Kein Anschluss unter dieser Nummer

Vodafone zeigt sich unkooperativ beim Breitbandanschluss

Die EnBW ist normalerweise für die baden-württembergische Energieversorgung zuständig. Anfang des Jahrtausends hatte sie mit ihrer 100-prozentigen Tochter DiTRA aber auch die Finger im Spiel beim Ausbau des baden-württembergischen Internets. Versuche zur Wiederbelegung des DSL-Geschäftsbereichs sind derzeit wieder zu spüren. Die DiTRA nämlich verkaufte die EnBW Ende 2003 an KabelBW. Über die weitere Station Unitymedia landeten die ursprünglich rund 40.000 Kunden schließlich bei Vodafone.

Ein Internetprovider, über den sich zum Jahreswechsel in der Region die Klagen über schlechte Verbindungen häuften (die BNN berichteten). In Jöhlingen macht sich derzeit eine Spezialform dieser Klagen bemerkbar. Paul Raymond Steenbock ärgert sich mächtig über eine ihm unverständliche Vodafon-Entscheidung. In seinem vor kurzem in der Freiheitstraße erworbenem Haus hat er einen Breitbandanschluss entdeckt. Er stammt noch von der DiTRA. 

Doch Steenbocks Freude über die Chance auf schnelles Internet erhielt ebenso schnell einen Dämpfer. Das Breitbandnetz sei bei den vielen  Weiterreichungen von Provider zu Provider irgendwann verloren gegangen. Zumindest behauptet das Vodafone heute gegenüber Steenbock, der versuchte, den uralt-Anschluss zu reaktivieren.

Umso unverständlicher ist für ihn diese Auskunft als Vodafone einem anderen Bewohner der Freiheitstraße den gleichen DiTRA-Anschluß freigeschaltet habe. Nachdem er als Beweis ein Foto der Vermittlungsdose eingeschickt hatte, sei sein es Anschlusses dann doch freigeschaltet worden. Etliche andere Nachbarn hätten solche Mühe nicht auf sich nehmen wollen und hätten ohne großen Widerstand auf die Möglichkeit verzichtet, berichtet Steenbock.

Er habe sich nicht so schnell ins Bockhorn jagen lassen.  Mehrfache Kontaktversuche seien ergebnislos geblieben.  Die Auskunft der Vodafone-Service-Techniker habe gelautet: „Leider wird uns kein Kabelanschuss über Vodafone angezeigt“. Es bestehe auch nicht die Möglichkeit, auf Vodafone Unitymedia zu wechseln. Woraufhin Steenbock den Dialog schließlich mit dem bissigen Kommentar beendete: „Nicht Ihre Schuld, dass Deutschland immer noch in der digitalen Steinzeit verharrt“.

Für ihn sei die Situation völlig unverständlich, meint Steenbock gegenüber dieser Zeitung. Ständig werde ein Bohei um das schnelle Internet gemacht und gleichzeitig aber dort nicht realisiert, wo es leicht möglich wäre. Er hat aber mittlerweile ein großes Trostpflaster zu Haus implantiert. Bei einem anderen Provider hat er 250er  DSL-Vertrag abgeschlossen, der ihn voll zufrieden stellt.

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