Krankenpflegeverein einen Riesen-Monitor

Tue Gutes und rede darüber, nach diesem Motto überreichte gestern Marvin Peterlik als Juniorchef der Wössinger Firma Multimedia im Seniorenzentrum Kronengarten einen riesigen Monitor an den Wössinger evangelischen Krankenpflegeverein und die Diakonie. Das 85 Zoll große und weit über 6000 Euro teure Gerät soll künftig nicht nur bei gemeinsamen Filmabenden genutzt werden.

Es hat tafelartigen Charakter, ist wie ein Whiteboard in der Schule ausgeführt, kann digital beschriftet und bemalt werden. Auf dem Monitor können also auch kreative Arbeiten durchführt werden. Er wisse, so sagte Peterlik, wie wichtig das für ältere Menschen sei und welch tolle Leistungen noch von diesen mit diesem Medium erbracht werden können.

Der Vertreter von Multimedia Marvin Peterlik (3.v.r.) übergibt einen 85-Zollmonitor an den Vorsitzenden des evangelischen Krankenpflegeverein Wössingen Theo Hartmann (ganz rechts) mit Monika Nieth, Pflegedienstleiterin Julia Böer, Bürgermeister Timur Özcan, und Thomas Rendes (vlnr).

Die Übergabe hätte eigentlich als Weihnachtsgeschenk schon Ende letzten Jahres durchgeführt werden sollen. Corona habe auch dadurch einen Strich gemacht, bedauerte Thomas Rendes, der die Spende „eingefädelt“ hatte. Erst als er das „Ja-Wort“ des Bürgermeisters erhalten habe, habe man eine gemeinsame Übergabe organisieren könne, sagte das Vorstandsmitglied des Wössinger Krankenpflegevereins.

Der Monitor war nicht die Premiere für Multimedia im Kronengarten. Die Beamer-Anlage und die Lautsprecheranlage seien auch schon zur vollsten Zufriedenheit installiert worden, lobte der Vorsitzende Theo Hartmann. Solche Firmen brauche man, weil der Krankenpflegeverein in seinem Engagement maßgeblich von Spenden und ehrenamtlichem Engagement lebe. Das indessen falle im Moment sehr schwer. Einnahmequellen wie das Erinnerungscafe-oder die Cafeteria hätten über eineinhalb Jahre nicht stattfinden können. Die maßgeblich dadurch finanzierte Halbtagsstelle in der Tagespflege habe deshalb nur unter großen Schwierigkeiten aufrechterhalten werden können. Er hoffe auf die Unterstützung durch die Gemeinde, wandte er sich an den Bürgermeister. „Wenn wir unseren Qualitätsstandard halten wollen, dann müssen wir uns etwas einfallen lassen“, meinte der Krankenpflegevereinsvorsitzende.

Timur Özcan betonte, er wisse um die Situation und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements auch deshalb, weil er als Ehrenamtlicher in einem Seniorenheim der AWO mitgearbeitet habe. Wenn es Schwierigkeiten gebe, diesen Qualitätsstandard zu halten, dann sei das ein großes Problem, meinte er. Er freue sich umso mehr, dass es in Walzbachtal Firmen gäbe, die die sozialen Belange so stark unterstützten.

In dieses Horn blies auch Julia Boer. Die Diakonie stehe von der Personalausstattung her am Abgrund, meinte die Pflegedienstleiterin des Kronengarten. Nicht zuletzt deshalb sei sie sehr dankbar für das neue Gerät.

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