Kinder nach vorn

Das Jöhlinger Kinderhaus „Regenbogen“ will sich an Landesprogramm beteiligen

Walzbachtal wird an dem Landesförderprogramm „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren“ teilnehmen. Den Antrag dazu hat die Gemeindeverwaltung schon vor der Zustimmung durch den Gemeinderat gestellt, um die vom Land gesetzte Frist 31. Januar 2021 einhalten zu können.

Der Gemeinderat holte die Zustimmung jetzt nach. Mit dem Programm verbunden ist eine Anschubförderung von jeweils 10.000 Euro in den kommenden zwei Jahren. Es folgt eine Anschlussförderung für die Verstetigung mit einer weiteren Laufzeit von zwei Jahren in Höhe von 2.000 Euro jährlich.

Ziel der Maßnahme sei es, Familien zu unterstützen, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und Kinder nachhaltig und wirkungsvoll zu fördern, so berichtete Hauptamtsleiterin Esther Breuninger dem Gemeinderat. Diese Angebote gehen über das Regelangebot von Kindertagesstätten hinaus. Um die Eltern bestmöglich zu erreichen, sollen die Angebote individuell an den Bedarfen der einzelnen Familien ausgerichtet sein.

Angestoßen hatte das Projekt das Team des Jöhlinger Kinderhauses Regenbogen. Im vergangenen Dezember habe man sich an einem Planungstag intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und Ziele für das Kinderhaus entwickelt, sagte dessen Leiterin Yvonne Bühler. Sie stellte Details die ausgearbeiteten Programms vor. Dazu zähle die Fortführung des Elterncafes „Café Regenbogen“, regelmäßig stattfindende, themenspezifische Elternabende zum Beispiel zu Spracherwerb und zur Sprachförderung, eine engere Kooperation und Teilnahme an Angeboten der „Frühen Hilfen“ des Landratsamtes, die Einführung eines Ausleih-/Tauschregals für Bücher, Spiele und Themenboxen.

Konzeptionsentwicklung war mittelfristiges Ziel

Das Kinderhaus Regenbogen biete durch die räumlichen Möglichkeiten und die bisherige Ausstattung gute Voraussetzungen für die Weiterentwicklung zum Familienzentrum. Schon beim Bau und der Konzeptionsentwicklung war dies unter der damaligen Leitung Dorothee Geigle und Ex-Bürgermeister KarlHeinz Burgey als mittelfristiges Ziel definiert worden. Somit sei klar, dass man an Bewährtes anknüpfen werde. In vielen Bereichen beruhe die Arbeit im Kinderhaus Regenbogen nämlich schon auf den Grundgedanken eines Familienzentrums. Mit Hilfe des Förderprogramms sollen die Angebote nun vertieft, ausgebaut und finanziell unterstützt werden und damit die Qualität noch weiter angehoben werden.

Ein besonderes Augenmerk soll auch auf die Öffnung der Angebote für Familien gelegt werden, deren Kind in einer anderen Walzbachtaler Einrichtung betreut wird. Darauf legte Tino Villano in einer ersten Stellungnahme besonderen Wert. Er wie auch später Levin Huthwelker (Grüne) und Silke Meyer (SPD) sahen den Antrag als Möglichkeit, die Qualität der Kindergartenarbeit zu verbessern. Die Eltern zeigten jetzt schon großes Interesse, berichtet Silke Meyer.

Endgültige Entscheidung am 22. März

Die Erfahrungen der ersten beiden Jahre würden zeigen, so Bühler weiter, ob im dritten und vierten Jahr des Programms Kosten anfallen, die nicht durch die Fördermittel gedeckt werden. Das wird ein Aspekt sein, den der Gemeinderat berücksichtigen wird in seiner endgültigen Abstimmung am 22. März.

Einstimmig gebilligt hat der Gemeinderat einen leichten Preisanstieg für das Essensgeld in den Horten. Der beauftragte Caterer will coronabedingt und zeitlich befristet den Preis um 37 Cent von 3,69 Euro auf 4,06 Euro erhöhen und damit einem erhöhten Arbeitsaufwand mit mehr Ausgabeorten Rechnung tragen. Die Elternbeiratsvorsitzenden tragen diese temporäre Erhöhung und die Anpassung an die Umsatzsteuer mit, heißt es in der Vorlage der Gemeindeverwaltung. Die Anpassung soll ab dem 1. April umgesetzt werden.

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