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Kulturwerk im Glück

Preisverleihung ist Signal für Aufwärtstrend nach Lockdown

„Glück ist…“ war das Motto des 50. internationalen Jugendwettbewerbs der  Volks- und Raiffeisenbanken. Glück dabei hatten sehr viele Teilnehmer des Wössinger Kulturwerks Kraichgau, die sich des Themas dieses kreativen Wettbewerbs angenommen hatten. Ira Zimmermann, Leiterin der Kunstunterrichtskurse im Kulturwerk, hatte nicht weniger als 16 Jungs und Mädels von den Altersklassen von der fünften bis zur neunten Klasse darauf vorbereitet. Ohne Auszeichnung ging keiner von ihnen nach Hause.

Gabriel Plath (Altersklasse 3.+4. Klasse) und Rahel Unterweger (5./6. Klasse) belegten den ersten Platz. Vaiana von Berchem gelang das gleiche in der Altersklasse der siebten bis zur neunten Klasse. Sie wurde mit ihrem Bild einer sich überschlagenden Welle („Zusammen meer Glück“) sogar zum Landeswettbewerb weitergereicht. Rahel Unterweger hatte das Motto umgesetzt mit vier Zöpfen von Freundinnen, in einen großen Knoten geknüpft: „Freundschaft verbindet“ war da unübersehbar. Durch Corona musste die eigentlich für April vorgesehene Prämierung verschoben werden und wurde jetzt nahgeholt.

Die Prämierung war ein klares Zeichen, dass das Kulturwerk Kraichgau wieder in normale Bahnen einbiegt. Über lange Strecken der letzten Monate war das nicht selbstverständlich. „Zuerst war er Lockdown für uns alle wie ein Schock“, berichtet Kulturwerk-Leiter Udo Zimmermann. Urplötzlich habe er nach Alternativen suchen müsse. Gottseidank habe er dabei auf eine bereits bestehende Internet-Struktur zurückgreifen können und schnell ein gutes Programm gefunden, mit dem er mit den Schülern in den virtuellen Austausch und Unterricht gehen konnte.

Über Nacht 200 Schüler zu informieren und mit dem neuen Programm bekannt zu machen sei ein schweres Stück Arbeit gewesen. Die Veränderungen haben bis in den Tanzunterricht hinein gereicht. Die große Tanzfläche sei zu einem Video Studio umgerüstet und mit drei Kameras ausgestattet worden, mit denen seither ein extra eingerichteter Youtube-Kanal ausgestrahlt werde. 19 Videos seien dort erarbeitet worden, die auch heute noch abrufbar sind. Das reichte bis hin zum Kreativkarussell für Fünfjährige, was natürlich nur in Zusammenarbeit mit den Eltern funktioniert habe. Das Verständnis der Eltern für diese Situation sei insgesamt sehr groß gewesen. Er habe große Unterstützung gespürt. Niemand habe laufende Verträge gekündigt.

Mit seinen Schülerzahlen sei er nach wie vor zufrieden, berichtet Zimmermann. Weil Probeunterricht nicht mehr habe stattfinden können, seien sie in Corona-Zeiten – anders als zuvor – zwar nicht mehr gestiegen, aber wenigstens hätten die aktuellen Zahlen gehalten werden können. Grundvoraussetzung sei gewesen, dass die Schule über eine schnelle Internet Verbindung verfüge. Die erweist sich jetzt sogar als Pfund, mit dem Zimmermann wuchern kann.

Die Online-Aktivitäten des Kulturwerks haben sich über die Region hinaus herumgesprochen. Drei neue Schüler habe er dadurch sogar gewonnen, die nicht gerade um die Ecke wohnen. Einen aus Stuttgart beispielsweise und eine Gesangsschülerin aus Hessen. Das unterstreicht die Möglichkeiten, im überregionalen Bereich aktiv zu werden und ihn weiter auszubauen. „Ich will das Kulturwerk als Musikschule 4.0 in das neue Zeitalter bringen“, lautet für ihn eine der Schlussfolgerungen aus der Krise.

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