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Burgey sieht Walzbachtal bei der Flüchtlingsunterbringung gut aufgestellt
In Walzbachtal leben derzeit 96 Flüchtlinge. Sie unterzubringen habe die Gemeinde im letzten Jahr erhebliche Anstrengungen unternommen, fasste Bürgermeister Karl-Heinz Burgey in seinem Sachstandbericht für den Gemeinderat zusammen. In Walzbachtal sei der gleiche Trend zu beobachten, den Landrat Christoph Schnaudigel in seinem „Masterplan Asyl“ für den Kreistag zusammengefasst hatte. Die Quintessenz: Der Einbruch der Flüchtlingszahlen seit dem Maärz 2016 mache sich auch durch reduzierte Zuweisungen nach Walzbachtal bemerkbar. Die Zahlen hätten sich auf einem weit niedrigeren als dem erwarteten Niveau stabilisiert und bedeuteten für einen Landkreis mit 430.000 Einwohnern kein Problem.

In der Konsequenz bedeutet das, dass etliche der vom Landkreis geplanten Gemeinschaftsunterkünfte für die Erstunterbringung von Asylbewerbern nicht mehr notwendig sind. Die Gemeinschaftsunterkünfte im Wössinger Gewerbegebiet „Bitschengässle“ und dem Jöhlinger „Rohrloch“ beim FC Viktoria werden nicht gebaut. Beide Standorte werden jedoch nicht komplett aufgegeben. Die bestehenden Planungen als Entwicklungspotential für Wohnflächen werden beibehalten. Dadurch habe man die Möglichkeit für schnelle Reaktion, falls sich der Trend wieder umkehren sollte.

Nicht davon betroffen sind indessen die beiden Häuser, die die Gemeinde derzeit beim Jöhlinger Bahnhof baut. Deren Notwendigkeit besteht weiter fort, denn für die deutlich steigenden Abgänge aus den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises muss Wohnraum geschaffen werden in den Anschlussunterbringungen der Gemeinden. Mit deren gestaffelter Fertigstellung rechnet Karl-Heinz Burgey im März und Juni 2017. Dort soll ein Großteil der 70 Personen untergebracht werden, die Walzbachtal spätestens Ende2107 in der Anschlussunterbringung mit Wohnraum versorgen muss.

Eine besondere Rolle spielt die derzeitige Gemeinschaftsunterkunft in der Alemannenstraße 18. Mit nachlassendem Druck der Erstunterbringung soll das Gebäude voraussichtlich ebenfalls 2017 der Gemeinde für die Anschlussunterbringung zur Verfügung gestellt werden. Im Endausbau werden im nächsten Jahr in Wössingen 60 und in Jöhlingen 100 Flüchtlinge leben. Derzeit seien inclusive der Obdachlosen 63 Plätze in Wössingen belegt, 53 in Jöhlingen.

Die Sorgen seien überdies dadurch minimiert worden, dass zum einen eine erhebliche Zahl an Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen den Druck reduziert hätten. Zum anderen sei durch gesetzliche Verschärfungen der Personenkreis deutlich eingeengt worden, der Anspruch auf Familiennachzug habe, informierte der Bürgermeister.

Dass in Walzbachtal die große Aufgabe bisher völlig geräuschlos habe absolviert werden können, sei neben dem Engagement der Rathausmitarbeiter der Arbeit einer Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, „die lautlos aber wirksam mitarbeiten und sich einbringen und engagieren“, lobte der Bürgermeister. Das Verhältnis zu den Nachbarn sei völlig entspannt und deshalb brauche sich auch künftig niemand Sorgen zu machen.

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