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Küche bleibt

Elterninitiative der KiTa Arche erfolgreich

In der Jöhlinger Kindertagesstätte Arche darf weiter selbst gekocht werden. Der Vorschlag der Gemeindeverwaltung zu einem Caterer zu wechseln wird fallen gelassen. So lautet der einstimmige Beschluss des Walzbachtaler Gemeinderats, der noch im Januar für die Umstellung zum Caterer votiert hatte.

Der Januar-Beschluss war auf heftigen Widerstand des Elternbeirats gestoßen. Er habe auf falschem Zahlenmaterial beruht, meinten die Elternvertreter. Das räumten in der Diskussion auch etliche Gemeinderäte ein. Damit war das Einfallstor zur Rücknahme des Beschlusses geöffnet.

Bürgermeister Timur Özcan bestätigte, dass die Gemeindeverwaltung zunächst von sehr viel höheren Zahlen deshalb ausgegangen sei, weil eine komplette Küchenausstattung in die Berechnung eingeflossen sei. „Wir wollten durch den Caterer sparen“, erinnerte er sich. In sehr vielen Gesprächen sei jetzt aber eine Lösung gefunden, die alle Seiten zufriedenstellt. Wesentliches Element dieses Kompromisses war eine Spendenaktion des Elternbeirats. Mit bisher vorliegenden Spenden Zusagen in Höhe von 9800 € sei sie weitaus erfolgreicher als erwartet gewesen. Spendenaktion soll weiter fortgesetzt werden

Hauptamtsleiterin Esther Breuninger fasste den langen Diskussionsprozesse zusammen, an dem Kita Leitung, Elternbeiräte, Gemeinderäten und Verwaltung beteiligt gewesen seien.  Mit entscheidend sei ein Gespräch mit dem Amt für Lebensmittelüberwachung gewesen, um zu klären, ob und wenn ja welche Anforderungen es an die vorhandene Küche gebe. Mit Investitionen in Kombidämpfer Dunstabzugshaube mit Dampfkondensator und Installation sei das Selbstkochen als realisierbar eingeschätzt worden. Genau diesen investiven Bereich will der Elternbeirat durch seine Spendenaktion abdecken.

Außerdem soll durch die Anschaffung der neuen Gerätschaften der Arbeitsaufwand der Küchenbelegschaft von 55 auf 50 Stunden reduziert werden. Im Monat werden die Eltern einen Obolus von 66 Euro entrichten müssen. Demnach ergebe sich kein Grund die Küche zu schließen und zu einen Caterer zu wechseln, meinte die Hauptamtsleiterin.

Das von Esther Breuninger beschriebene Ergebnis fand allerseits Zustimmung wie Silke Meyer für die SPD, Tino Villano für die CDU, Levin Huthwelker für die Grünen und Werner Schön für die FDP bestätigten. Das viele „miteinander Schwätzen“, so formulierte Tino Villano, und immer wieder die Kosten zu hinterfragen, habe sich bewährt. Der Gemeinderat habe das hohe Engagement der Eltern in diesem Beschluss gewürdigt. „Für so was investiert man gerne viel Zeit“, ergänzte der Grünen-Sprecher Levin Huthwelker.

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