Header

Kaufinteressent für Bahnhof?

Lösung für jahrzehntealtes Problem in Sicht?

Unter dem Punkt Bekanntgaben wies Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung am 12. September darauf hin, dass sich der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Thema Bahnhof Wössingen beschäftigt habe. Der Gemeinderat habe die Verkaufsmodalitäten festgelegt. Wir wollten von dem Bürgermeister daraufhin am 28. September wissen, ob es einen ernsthaften Kaufinteressenten gibt, wer das ist und ob der Kaufinteressent einen Nutzungsvorschlag unterbreitet hat. Karl-Heinz Burgey hat ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten drei Wochen lang bis heute nicht geantwortet, weshalb wir es bei dieser Information belassen müssen. Wir werden die Antwort des Bürgermeisters nachreichen, sobald sie eintrifft. So viel scheint aber mittlerweile festzustehen, dass das Gebäude erneut öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben wird.

Eine Lösung für das mittlerweile Jahrzehnte in Gemeindebesitz befindliche Gebäude hatte sich bereits vor einem Jahr angedeutet. Den damaligen NadR-Artikel vom 7. Juli 2015 dokumentieren wir im Anschluss:

20161011-woessingen-bahnhof-001-a

Der Wössinger Bahnhof dümpelt schon seit vielen Jahren dahin. Geht es nach dem Willen eines Investors, dann sollen sich die mit Pressspanplatten vernagelten Fenster bald wieder öffne. Eine Gruppe von Gewerbetreibenden aus dem Ortsteil Wössingen, so informierte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey die Gemeinderäte, zeige Interesse am Umbau und der Sanierung des Wössinger Bahnhofes.

Im Erdgeschoss soll eine behindertengerechte Wohnung sowie eine Praxis eingerichtet, das Ober- und Dachgeschoss in Wohnungen umgebaut werden. Um den Wohnraum im Dachgeschoss mit ausreichend Platz und Belichtung zu gestalten, sei der Einbau von Dachgauben oder Dachfenstern angedacht. Mit diesem letzten Baustein wäre das Sanierungsgebietes „Bahnhofsareal Wössingen“ abgeschlossen. „Nach unserer Wahrnehmung soll eine hochwertige Sanierung erfolgen“, meinte der Bürgermeister. Bauamtsmitarbeiterin Skadi Förster wies unterstützend darauf hin, dass das Gebäude mit der Sanierung an die heutigen Wohnverhältnisse angepasst werde.

Die Gemeinderäte zeigten sich durchweg hocherfreut über die Bauvoranfrage. Heftige Kritik erntete allerdings das Landesdenkmalamt. Es habe sich schon in der Vergangenheit und auch in diesem Fall wieder einmal „nicht mit Ruhm bekleckert und so engstirnig entschieden, dass man nur den Kopf schütteln kann“, schimpfte Michael Paul (CDU). Es sei eine Sauerei, wenn ein Bauherr auf eine Bauvoranfrage keine vernünftige Antwort bekomme und der Gemeinderat mit seiner Entscheidung deshalb in der Schwebe bleiben müsse. Die Initiative der Wössinger Gewerbetreibenden verdiene die Unterstützung des Gemeinderats, sagte Paul. Ähnlich äußerten sich auch Silke Meyer (SPD) und Werner Schön (FDP).

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links