Header

Kreisel kommt!

Gemeinderat stimmt halber Million für Falltor-Projekt zu

Eines der wichtigsten kommunalen Verkehrsprojekte geht der Walzbachtaler Gemeinderat mit der Neugestaltung des Kreuzungsbereichs „Falltor“ an. Bereits seit einigen Jahren wurden Überlegungen für dessen Optimierung angestellt. Realisieren lassen sie sich aber erst nach dem Erwerb von zusätzlichen, dringend erforderlichen Flächen, was der betroffene Grundstückseigentümer jetzt zugesichert habe, informierte Bürgermeister Timur Özcan.

Für den kritischen Punkt an der Wössinger-, Rappen-, Bruch- und Bruchsaler Straße wurden dem Gremium von dem Planungsbüro er BIT-Ingenieure zwei Varianten mit Kostenvoranschlägen vorgestellt. Eine Variante, so informierte die Elisa Wambsganß, enthalte eine Kreisellösung. Der Minikreisel mit einem Durchmesser von 21 Metern würde nicht nur zur Geschwindigkeitsreduzierung beitragen, sondern mit fünf Zebrastreifen mehr Sicherheit bringen für Fußgänger, Schüler und Kindergartenkinder, die die Kreuzung auf dem Weg zur Stadtbahn, zur Schule oder zum Kindergarten überqueren. Auf wenig Gegenliebe stieß bei den Gemeinderäten der Alternativvorschlag, bei dem die Rappenstraße als Sackgasse vor der Kreuzung endet und nur mehr für Fußgänger und Radfahrer passierbar wäre. Das Gremium votierte mit großer Mehrheit für die Kreisel- Lösung, obwohl sie mit 442000 Euro rund 63000 Euroteurer ist als die Sackgassen-Lösung.

Besonders bei FDP-Vertreter Werner Schön war die Freude über den Kreisel-Vorschlag groß, hatte er doch schon seit vielen Jahren diese Lösung favorisiert, wie ihm auch Bürgermeister Timur Özcan bestätigte. Nicht anfreunden mochte er sich mit der Sackgassen-Lösung, da mit ihr keine Zebrastreifen machbar wären.

Wie er plädierten sowohl die Grünen Sprecherin Andrea Zipf als auch Tino Villano (CDU) für die Kreisel-Lösung. Große Zweifel hegte hingegen sein Fraktionskollege Volker Trumpf, dass der Kreisel für LKWs passierbar sein werde. Die Überfahrbarkeit der Flächen sei nicht gegeben. „Durch Wössingen geht kein LKW mehr“, fürchtete er. Er ging sogar so weit, den Planern unzureichende Vorbereitung vorzuwerfen.

„Ich habe eben nur den Platz, den ich habe“, verteidigte sich BIT-Ingenieur Michael Grumann. Er gebe sein Wort, „dass da ein Lkw drüber kommt.“ „Ihr Wort reicht mir aber nicht“, konterte Trumpf. Er wolle sich nicht mit einer Machbarkeitsstudie zufrieden geben.

Seine Position teilte allerdings die übergroße Mehrheit des Gemeinderats nicht. Nur Fraktions-Kollege Braun mochte mit ihm stimmen. Bei der Gestaltung des Mittelteils des Kreisels („da kommt eben kein Blumentopf drauf“) entschieden sich die Gemeinderäte für eine flachere Variante, die die Überfahrbarkeit auch für LKWs gewährleiste.  Bei Umsetzung der Umgestaltung sollen die im neuen Kreuzungsbereich verlaufenden Trinkwasserleitungen vorher erneuert werden. Die BIT-Ingenieure haben hierfür Kosten von rund 103.000 Euro inklusive Nebenkosten ermittelt.

Trackback von deiner Website.

Kommentare (5)

  • Avatar

    Harald Kann

    |

    Als Antwort auf: Kreisel kommt!
    Bei dem täglich Verkehrskollaps an dieser Kreuzung gibt es wohl keine andere Lösung. Vielleicht würde es auch mit einer Ampelanlage funktionieren. Und für alle die mich mal wieder nicht verstehen: das war ironisch gemeint. Eine halbe Million Euro einfach so verplempert. Respekt!

    Reply

  • Avatar

    Nachbar

    |

    @H. Kann:
    Es gibt genug Eltern, die Ihre Kinder im Grundschulalter oder früher durch das Dorf zu den Großeltern laufen lassen. Viele davon lassen die Kinder aber aus gutem Grund nicht über die Wössinger-Straße und schon gar nicht alleine zu den Freunden, die auf der anderen Seite wohnen. Besonders an dieser stark von Fußgängern frequentierten Kreuzung ist das doch bescheuert. Ein Kreisel, der den Verkehr verlangsamt und den Kindern ein überqueren der Straße ermöglicht, ist da doch genau richtig und die einzige qualitativ denkbare Lösung.
    Von mir aus könnte die ganze Hauptstraße noch alle 40 m mit mit Hindernissen bebaut werden, damit die Autofahrer*innen nicht mit 50 km/h durch das Dorf fahren. Und die LKW müssen auch gar nicht über diese Kreuzung. Die Kreuzung sollte für LKW gesperrt werden. Alle Ecken im Dorf sind auch so für LKW zu erreichen. Die müssen nicht die Abkürzung durchs Dorf nehmen.

    Reply

  • Avatar

    wessinga

    |

    Als Antwort auf: Kreisel kommt!
    Timesquare in Wessinge ? Rappenstraße als Sackgasse ? Was für eine Schulbank haben diese „Planer“ gedrückt ? Eine Unterführung für die Blech-Lawine die Tag und Nacht durch den wössinger Highway rollt wär die beste Lösung. Im jetzigen Zustand ist ja wirklich kein Platz für Zebrastreifen.

    Reply

  • Avatar

    Wössinger Till

    |

    Als Antwort auf: Kreisel kommt!
    Oh wie schade. Somit verliert Walzbachtal den Status „Letzte Gemeinde in Landkreis KA ohne Kreisverkehr“😢

    Reply

  • Avatar

    Ureinwohner

    |

    Als Antwort auf: Kreisel kommt!
    Geht’s Euch nicht gut? Das mit dem Kreisel und vor allem die Zebrastreifen, sind sowas von überfällig.

    Reply

Kommentieren

Home Footer Links