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Klimanotstand

Den Kimanotstand soll die Gemeinde Gondelsheim erklären. So zumindest lautet ein Antrag, den die Fraktion der Grünen in den Gemeinderat eingebracht hat. Sie beruft sich auf Artikel 20a des Grundgesetzes.

Der Staat solle in Verantwortung für die zukünftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen schützen, heißt es dort. Gondelsheim soll dadurch die Eindämmung der menschengemachten Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe mit höchster Priorität anerkennen, so die Grünen in dem Antrag weiter.

Alle zukünftigen Entscheidungen des Gemeinderats sollten die Klimaauswirkungen berücksichtigen und Lösungen mit positiven Auswirkungen bevorzugen. Innerhalb der nächsten sechs Monate möge die Gemeinde in Zusammenarbeit von Bürgermeister, Gemeinderat und Bevölkerung ein Klimaschutzkonzept erarbeiten. Die Beschränkung der Erderwärmung sei nur mit ehrgeizigen Maßnahmen auf nationaler und subnationaler Ebene zu erreichen, heißt es in der Begründung des Antrags. Gondelsheim leide bereits mit Trockenheit, Luftverschmutzung, extremer Hitze und Überflutungen unter den Folgen des Klimawandels. Die Gemeinde sei aufgefordert, ihre Beitrag zur Verringerung dieser Auswirkungen nach ihren Möglichkeiten zu leisten.

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Kommentare (11)

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    Lukas L.

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    Als Antwort auf: Klimanotstand
    Zum Glück überschreiten die Klimaschäden und Umweltgifte aus Gondelsheim nicht die Gemeindegrenze zu Walzbachtal. Laut Grünen Fraktion in Walzbachtal haben wir anscheinend ja keine Probleme mit Trockenheit, Umweltverschmutzung und Überflutung. Wir, als unmittelbare Nachbargemeinde von Gondelsheim, können es uns sogar noch leisten, weiter Naturböden für eine zusätzliche 40-Tonner LKW Transittrasse Heilbronn/Karlsruhe, getarnt als B293 Umfahrung Jöhlingen/Berghausen, zu versiegeln. Mann, Mann, Mann …wann wachen die Grünen und vor allem die Bürger von Jöhlingen endlich auf und verstehen, dass die Lösung unserer Klima- und Verkehrsprobleme nicht mehr Straßen sondern weniger Individualverkehr ist. Es ist frustrierend, dass einer Gemeinde entlang eines bereits gut entwickelten ÖPNV Netzes nichts besseres einfällt als beschränkte Finanzressourcen für noch mehr Straßen und mehr subventioniertem Autoverkehr zu vergeuden anstatt sich für nachhaltige Verkehrskonzepte einzusetzen. Güter, insbesondere im Transitverkehr, gehören auf die Schiene und für Pendler heißt die Lösung „Integrierte Taktung“ mit bezahlbaren Preisen und zuverlässigen Abfahrtszeiten. Schade, dass diese bereits bewährten Lösungskonzepte, wie beispielsweise in der Schweiz mit großem Erfolg bereits umgesetzt, dem Gemeinderat in Walzbachtal nicht als alternativwürdig erscheinen.

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    JK

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    Dem Kommentar von Lukas stimme ich zu 100% zu. In einem ersten Schritt würde ich es sehr begrüßen, wenn die Gemeinde auch in Walzbachtal alternative Teillösungen wie beispielsweise ein kontrolliertes Durchfahrtsverbot für LKWs über 7,5 Tonnen mit Nachdruck umzusetzen versucht. Viele Gemeinden mit vergleichbarer Verkehrsproblematik wie in Walzbachtal haben dies bereits umgesetzt. Warum hat es Söllingen geschafft, für die B10 Ortsdurchfahrten ein Durchfahrtsverbot für LKWs über 7,5 Tonnen durchzusetzen? Es könnte vielleicht daran gelegen haben, daß sich der Gemeinderat und Bürgermeister energisch und mit Nachdruck dafür eingesetzt haben!

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    Harald Kann

    |

    Als Antwort auf: Klimanotstand
    Schauen wir uns die Situation mal an. Fast alle Gemeinden entlang der B293 zwischen Karlsruhe und Heilbronn haben eine Umgehungsstraße. Außer Berghausen und Pfinztal! Bedanken können wir uns bei den Entscheidungsträgern, welche vor 40 Jahren im Amt waren. Die haben es aus irgendwelchen Gründen nicht durchsetzen können oder einfach verschlafen. Denn sonst wäre die Umgehung Jöhlingen zusammen mit der Umgehung Wössingen gebaut worden und heute würde da keiner mehr darüber reden.
    Zu glauben, dass man den Individualverkehr mit ÖPNV ersetzen kann ist naiv. Zumal die Entwicklung umweltschonender Antriebkonzept schneller voranschreitet als der Ausbau des ÖPNV. (siehe zweigleisiger Ausbau der Eisenbahnstrecke Grötzingen-Bretten)
    Wie auch immer man es dreht, kurzfristig ändern wird sich nichts. Güterverkehr auf die Schien dauert noch Jahre, weil keine freien Kapazitäten oder Strecken vorhanden sind und sich dann irgendwelche Anwohner über die Güterzüge beschweren (siehe Hagsfeld oder Offenburg).
    Frei nach dem Motto: Fahrt mit eueren Zügen oder LKWs wo anders, aber nicht an unserem Haus vorbei.

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    Joseph

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    Als Antwort auf: Klimanotstand
    Nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeihung wird Jöhlingen mit dem Bau der Umgehung um denjenigen LKW-Verkehr entlastet, der ohne diese Umgehung diese Strecke erst gar nicht gewählt hätte.
    Wie Entlastung schon morgen funktionieren würde, mit einem sofortigen LKW-Durchfahrtsverbot, hat JK in seinem Beitrag kurz und präzise dargelegt.Die Versiegelung von wertvollem Naturraum zugunsten einer fragwürdigen Umgehung ist tatsächlich ein Rezept der Entscheidungsträger von vor 40 Jahren und wirkt kontraproduktiv bezüglich DES aktuellen Problems KLIMAWANDEL!
    Durch den Bau der Umgehung wird die Jöhlinger Straße ja nicht plötzlich zur autofreien Zone erklärt. Im Gegenteil,durch den Wegfall der Strecke über den Jöhlinger Buckel wird der Individualverkehr einschließlich der LKWs Richtung Gewerbegebiet noch ansteigen. Zumal auch der Bau von Umgehungen für Jöhlingen und Berghausen das Problem der Kapazitätsbegrenzung des Grötzinger Tunnels nicht löst. Soll der Tunnel zweistöckig ausgebaut werden?
    Was hindert den LKW-Verkehr daran, die dafür vorgesehenen Trassen A5, A6, A8 und B35 zu benutzen? Wieso soll Geld bei einem unsinnigen Straßenbauprojekt vergraben werden, Geld das effektiver beim Ausbau der Bahninfrastruktur angelegt wäre? Wieso soll ein Mix aus Individualverkehr und ÖPNV nicht möglich sein?
    Gerade die zu erwartenden technischen Innovationen im Bereich des Individualverkehrs mit einhergehender Reduzierung von Lärm- und Schadstoffemissionen sprechen doch gegen eine Umgehungsstraße und für den Erhalt eines der letzten noch verbleibenden Biotope, des Landschaftsschutzgebietes Attental. Hat sich schon mal jemand Gedanken darüber gemacht, welchen negativen Einfluss eine weitere Bodenversiegelung auf unsere ohnehin schon auf der Kippe stehende Trinkwasserversorgung hat? Wir müssen uns lösen von der Lindner-Doktrin, wir seien keine Verzicht-Gesellschaft. Diese Gehirnwäsche von oben durch den politischen Arm des Großkapitals fördert natürlich nicht die Bereitschaft des Einzelnen zur Mitarbeit. Ich glaube, dass jeder in seinem Umfeld Bereiche hat, in denen er Verzicht üben kann, ohne dies als gravierenden Verzicht zu empfinden.. Nur eine Fahrt weniger pro Person wäre ein nicht zu unterschätzender Beitrag. Auch ein Harald könnte das. Das Problem ist, „Harald Kann“, aber „Harald Will Nicht“.
    Wann werden wir endlich erkennen, dass wir es uns nicht mehr leisten können, mit veralteten Rezepten ein bischen am Ist-Zustand herumzudoktern? Jeder will, dass etwas gegen den Klimawandel gemacht wird, frei nach dem Motto: Anfangen soll aber bitte schön zuerst einmal der Nachbar… Schlußendlich wird uns nichts anderes übrigbleiben als zu verzichten. Entweder freiwillig auf etwas weniger „freie Fahrt für freie Bürger“ oder aber gezwungenermaßen auf gesundes Trinkwasser, auf gesunde Luft, auf ein gemäßigtes Klima…

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      Harald Kann

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      Als Antwort auf: Klimanotstand Als Antwort auf: Joseph
      Joseph (leider auch anonym), die Kommentare beziehen sich immer mehr auf die Diskussion zur Ortsumgehung Jöhlingen. Da müssen wir vielleicht an andere Stelle weitermachen… Die Aussage ‚Harald Will nicht‘ ist nicht korrekt. Wir tun schon jetzt was für die Umwelt: In unserem Vier-Personen-Haushalt haben wir letzten Monat das zweite Auto abgeschafft und erledigen viel zu Fuß, fahren mit dem Fahrrad und benutzen die S-Bahn mit allen ihren Nachteilen. Und wir machen das aus Überzeugung, nicht weil wir es müssen!

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    Olli

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    Grün ist laut Farbenlehre ja eine Mischung aus Blau und Gelb. Möglicherweise haben die Walzbachtaler Grünen ja die Farbtöpfe verwechselt und fühlen sich dem blaugelb der FDP stärker verbunden als den Zielen ihrer Mutterpartei. Und wofür stehen Blau und Gelb in der Politik? Für eine neoliberale Partei, die seit den Achtzigern die heutige Spaltung der Gesellschaft maßgeblich mit beeinflusst hat. Für eine Partei, die immer noch glaubt, rein monetäre Anreize zur Lösung der Klimaproblematik seien die allein seligmachende Zielrichtung. Dabei hat sich gezeigt, dass „der Markt“ ohne entsprechende Regularien nichts aber auch gar nichts für ein gesundes Klima bewirkt.

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    daubmännle

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    Als Antwort auf: Klimanotstand
    Ich wohne nicht im Attental, von daher bin ich (angeblich) nicht direkt betroffen. Betroffen macht mich allerdings die Mentalität der Jöhlinger, die die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt haben. Statt sich im Sinne unserer Enkel dafür einzusetzen, dass die fortschreitende Bodenversiegelung mit den negativen Auswirkungen u.a. auf die Trinkwasserversorgung endlich gestoppt wird, wird es akzeptiert, ja gefordert, dass unser Naherholungsgebiet und Trinkwasserspeicher für eine kurzfristige Scheinlösung plattgemacht wird.
    Unser heutiger Wohlstand beruht im Wesentlichen auf dem Fleiß unserer Vorfahren und deren Mentalität „unsere Kinder sollen es besser haben“. Wie gehen wir mit den Sorgen und Nöten unserer Kinder um? Wieso erkennen und akzeptieren wir nicht, dass die Prioritäten sich geändert haben? Die „Generation Greta“ wird einmal mit dem Finger auf uns zeigen, sollte sich die Einstellung unserer Generation, der Generation, die aktuell den Lauf der Dinge bestimmt, nicht gravierend ändern und das völlig zu Recht.

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    Thomas

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    Als Antwort auf: Klimanotstand
    Ja,ja…Die „Generation Greta“ wird einmal mit dem Finger auf uns zeigen…. und keine Alternativen vorstellen, die wirklich umsetzbar sind. Es wird nur gejault und gegröhlt, aber nichts auf den Tisch gelegt was wirklich helfen würde.
    Bsp.: E-Mobilität. Keiner hat sich mal Gedanken gemacht was mit den ausgedienten Akkus passiert. Keiner hat sich mal über Herstellungsart, Herstellungsweise geschweige über die dazu benötigten Rohstoffe gemacht. Und das Beste, was passiert mit dem Diesel? Tja, wenn jetzt die Klimakreischer wüßten, dass Diesel ein Abfallprodukt ist… was soll damit passieren?
    Bsp.: Energiegewinnung/Verbrauch. Wir schalten alle Kohlekraftwerke in Deutschland ab und beziehen dafür den „Kohle“-Strom aus Tschechien. Atomkraftwerke abgeschaltet und Atomstrom aus Frankreich beziehen. Wie doof muss man sein….
    Achja, bevor ich es vergesse. All die Leute, auch die Greta-Generation, die jetzt so sinnlos und unüberlegt in Hysterie verfallen. Habt Ihr gewusst, dass IHR mit Netflix, Amazon-TV, Youtube und all den Internetwohlstand pro Jahr über 1000Terrawattstunden verbraucht? Dass wegen dem Internet und der Bequemlichkeit 40Millionen Server rund um die Uhr laufen müssen? Dass IHR damit 200 Städte so groß wie San Franciso jährlich versorgen könnt? Na, wollt ihr da nicht auch einsparen? Da bin ich überzeugt, dass keiner es machen wird bzw. will.
    Boaahh… noch was. Windräder die jetzt ins Alter geraten, machen mächtig Probleme mit entsprechender Entsorgung. Tja warum wohl… könnt ihr selbst mal nachforschen. Das gleiche gilt auch mit Solarzellen.

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    daubmännle

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    Als Antwort auf: Klimanotstand
    die „Generation Greta“ ist +-16 Jahre alt, legt die Finger in die Wunden, kritisiert die Ist-Zustände und soll dann angesichts ihrer geringen Lebenserfahrung auch noch ausgefeilte Konzepte auf den Tisch legen, die helfen würden, die Versäumnisse, die die „Generation Lindner“ und die „Generation Merz“ begangen haben, zu korrigieren?? Es sind doch die Merz’s und die Lindner’s, die aktuell nach den Schalthebeln der Macht streben bzw diese innehaben. Genau diesen Leuten fällt nichts anderes ein, diese Generation zu diskreditieren und die Problematik plötzlich für Ihre eigenen Zwecke zu entdecken, ohne selbst bisher auch nur ein Minimum in Klimathemen in ihrem doch schon fortgeschritteneren Alter investiert zu haben.
    Das ist der bequeme Rückzug auf alteingesessene Positionen ohne zu begreifen, welche Chancen der längst fällige Bewusstseinswandel mit sich bringt. Und dann wird von dieser Generation auch noch eine Perfektion gefordert, die erfahrenere Generationen zu keiner Zeit zu bieten in der Lage waren.
    Lindner fordert, Umweltthemen den Experten zu überlassen. Soll er sich doch daran halten und die Politik den Experten überlassen. (insofern man welche findet)
    „Klimakreischer“
    – stammt dieser Begriff aus dem Vokabular der Klimawandelleugnerpartei, deren Namen ich an dieser Stelle nicht nennen will?

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      Thomas

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      „Klimakreischer“ – stammt dieser Begriff aus dem Vokabular der Klimawandelleugnerpartei, deren Namen ich an dieser Stelle nicht nennen will? Was soll denn das jetzt? Ich leugne nicht den Klimawandel und bin parteilos. Wenn das alles ist was Ihnen dazu einfällt…..dann haben Sie leider nichts verstanden.

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        daubmännle

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        wieso verwenden Sie dann solche Begriffe? Wenn Sie für eine engagierte Generation kein anderes Vokabular übrig haben wie „Klimakreischer“, „gejaule und gegröle“, „sinnlose und unüberlegte Hysterie“ dann lohnt es sich auch nicht, mit Ihnen über Ihre durchaus berechtigte Einwände ausführlich zu diskutieren.
        Die Entscheidung pro E-Mobilität und gegen Brennstoffzellentechnik hat nicht die „Generation Greta“ getroffen, auf die Sie sich wohl eingeschossen haben. Diese Maßnahme hat die Generation an Entscheidungsträgern in die Wege geleitet, die ich gerade kritisiert habe.
        Wer hat die protestierenden Jugendlichen zum Luxus erzogen? Wer kauft ihre Handys, Notebooks, Autos,…? Die Verantwortung für die angesprochenen Auswüchse liegt bei der erziehenden Generation.
        Wenn bei einer Generation trotz Erziehung zum Luxus ein Bewusstseinswandel stattfindet, dann sollten wir diesen unterstützen statt mit dem von Ihnen verwendeten Vokabular zu diskreditieren.

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