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KSC im Kopf

Fanclub Fortuna 1977 Bretten feiert 40-jähriges Jubiläum
Die goldenen Zeiten des Karlsruher Sportclubs (KSC) sind längst vorüber. Wehmütig erinnern sich die Fans der Höhenflüge im Europacup mit einem sensationellen 7:0 im Wildpark über Valencia. Jetzt, da der Abstieg in die dritte Liga verkraftet werden muss, bekennt sich nicht jeder leicht zum Traditionsclub der Region. Zu denen, die trotz des sportlichen Niedergangs treu die KSC-Fahne aufrecht halten, zählen die Mitglieder des „KSC-Fanclubs Fortuna 1977 Bretten“. Vor vierzig Jahren haben Andreas Maier, Oliver Schuster und Thomas Steinhilper die Fortuna gegründet. In diesen 40 Jahren haben sie schon öfter solche Tiefpunkte er- und als Fanclub überlebt.

„Als KSC-Fan muss man leidensfähig sein Wir sind nicht die, die die Fahnen wechseln und wie andere nach Hoffenheim gehen“, grinst Oliver Schuster, bei dem sich die Runde regelmäßig in einer zum Fanclub umgestalteten Garage trifft. Genau ein solcher Tiefpunkt war es, der die Gruppe bei einem Landschulheimaufenthalt im Niedersonthofen zusammenführte. „Als der KSC mal wieder abgestiegen war, da haben uns unsere Mitschüler geärgert und wir haben beschlossen: Denen wollen wir es zeigen!“ erinnert sich Schuster. Von da an trafen sich die 14- bis 15-Jährigen regelmäßig. Die Stammkneipen wechselten von der ehemaligen Sonne (der heutige Eulenspiegel) über den Württemberger Hof und den Bluschkeller bis zum jetzigen Clubraum im Rosslauf 10.

Fußball betrieben die „Fortunen“ auch selbst aktiv. Die Hausertalgruppe kickte selbstverständlich auf dem Bolzplatz in der Hausertalstraße. Alle waren mit mehr oder weniger Erfolg beim VfB aktiv. Im Vordergrund stand jedoch die Begleitung des KSC. Die Jungs begnügten sich dabei keineswegs mit den Heimspielen im Wildpark. Schon 1977 organsierten sie eine Busfahrt mit 90 Mann zum SC Freiburg. Der Sonderzug ins Olympiastadion nach München blieb allen deshalb so gut Erinnerung, „weil das die Eltern noch nicht wissen durften, sonst hätten wir da nicht mitfahren dürfen.“ Der Besuch der Bundesligaspiele war eine Selbstverständlichkeit. Höhepunkt in dieser Reihe ist für sie aber ohne Zweifel das Europacup-Halbfinale 1993, zu dem sie mit dem Bus zu Casino Salzburg reisten.

So eine ebenso große wie rührige Fan-Gruppe bleib natürlich bei der Vereinsführung nicht unbemerkt. Die Fußball-Prominenz gab sich Im Clubraum bei Blusch die Klinke in die Hand mit Winnie Schäfer, Werner Olk, Burkhardt Reich oder Peter Reichert. Den Präsidenten Roland Schmider und später Paul Metzger konnte Fortuna-Präsident „Dave“ auf Augenhöhe begegnen.

So viel Erinnerung muss natürlich ordentlich gefeiert werden. Am 24. Juni treffen sich die mittlerweile etwas älter gewordenen Jungs abends im Ricks in Bretten zur Geburtstagsfeier. Ehrengast wird Paul Metzger sein. .

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