Header

Keine Bevorzugung

Kirche erhält gleichen Zuschuss wie Vereine

Lange Gesichter gab es bei den Mitgliedern der Jöhlinger katholischen Pfarrgemeinde, die auf den Zuschauerbänken die Beratungen des Gemeinderats über einen Zuschussantrag für die Sanierung des historischen Wegkreuzes vor dem Kindergarten St. Elisabeth in Jöhlingen verfolgten.

Das Kreuz ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die katholische Kirchengemeinde bereitet deshalb gemeinsam mit dem Landratsamt seit Ende 2017 die Restaurierung des Wegkreuzes vor und wollte die Zusicherung einer Beteiligung der Gemeinde in Höhe von 20 Prozent an den Sanierungskosten in Höhe von 16.500 Euro.

Dringend sanierungsbedürftig – das Kreuz vor Sankt Elisabeth. Auf der Titelseite der Zustand vor der Renovierung des Kindergartens.

Doch der Gemeinderat wollte dem von der Verwaltung unterstützen Antrag nicht folgen. Andrea Zipf mochte aus Gleichbehandlungsgründen nicht einsehen, dass die Pfarrgemeinde 20 Prozent erhalten solle, während sich Augenblicke später der Geflügelzuchtverein und mit ihm auch alle anderen Vereine mit zehn Prozent begnügen sollten. 

Zwanzig Prozent seien sehr moderat, meinte hingegen Jutta Belstler. Kirche könne man mit Vereinen nicht gleich setzen. Sie konnte sich mit ihrer Argumentation allerdings nicht durchsetzen. Bei elf Gegenstimmen lehnte der Gemeinderat die Bezuschussung in Höhe von 20 Prozent ab, billigte dann aber bei sechs Enthaltungen die 10 Prozent.

Nicht viel Erhellendes konnte Esther Breuninger zu Sanierungszuschüssen für Kreuze in der Vergangenheit beitragen. Trotz intensiver Recherchen war es der Leiterin der Abteilung Bürger- und Sozialdienste nicht gelungen, Informationen zu finden, die Vergleiche ermöglicht hätten.

Trackback von deiner Website.

Kommentare (2)

    • Avatar

      Daniela L

      |

      Als Antwort auf: Keine Bevorzugung Als Antwort auf: Lars
      Für mich nicht nachvollziehbar, warum die Kirche nun schon wieder die Hand aufhält und Zuschüsse einfordert. Erst die Sanierung des Kindergartens in Jöhlingen, nun das Kreuz. Was kommt denn als nächstes? So „arm“ ist die katholische Kirche nun wirklich nicht, dass sie die Kosten für die Sanierung nicht selber aufbringen könnte. Ein Hoch auf Frau Zipf, die vollkommen Recht hat, dass es keine nachvollziehbare Begründung gibt, warum Vereine dann auch noch schlechter gestellt werden sollten.

      Reply

Kommentieren

Home Footer Links