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Licht aus III

Weingut Schäfer meldet Insolvenz an (Ergänzung 20.7. 15 Uhr):

Mit einer nicht ganz unerheblichen Ergänzung will ich diesen Beitrag vervollständigen. Mit dem Insolvenzantrag geht beim Weingut Schäfer selbstverständlich nicht wirklich das Licht aus. Der Betrieb wird zunächst mal weitergeführt bis die Insolvenzverwalterin eine Entscheidung getroffen hat.

Völlig überraschend muss ich den Artikel „Licht aus“ komplettieren. Kaum war „Licht aus“ online erhielt ich die ersten Hinweise auf einen Insolvenzantrag des Jöhlinger Weinguts Schäfer. Noch gar nicht so lange ist es her, da konnte Thomas Schäfer bei der Eröffnung seines Weingutes in der Jöhlinger Straße 164 Prominenz begrüßen.

Unter den Gästen waren am 4.12.2014 Landrat, der Karlsruher Ex-OB Heinz Fenrich und Ex-IHK-Präsident Bernd Bechtold. Damals zeigte sich Bechtold stolz, „dass wir Jöhlinger jetzt auch endlich ein Weingut haben“. Heute musste Bechtold – im Moment auf Ibiza urlaubend – eine desaströse Meldung bestätigen: Thomas Schäfer hat für sein Weingut Insolvenz angemeldet. Thomas Schäfer bestätigte dies, wollte allerdings keine weitere Angaben machen.

Das Amtsgericht Karlsruhe hat am 17. Juli als vorläufige Insolvenzverwalterin die Mannheimer Rechtsanwältin Dr. Henrike Georg bestellt. Sie hat zu prüfen, ob das schuldnerische Vermögen die Kosten des Verfahrens deckt. Thomas Schäfer wird verboten, über Bankkonten und über Außenstände ganz oder teilweise zu verfügen. Hinsichtlich der Bankkonten und der Außenstände des Schuldners geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf die vorläufige Insolvenzverwalterin über.

Die beiden Geschäftsführer der WBT Jöhlinger Weingesellschaft Bernd Bechtold und Reinhold Adis, zeigten sich betroffen von dem Insolvenzantrag und ratlos zugleich. Man wisse nicht, wie es weitergehe. Die Geschäfte des Weinguts und des gut laufenden benachbarten Winzerbesens würden aber nach wie vor fortgeführt.

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Kommentare (4)

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    ein Wössinger

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    Als Antwort auf: Licht aus III
    Ich will gar nicht im Einzelnen auf das Einzelhandelssterben in Walzbachtal eingehen, habe aber trotzdem ein Thema das indirekt oder vlt. sogar direkt dazu gehört. Les grad in der Zeitung dass die Gemeinde sich mit 80% an der Sanierung des kirchlichen Kindergartens St. Elisabethen beteiligt hat und dies als Meilenstein feiert.. stolzer Betrag in Höhe von 3,2 Mio. Hat den die kath. Kirche, in deren kirchlicher Sphäre der KiGa betrieben wird, nicht genug Geld? Welchen kommunalen Einfluss hat sich denn die Gemeinde für diesen Obulus zusichern lassen? Wäre es nicht besser gewesen 100% zu zahlen und damit auch das Ganze mit zu gestalten?
    Das sind alles Fragen die zeigen: Die Gemeinde ist sehr großzügig. Aber ist sie das immer an den richtigen Stellen? Muss man nicht um ein lebenswertes Walzbachtal zu sichern dies auch bei Vereinen sein die viele, viele Kinder sinnvoll dem Sport näherbringen. Muss man nicht auch den kleineren Gewerbetreibenden günstigere Möglichkeiten im Dorf anbieten … Mich macht das nachdenklich, auch wenn ich diese Woche wieder die Errungenschaften der Ära Burgey in unterschiedlichen Presseberichten anlässlich der Ehrung langjähriger Mitentscheider lesen durfte. Ich denke es ist Zeit für einen Wandel ….

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    Carl

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    Als Antwort auf Klaus.
    Auch ich sehne mich manchmal nach der „guten alten Zeit“ zurück. Die kleinen Lädchen wie der Korbmacher, die Butter-Anna, die Rosa am Gängle und auch die Metzgereien und Bäckereien im Ort. Ja, es war romantisch, man war immer informiert oftmals gabe es noch ein kleines Schwätzle. Ich kenne aus meiner Kindheit noch Frauen die wegen eine Hefe solche Lädchen aufsuchten nur zum Informationsaustausch und abends gab es Stress mit dem Ehemann weil das Abendessen nicht rechtzeitig auf dem Tisch stand. Aber das war einmal, das gesellschaftliche Leben hat sich seither verändert, Walzbachtal ist mit der Stadtbahn näher an Karlsruhe. Man ist heute mobiler,in jedem Haushalt gibt es oftmals mehrere PKW´s. Der Handel läßt sich auch immer mehr einfallen um es uns Verbraucher bequemer zu machen, sieh Amazon usw.. Ich erlebe in dem Viertel in dem ich wohne, daß sich die Paketdienste täglich ab 14.00 Uhr die Klinke in die Hand geben und Pakete ausliefern, teilweise 10 Stück,
    wobei am Folgetag dann mit dem Familien-PKW wieder 9 Pakete bei der Post abgeliefert werden. Ab 17-00 Uhr kommen dann die Pizzadienste und machen ihre Auslieferungen. Die Gesellschaft hat sich verändert, dieser Trend läßt sich nicht mehr aufhalten und die „gute alte Zeit“ wird nur noch in unserer Erinnerung bleiben um irgendwann bei einer Veranstaltung vom Heimatverein wieder angesprochen zu werden. Die Bohmüllers, die Spitz, die Glasstetters und auch der Metzger Kunz haben sicher nicht aufgegeben, weil zu wenig bei Ihnen gekauft wurde, nein, die Rahmenbedingungen haben sich in diesen Familien oftmals geändert und auch die behördlichen Auflagen werden immer strenger, dazu kommt oftmals, dass die Suche nach entsprechend qualifizierten Personal immer schwieriger wird. Welcher Jugendliche will den heute noch Metzger oder Bäcker werden ? So schade das Ganze auch ist, die Dorfromantik wie sie früher einmal in Walzbachtal war ist Vergangenheit, Wir erleben der Rückgang des Einzelhandels, des Handwerks und selbst in den Vereinen ist der Mitgliederrückgang spürbar.ja, die gute alte Zeit.

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    WDB

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    Lieber „ein Wössinger“ ich finde es gut dass sie sich um die Verteilung von Geldern aus dem (leeren) Gemeindesäckel Gedanken machen, auch wenn es mit obigem Artikel nicht viel zu tun hat. Aber wenn es dringenden Handlungsbedarf in Walzbachtal gibt dann ist hier auch die sträflich vernachlässigte Infrastruktur zu nennen! Viele Straßen sind in einem desaströsen Zustand. Geschuldet wohl den vielen Prestigeobjekten der zurückliegenden Jahre. Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Denn es gibt sie noch die Fahrzeuge die Menschen von A nach B bewegen, zum Beispiel an ihren Arbeitsplatz. Sie wissen schon wen ich meine – die Steuerzahler die auch Euros in eben diese leere Gemeindekasse spült. Ich hoffe da schon ein wenig auf die neuen jungen Wilden im Rathaus. Ob es hilft steht in den Sternen…

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    Michael

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    Als Antwort auf: Licht aus III
    „Der Betrieb wird zunächst mal weitergeführt“. So wie es aussieht gilt das aber nicht für die Weinberge am Jöhlinger Hasensprung. Ob es da dieses Jahr eine Weinlese gibt darf meiner Meinung nach bezweifelt werden.

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