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Jazz in Panama

Zwei Premieren fielen am Freitagnachmittag im Wössinger Cafe Panama zusammen. Zum einen wurde zum ersten Mal in Corona-Zeiten in Konzert-Form wieder Musik gemacht. Mit sehr reduzierter Besucherzahl, an der frischen Luft und dem obligatorischen Hygiene-Konzept natürlich. Zum zweiten war mit Sabine Erdmann und Martin Löffel ein Duo zu Gast, das – ganz frisch gegründet – an diesem Nachmittag seinen ersten Auftritt überhaupt absolvierte und sich bisher noch nicht einmal einen Namen gegeben hat.

Löffel/Erdmann als Anfänger zu bezeichnen, wäre indessen komplett falsch. In etlichen anderen Formationen sind sie nämlich schon lange aktiv. In der neuen Formation reduzieren sie sich ausschließlich auf Gesang und Gitarre. Ein durchaus anspruchsvolles Unterfangen.

Das Jazz-Duo Sabine Erdmann und Martin Löffel gastierte im Wössinger Cafe Panama

Die beiden haben sich dem Jazz verschrieben. Das merkt man nicht unbedingt an der Setlist. Otis Reddings „Dock of the Bay“, Claptons „Tears in Heaven“ oder Stevie Wonders „You are the Sunshine of my live“ zählen nun nicht unbedingt zu den Standards der Jazzliteratur. Diese Titel in der ungewohnten Interpretation zu hören, war faszinierend. Dem Duo gelang es, einen ausdrucksstarken Jazz-Klangteppich hinzulegen.

Verantwortlich dafür war Martin Löffel mit seinen jazztypischen Gitarren-Riffs, Sabine Erdmann mit ihrer sehr zurückhaltenden Art der Interpretation. Ihr Part blieb schon allein deshalb mehr im Hintergrund, weil die Minimal-Anlage eher auf den Gitarristen als die Sängerin ausgesteuert war. Am Gleichklang müssen die beiden noch ein bisschen feilen. Den Zuhörern gefielen die Interpretationen prima und sie dankten dem Duo mit reichem Applaus.

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