Landkreis treibt Sonnenenergie voran

Dach- und Parkplatzflächen des Kreises werden mit PV-Anlagen ausgestattet

(PM).  Das im Oktober 2020 in Kraft getretene Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg gibt eine stärkere Nutzung des Photovoltaik-Potenzials vor. So müssen ab dem 1. Januar 2022 bei Neubauvorhaben im Nichtwohnbereich Photovoltaikanlagen auf den Dächern und bei der Errichtung von Parkplatzflächen über 75 Stellplätzen Überdachungen vorgesehen werden, auf denen Photovoltaikanlagen installiert werden.

Nachdem der Kreistag in seiner letzten Sitzung unterstrichen hatte, die Photovoltaik-Potenziale bei kreiseigenen Gebäuden und Parkplatzflächen als Bestandteil der Klimaschutzstrategie 2035 zu nutzen, beschloss der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung vom 24. Juni, im Rahmen des zweistufigen Landesförderprogramms „Holzbau-Offensive“ zunächst die Möglichkeiten zur Umsetzung einer modularen Konstruktion zur Überdachung von Parkplätzen zu erarbeiten, wobei auch die Themen „Mikroklima“ und die „Integration von Ladeinfrastruktur“ mit einbezogen werden sollen. In einer zweiten Stufe soll dann das jeweils erarbeitete Konzept zur Förderung eingereicht werden.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete, dass der Landkreis Karlsruhe bereits in der Vergangenheit Dachflächen des Gewerblichen Bildungszentrums Bruchsal, der Handelslehranstalt Bruchsal, der Beruflichen Schulen Bretten sowie der Paula Fürst Schule in Oberderdingen zur Installation von Photovoltaikanlagen verpachtet hat. Die Ludwig-Guttmann-Schule in Karlsbad und die Karl-Berberich-Schule in Bruchsal wurden mit Solarthermieanlagen ausgestattet. Auch die Dachfläche des 1. Bauabschnitts des Beruflichen Bildungszentrums Ettlingen wurde den Stadtwerken Ettlingen zur Umsetzung des Nahwärmenetzes „Musikerviertel“ für eine großflächige Solarthermieanlage zur Verfügung gestellt. Nach dem gleichen Prinzip sollen die Dachflächen der Käthe-Kollwitz-Schule Bruchsal zur solarthermischen Wärmeerzeugung für das derzeit im Bau befindliche Nahwärmenetzes „Belvedere“ und parallel zur Umsetzung der Quartierskonzeption Kronau auf dem Dach und der Parkplatzüberdachung der Außenstelle der Ludwig-Guttmann- Schule Photovoltaikanlagen installiert werden. Gleiches gilt für die sich in Planung befindlichen neuen Straßenmeistereien in Bruchsal und Ettlingen. Auch für den Neubau des Landratsamt-Hauptsitzes Beiertheimer Allee in Karlsruhe werden Systeme zur Stromerzeugung mit in die Planungen integriert.

Der Einsatz von Photovoltaik-und Solarthermieanlagen hat über den ökologischen Nutzen in Form verringerter CO²-Emmissionen auch handfeste wirtschaftliche Vorteile: Am Beispiel der Außenstelle der Ludwig Guttmann Schule in Kronau wurde aufgezeigt, dass auf Basis der aktuellen Einspeisevergütungen und Marktpreisen mit einem Kapitalrückfluss einer Photovoltaikanlage in neuneinhalb Jahren zu rechnen ist und die jährliche Rendite dieser Investition bei einer Laufzeit von 20 Jahren 5,6 % beträgt. Der Ausschuss für Umwelt und Technik beschloss, diese Maßnahme umzusetzen.

Für die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem im Rahmen der Generalsanierung der Ludwig-Guttmann-Schule Karlsbad zu erneuernden Carports beauftragte das Gremium die Verwaltung mit einer Konzeption.

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