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Linden-Sorgen

Rinklinger Prachtbaum muss gekappt werden.
(PM / NadR) Als in Frankreich 1789 die Revolution ausbrach, stand sie schon neun Jahre lang: die große Winterlinde (Tilla cordata) beim Friedhof Rinklingen ist schon 236 Jahre alt und gilt als eine der prächtigsten und größten Linden im Landkreis mit einem Stammumfang von 4,50 Meter. Doch das Naturdenkmal ist krank. Seit 2008 wird der Baum von Pilzen besiedelt, die das Holz zerstören und verstärkt seit 2014 wieder ihr Unwesen treiben.

schild_lindeInzwischen macht die kranke Linde auch der Stadtverwaltung Sorgen. Denn sie gilt laut dem Urteil mehrerer Gutachter als sehr instabil und stellt deshalb mittlerweile ein mögliches Sicherheitsrisiko für Anwohner und Passanten dar. „Wir wollen die Rinklinger Linde unbedingt so lange erhalten, wie es geht“, sagt Oberbürgermeister Martin Wolff. Das wiederum ist allerdings nicht ohne einen kräftigen Beschnitt machbar.

Die Stadtverwaltung hat umgehend Fachfirmen damit beauftragt, die Friedhofslinde stark einzukürzen. Von der raumgreifenden Baumkrone wird danach nur noch ein Torso übrig bleiben. Aber nur so kann das Leben der Linde noch um einige Jahre verlängert werden. Wenn der Auftrag erteilt ist, wird die Kürzung in den nächsten Tagen erfolgen. Dafür muss die Diedelsheimer Straße einen Tag lang gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

Damit soll vollzogen werden, was Konrad Beisel schon während einer Pressekonferenz im August angekündigt hatte. Das Kappen des Gipfels wurde erst auf Intervention des NABU und dessen Vertreter Gerhard Fritz veschoben.

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