„Kein Steinbruch in den Wald“

Grüne der Region lehnen Erweiterungspläne des Wössinger Zementwerks ab

Zur Fortschreibung des Regionalplans Mittlerer Oberrhein wird der Walzbachtaler Gemeinderat am Montagabend 17. Mai Stellung nehmen. Die Sitzung beginnt wegen einer umfangreichen Tagesordnung des zuvor stattfindenden Ausschusses für Umwelt und Technik erst um 19:30 Uhr. Die Errichtung eines Discounters neben dem Wössinger REWE und das Seniorenzentrum Kirchberg sind im Entwurf schon berücksichtigt. Nicht dargestellt sind hingegen die vom Zementwerk angedachten Erweiterungsabbauflächen.

Dazu hat es in den letzten Wochen umfangreiche Diskussionen gegeben angefangen mit der Präsentation des Projekts durch die Opterra selbst in einer nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung und einer folgenden Präsentation für die Presse (siehe auch den NadR-Artikel https://nadr.de/zementwerk-will-in-den-wald/).

Die Durchsetzung eines der langfristig wohl größten wirtschaftlichen Projekte in Walzbachtal ist indes noch nicht in trockenen Tüchern. Es regt sich Widerstand. Unübersehbar sind deshalb die Bemühungen der Werksleitung, mit Öffentlichkeitsarbeit entgegenzusteuern.

Dazu gehören sicherlich auch die Bemühungen um Entscheidungsträger. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass ausgerechnet jetzt im Frühjahr Landrat Christoph Schnaudigel und der Direktor des Regionalverbandes zu Besuch im Zementwerk gewesen waren. Die Pressestelle des Landratsamtes nimmt dazu auf Anfrage so Stellung: Der Besuch fand am 23. Februar auf Einladung des Unternehmens statt. Thema waren aktuelle Entwicklungen in der Zementindustrie, ebenso wie die Überlegungen zu einer möglichen Erweiterung. Herr Landrat Dr. Schnaudigel hat davon Kenntnis genommen und Fragen zu Verfahrensfragen beantwortet. Positionierungen hat er nicht vorgenommen. Dies wäre auch gar nicht möglich, weil die Überlegungen ja noch gar nicht konkretisiert sind und noch keine Anträge beim Landratsamt vorliegen. Hingewiesen hat der Landrat auf die Notwendigkeit, den Kontakt zur Gemeinde/Gemeinderat zu suchen, um die örtlichen Entscheidungsträger zeitnah zu informieren. Ebenso auf die Notwendigkeit einer umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung.

Eindeutig positioniert haben sich hingegen die Grünen in der Region. Die Ortsverbände aus Walzbachtal, Bretten und Königsbach-Stein haben nach einer gemeinsamen Begehung am Samstag, den 15. Mai ein Positionspapier erarbeitet, in dem zu den Erweiterungsplänen des Zementwerks Stellung genommen wird. Sie haben danach die folgende Pressemeldung eingereicht:

(PM) In Wössingen gibt es seit vielen Jahrzehnten ein Zementwerk, das die Umwelt und Natur erheblich beeinträchtigt. Neben dem Lärm und dem immensen Wasserverbrauch sind vor allem die Emissionen, wie zum Beispiel CO2 oder Quecksilber, zu nennen. Gerade bei den Emissionen gibt es leider gesetzliche Regelungen, die deutlich höhere Grenzwerte als Müllverbrennungsanlagen oder Kohlekraftwerke zulassen. Ein Antrag der Grünen Bundestagsfraktion, die Grenzwerte anzugleichen, wurde kürzlich im Bundestag abgelehnt. Es gibt durchaus die Technik, um die Emissionen zu reduzieren, aber gerade in Wössingen wird weiterhin veraltete Technik eingesetzt und nichts zur Entlastung der Umwelt beigetragen.

Die Erweiterung des Steinbruchs bedeutet nicht nur die Verlängerung dieser Umweltverschmutzung. Sie bedeutet auch einen großen Eingriff in die natürliche Umgebung von Wössingen und Dürrenbüchig. Zudem wird die Belastung der Bevölkerung von Dürrenbüchig zunehmen. Weil durch die Erweiterung in Richtung Dürrenbüchig die Erschütterungen bei den Sprengungen im Steinbruch noch stärker zu spüren sein werden als bisher.

Gemeinsam mit den Grünen aus Königsbach-Stein sind wir der Meinung, dass kein neuer Steinbruch in einem Waldgebiet zwischen Walzbachtal, Bretten oder Königsbach-Stein erschlossen werden darf. Die Abholzung des jahrhundertealten Waldes, in dem auch wichtige Wasserquellen und Keltengräber liegen, wird von uns grundsätzlich abgelehnt. Wir lehnen daher die Erweiterung des Steinbruchs ab und sehen keine Notwendigkeit, diese Fläche im Regionalplan vorzuhalten.

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Kommentare (18)

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    S.Fabry

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    Als Antwort auf:
    Liebe Grüne,„Kein Steinbruch in den Wald“
    was denken Sie woher der Beton für die Fundamente der Windkraftanlagen herkommen soll? Heiliger Sankt-Florian-Prinzip? „Schütz‘ mein Haus ….“

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    Zuhörer

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    Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“
    Liebe Grünen, ja was denn jetzt? Zwischen Jöhlingen und Weingarten die Landschaft mit Zement zuschütten und Wald roden im Naturschutzgebiet für Windkraftanlagen. Achso die Windkraftanlagen schützen ja unser Klima! Aber dann die Zementswerksweiterung ablehnen, der arme Wössingen Wald, der ist schützenswerter, weil die Gemeinderäte ja in Wössingen wohnen. So so so.

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    Wössinger

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    Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“
    Liebe Mitkommentatoren,
    bleiben Sie doch bitte bei einer sachlichen Betrachtung. Fassen wir doch die Fakten kurz zusammen und bleiben beim Kern dieses Artikels, nämlich einer möglichen Erweiterung des Abbaugebietes:
    1. Wieso wird eine Erweiterung des Abbaugebietes notwendig? Ganz klar, weil die Abbaugenehmigungen in den kommenden Jahren erschöpft sein werden und sich Opterra den wirtschaftlichen Betrieb sicherstellen möchte.
    2. Wären die wirtschaftlichen Auswirkungen auf ein Betriebsende bei Opterra in 20 Jahren wirklich so gravierend für die Gemeinde? Das ist anzuzweifeln. Wie gesagt, ein „Ende“ würde frühestens in 20 Jahren eintreten, es wäre also mehr als genug Zeit für die Konzernleitung Personalpolitisch darauf zu reagieren. Es wird also ganz sicher nicht so ein, dass von einem Tag auf den anderen in 20 Jahren die Lichter bei Opterra ausgehen und die Mitarbeitenden auf der Straße sitzen würden.
    Hinzu ist schon immer eine Renaturierung des Abbaugebietes versprochen worden, was einen Weiterbetrieb in dieser Aufgabe noch über viele Jahre sicherstellen würde.
    Zudem darf nicht vergessen werden, dass die Konzernleitung gar nicht in Wössingen sitzt. Hier wird nur produziert, nichts verkauft, und wo nichts verkauft wird, werden keine großen Einnahmen getätigt. Vielleicht ist dies ja der Grund, wieso die Steuerabgaben an die Gemeinde nur ungern offengelegt werden.
    3. Was würde durch ein erweitertes Abbaugebiet verloren gehen? Hier sollte man sich nicht nur auf den Wald und die Natur beschränken. Es gehen zudem Naherholungsgebiete verloren, archäologische Stätten, die ein Teil unser aller Geschichte sind, der Walzbach, beraubt um sein Quellgebiet, würde versiegen, der Steinbruch wäre um einiges deutlich sichtbarer als bisher, so manch Häuslebauer, der jetzt sein Fundament legt, wird sich dann einem massiven Wertverlust gegenübersehen. Man male sich nur einmal die Kilometerlange Förderbandstraße aus, welche notwendig würde, um das neue Abbaugebiet mit dem Werk zu verbinden. Der Ruhrpott würde neidisch werden, angesichts des Anblicks eines gewaltigen Förderbands mit Einzäunungen, welches sich über den Köpfen der Wössinger, ihren Gärten, Straßen, Privatgrundstücken und Häusern hinweg schlängeln würde. Dies ist bisher noch kein Teil der Öffentlichkeitsarbeit gewesen.
    4. Bedeutet eine Erweiterung zusätzliche Belastungen für die Gemeinde? Davon ist wohl auszugehen. Schon heute werden Abgasmesswerte nur gemittelt angegeben. Kurzzeitige massive Überschreitungen der Grenzwerte lassen Quecksilber auf die frisch gepflanzten Tomaten der Wössinger rieseln, werden aber bei einer Mittelwertbildung über einen langen Zeitraum glattgebügelt und verschwimmen in der Statistik. Die Emissionen werden auch zukünftig nicht geringer werden, und das sollte uns alle, egal ob Anwohner oder nicht, Betriebsangehörige oder nicht, interessieren. Wieso hier auf Kosten unserer Nachkommen Umweltgifte angehäuft werden, die durch moderne Reinigungstechniken, oder noch einfacher, durch den Verzicht einer Müllverbrennung, verhindert werden könnten, kann niemand plausibel rechtfertigen.
    Mein Fazit hierzu ist: Öffentlichkeitsarbeit ist nur dann notwendig, wenn man Dinge in einem schöneren Licht darstellen möchte, als sie es tatsächlich sind.

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      Bergzwergin

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      Lieber Wössinger,
      bei Punkt 1 gebe ich Ihnen Recht, sicherlich will Opterra seinen Betrieb sicherstellen. Doch ist dies alleine bereits verwerflich?
      Bei Punkt 2 will ich jedoch darauf hinweisen das ich solche negativen Auswirkungen auf eine Gemeinde leider schon mit ansehen musste. Und die Hoffnung, das dies erst in 20 Jahren der Fall sein wird, kann wie so viele andere Hoffnungen auch schon sehr früh platzen. Opterra ist ein Konzern und Konzerne investieren nur bei Wirtschaftlichkeit. Das heißt alle unbelegten Behauptungen unter 4 könnten dann keine Behauptungen mehr bleiben sondern zur Realität werden weil kein Geld für Gegenmaßnahmen zur Verfügung steht.
      Zu Punkt 3 habe ich mir noch keine Meinung gebildet. Nur auf Schotterwegen mag ich eigentlich auch nicht mit dem Fahrrad fahren oder scheinheilig auf Wegen mit Zementen aus fernen Ländern in denen weder Umwelt noch Arbeitsschutz oder Menschenrechte geachtet werden.
      Und zu guter Letzt möchte ich nur zum Fazit sagen, die EU hat vor der Abstimmung zum Brexit absichtlich keine „Öffentlichkeitsarbeit“ geleistet damit sich jeder Brite seine eigene Meinung bilden kann. Die Meinung kennen wir, wir sehen es gibt nicht nur schwarz weiß. Die Welt ist bunt.

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    J. Bauer

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    Liebe Grünen, hat es sich bei euch noch nicht herumgesprochen, dass Beton der nachhaltigste Baustoff überhaupt ist? Die Römer haben bereits bei Ihren Via’s (Straßen) auf denen man heute noch unterwegs sein kann oder die Alpen überqueren, die Pflastersteine in Betonmörtel verlegt. Welcher Baustoff hält die großartigen Bauwerke der Römer wohl zusammen? Fahren wir nicht heute noch auf Autobahnabschnitten auf bald 100 jährigem Beton?
    Es ist halt leicht Wasser zu predigen und Wein zu trinken.

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      wessinga

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      Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“ Als Antwort auf: J. Bauer
      Schon Obelix sagte : „Die spinnen die Römer“ und sie ging letztendlich den Bach hinunter, ihre „Zivilisation“😁

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    Radfahrer

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    Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“
    An J. Bauer, Zuhörer, S. Fabry
    Was sollen diese Kommentare? Abgesprochen? Bitte Argumente und nicht nur weil Ihnen Grün nicht passt. Die Welt ist nicht nur ‚Weiß/Schwarz‘. Kompromisse gibt es überall.

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      bauigel

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      Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“ Als Antwort auf: Radfahrer
      Die Welt ist aber einfacher, wenn man sie schwarz-weiß malt… Zement verursacht CO2-Emissionen und ist böse, Windkraft vermeidet CO2-Emissionen und ist gut. Aber hat schon mal jemand überschlagen wie viele (bzw. wie wenige) Fundamente für Windkraftanlagen à la Heuberg man mit der Produktionsmenge des Wössinger Zementwerks herstellen könnte? Für ein mittleres Windanlagenfundament kann man in Wössingen schon mal drei Wochen die Öfen laufen lassen…

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    Wössinger

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    An: Zuhörer, S. Fabry:

    Mir ist schon klar, dass derzeit Stammtische leider nicht möglich sind, aber da gehören Ihre Aussagen eigentlich hin und leisten leider keinen Beitrag zur eigentlichen Debatte.

    An: J. Bauer:

    An welcher Stelle haben denn Ihrer Meinung nach „die Grünen“ den Beton als Baustoff generell gegeiselt? Beton benötigen wir alle, allerdings geht as auch, wie bereits erwähnt, mit einer modernen Produktion deutlich Umweltfreundlicher.
    Sie produzieren, wie wir alle, sicherlich auch täglich Müll und Abfall. Was würden Sie denn dazu sagen, wenn Ihr Nachbar mit seinen alten Autoreifen allabendlich seinen Kamin anfeuern würde? Das fänden Sie bestimmt auch nicht so toll.
    Ganz nebenbei gesagt muss man nicht zwangsläufig einer von „den Grünen“ sein, um eine Erweiterung kritisch zu hinterfragen. Dieses Privileg steht jedem zu.

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    Nachbar

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    Vielleicht möchte uns der Konzern zeigen, dass er es ernst meint.
    Jetzt im Vorgriff die doppelte Fläche des neuen Steinbruchs an Acker erwerben (von mir aus auch überteuert) und aufforsten. Dann kann man in 15 Jahren gerne auch ein paar Bäume fällen und einen Steinbruch anlegen.

    Dass die Zementindustrie 3 mal soviel C02 erzeugt, wie der komplette Flugverkehr, ist zwar irre, aber gerade nicht zu vermeiden. Bei den Zementpreisen im Baumarkt sieht man aber, dass die Schmutzweltverumlung da noch nicht eingepreist ist. Falls man mal ne Zementsteuer in Höhe der Mineralölsteuer einführen würde, wäre die Entwicklung von Alternativen endlich interessanter.

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      wessinga

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      Lieber Herr Nachbar,
      Trotz anderweitiger Aufforstung, wovon noch keine Rede sein kann, würde das idyllische Schifftal mit seinen bewaldeten Hängen Lohteich und oberes Schifftal, für Generationen oder für immer zerstört.
      Sind das die Arbeitsplätze/Gewebesteuer wert ?
      Der große Reibach fließt ab ins Ausland, zurück bleibt der Dreck im Boden und in der Luft.

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        Bergzwergin

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        Hallo Wessinga,
        in Deutschland darf kein Steinbruch ohne Rekultivierungsplan betrieben werden. Leider gilt dies nicht in jedem Land der Welt. Das heißt, wir schützen unseren Wald, der wieder aufgeforstet werden würde und opfern irgendwo anders die Landschaft ohne Ausgleich und nehmen in Kauf, das der Zement in Zukunft von weit her gekarrt werden muss.
        Sie Vermuten das Dreck im Boden bleibt, doch sagen Sie mir doch bitte was für ein Dreck beim Abbau von Kalkstein im Boden entsteht? Der Kalkstein wird so wie er ist entnommen, es werden keine Chemikalien dafür benötigt, Ich glaube, eine konventionell betriebene Ackerfläche ist um einiges Umwelt belastender und trägt mehr zur Bodenverschmutzung bei. Der Abbau des Kalksteins scheint auf den ersten Blick ein riesiger Eingriff in die Natur zu sein (weil gut sichtbar), allerdings ist die Erschließung von Ackerland nicht minder kritisch. Da kann ich mich nur Zuhörer anschließen. Hauptsache ich sehe und höre kein Zementwerk, da lässt es sich besser entspannt, auf der gepflasterten Veranda und mit dem Auto in der betonierten Garage, faulenzen.

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          wessinga

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          Hi Bergzwerg*in,
          Ich will „mein“ Schifftal erhalten,das ist mir wichtig, auch wenn Sie sich um die Gifte aus dem Schlot der Müllverbrennungsanlage keinen Kopf machen. Die sich sehr wohl im Boden der Umgebung anreichern. Quecksilber u.a. sind nunmal schwerer als Luft. Desweiteren liegen im Heimatland dieses Konzerns ganze Gebirgszüge aus Kalkstein, da muss nix gerodet weden, nur siehts da mit Umweltbestimmungen anders aus.
          im Wössinger Werk wird schon lang kein Sack-Zement mehr abgefüllt. Wo der bei den Bau – märkten und händlern herkommt? Regionale Vermarktung dieses Produktes ist eine Illusion.

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            IO

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            Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“ Als Antwort auf: wessinga
            Im Wössinger Zementwerk wird also schon lange kein Zement mehr in Säcke gefüllt? Also ich habe ja schon wirklich viel Schwachsinn gelesen aber eine aus der Luft gegriffene Behauptung als Argument zu nehmen grenzt schon an Schwachsinn. Mein Vater hat über 30 Jahre in eben diesem Zementwerk gearbeitet und hat immer noch sehr gute Kontakte dort und ja was Sie behaupten ist absoluter Schwachsinn. Kleiner Tipp, nehmen Sie mal den Tag der offenen Tür wörtlich und statten Sie dem Werk einen Besuch ab, dann können Sie sich ja selbst überzeugen.

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            Waidelich Arnd

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            So, das reicht jetzt mit dem „Sackzement“. Ob der in Wössingen nun noch abgefüllt wird oder nicht, ist ein Nebenkriegsschauplatz, den ich nicht mit weiteren Sticheleien bedienen lassen will. Ich darf daran erinnern: Das Thema ist Zementwerkserweiterung, nicht „Sackzement“.

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          Dorfmuggel

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          Da gehts vermutlich weniger um den Abbau an sich, als mehr um die Zementproduktion, die sehr energieintensiv ist und wobei hohe Temperaturen benötigt werden. Um diese zu erzeugen wird unter anderem Müll verbrannt, wobei bzgl der Filterung zu hohe Grenzwerte festgelegt sind. Hier lobbyiert die Zementindustrie insgesamt schon jahrelang erfolgreich dagegen. Das muss sich ändern – nicht nur für das Wössinger Zementwerk, sondern für alle in Europa

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    Klimaaktivist*in

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    Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“
    Hallo zusammen,
    Am 7.6.2021 ist ja die Gemeinderatssitzung, wo darüber abgestimmt wird, ob die Probebohrungen, für das Zementwerk, erlaubt werden sollen. Deshalb wäre es wichtig, dass viele kommen, um zu sehen wie welcher Gemeinderat abstimmt.Wir dürfen die 1,5 C° Grenze nicht überschreiten. Das heißt wir müssen jetzt handeln, denn bald ist es zu spät.
    Hoffentlich bis Montag.

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    Bergzwergin

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    Als Antwort auf: „Kein Steinbruch in den Wald“
    Hallo Klimaaktivist,
    Das ist ein lustiger Aufruf. Auch ich bin für die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels. Mit der Abschaltung des Zementwerks werden wir das sicherlich nicht schaffen. Ist da die Frage nicht sinnvoller, können wir uns so einschränken, das wir keinen Zement mehr benötigen? Sauberes Trinkwasser, funktionierender Nah-und Fernverkehr, Strom und gesunde Nahrung sind Errungenschaften unserer Zeit.
    Wir brauchen dafür Trinkwasserspeicher, Windräder, Talsperren, Fahrwege, Zugtrassen, Tunnel und vieles mehr, doch wie wollen wir all dies ohne Zement erreichen?
    Es gibt meines Wissens keine Alternativen dafür. Jedoch gibt es Technologien zur Abscheidung und Verwendung des entstandenen CO2. Warum stellt die Gemeinde keine Bedingungen? Warum wird eine Erweiterung nicht als Chance gesehen, umweltschonende Technologien zu etablieren? Denn solange wir Zement benötigen und es autokratische Länder mit Kalkstein gibt, wird auch abgebaut mit Ausbeutung der Arbeitnehmer und der Umwelt. Wollen wir das? Wollen wir Zement aus tausenden von Kilometern beziehen? Dem Klima nutzt es nichts.
    Wir müssen uns einschränken! Massiv! Dazu gehört weniger bauen! Und den Zement den wir dafür benötigen so klimagerecht wie möglich produzieren. Ich bin für die Bohrungen und falls das Werk danach weiterhin Interesse an dem Abbau hat, für Verhandlungen zum Besten unserer Umwelt.

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