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Kreidezeit vorbei

Sulzfeld weiht Erweiterung der Gemeinschaftsschule ein
Das Ende der Kreidezeit in der Blanc-und-Fischer-Gemeinschaftsschule Sulzfeld läutete der Gong im neuen Modulgebäude bereits zum Schulbeginn im vergangenen September ein. Statt Schiefertafeln prangen nun interaktive Whiteboards an den Wänden der Klassenzimmer, die auch nicht mehr Klassenzimmer, sondern „Input-Räume“ und „Lern-Ateliers“ genannt werden. Atelier deshalb, weil hier überwiegend still und selbständig gearbeitet wird. Acht Stück davon gibt es in dem modernen Neubau, dazu vier Mehrzweckräume und die sanitären Einrichtungen. Am Samstag wurde nun offiziell Einweihung gefeiert. Sarina Pfründer übergab sichtlich stolz einen symbolischen Schlüssel aus Hefegebäck an Schulleiter Andreas Schey. In ihrer Begrüßung berichtete die Bürgermeisterin, dass man vor sechs Jahren kurz vor der Schließung der Hauptschule stand und es nicht für möglich gehalten hätte, eine gute weiterführende Schule bis zur Mittleren Reife in Sulzfeld zu haben.
Lehrer Christian Dick demonstriert zusammen mit Schülerin Dunja Scanniello (die von ihren älteren Geschwistern Moana und Tihonin links und rechts im Bild zur Einweihung begleitet wurde) die Vorzüge der neuen Whiteboards

Lehrer Christian Dick demonstriert zusammen mit Schülerin Dunja Scanniello (die von ihren älteren Geschwistern Moana und Tihonin links und rechts im Bild zur Einweihung begleitet wurde) die Vorzüge der neuen Whiteboards


Dankbar sei sie dem Gemeinderat dafür, vom ersten Tag an geschlossen hinter dem Projekt gestanden und hierfür 1,5 Millionen Euro bereit gestellt zu haben. In diesem Zusammenhang bat Sarina Pfründer die anwesenden Landtagsabgeordneten Andrea Schwarz und Joachim Kößler, Sulzfeld auch für die 2017 folgende Generalsanierung des Schulhauses bei der Vergabe der Fördermittel des Landes im Blick zu behalten. Dies sagten beide Politiker gern in ihren darauffolgenden Ansprachen zu. Andrea Schwarz betonte, wie wichtig doch die Entscheidung der grün-roten Vorgängerregierung in Bezug auf die Einführung der Gemeinschaftsschulen war und es unabdingbar sei, dass auch unter der grün-schwarzen Landesregierung keine Veränderungen an diesem System vorgenommen werden.
Aus dem Landesausgleichsstock wird Sulzfeld 57.000 Euro erhalten, wie das Regierungspräsidium am 24.11.2016 bekannt gab.
Joachim Kößler folgte mit dem Zitat „Das einzige, was teurer ist als Bildung, ist keine Bildung“ und fügte hinzu, dass diese eben Grundvoraussetzung für das Wohlergehen eines Landes sei. Elisabeth Groß, Schulamtsdirektorin in Karlsruhe, gratulierte ebenfalls zum gelungenen Neubau und lobte die offenen Lernlandschaften, in denen ein miteinander und voneinander Lernen eine integrative Bildung ermöglichen.
Dass Schule nicht nur Lernort, sondern auch Lebensort ist, bestätigten zahlreiche Schüler in durchweg positiven Reaktionen auf ihre Sulzfelder Schule. Unter der Leitung von Rathaus-Mitarbeiterin Nathalie Allinger durfte in der vorausgegangenen Woche ausnahmsweise das Handy benutzt und ein Selfie von sich angefertigt werden. Diese Fotos wurden dann zur Einweihungsfeier mit Kommentaren versehen präsentiert. So zum Beispiel der von Almina Krüger, die bereits im sechsten Jahr an der Schule ist . Sie findet es sehr gut, dass man im eigenen Tempo arbeiten kann und nicht ausgeschlossen wird. „Außerdem hätte man viel Freizeit und könne in den Stunden für selbstorganisiertes Lernen (SOL) auswählen, was einem Spaß macht.“ Auch von den anwesenden Eltern wurde größte Zufriedenheit über das Konzept dieser Schule zurückgemeldet. Tihana Scanniello betonte, dass das Gesamtbild des Pädagogenteams einheitlich und kooperativ beim Ablauf von Lernstrategien sei.
Dunja Scanniello und Matteo de Marco in einem Lernatelier

Dunja Scanniello und Matteo de Marco in einem Lernatelier

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