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Internet kommt zum Wasser

Oberderdingen gründet Eigenbetrieb Breitbandversorgung
Einen weiteren Schritt nach vorne zur Versorgung ihrer Einwohner mit einem schnellen Internet machten die Oberderdinger Gemeinderäte. Einstimmig billigten sie nicht nur die Vergabe von Leitungsarbeiten für die Breitbandversorgung, sondern auch die Ausgliederung der Breitbandversorgung aus dem Kernhaushalt der Gemeinde. Die Breitbandversorgung soll in einem separaten Eigenbetrieb geführt werden wie bisher schon die Wasserwerke. Mit ihnen sollen sie rückwirkend zum 1.1.2016 zu dem Eigenbetrieb „Wasserversorgung und Breitbandversorgung“ zusammengeschlossen werden.
Die sehr ausführliche Begründung dazu lieferte die stellvertretende Amtsleiterin Finanzverwaltung Olga Wintergoller. Man wolle aus steuerlichen Gründen eine vom Gemeindehaushalt losgelöste Buchführung haben und einen Eigenbetrieb gründen mit verschiedenen Betriebszweigen. Olga Wintergoller stellte die dazu notwendige Geschäftsordnung und eine Betriebssatzung vor, die die Aufgaben und Regeln des Eigenbetriebs definieren. Die Eröffnungsbilanz müsse mit genügend Kapital ausgestattet sein. Dafür wurden 61.000 Euro eingestellt.

  Vorher schon hat der Gemeinderat mit einer Nachtragshaushaltssatzung dafür die Weichen gestellt. Sämtliche Einnahmen und Ausgaben, die im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt unter dem Titel Breitbandversorgung rangieren, wurden auf null reduziert. Zur Finanzierung sei eine Kreditaufnahme von 300.000 Euro erforderlich, meinte Olga Wintergoller .

  Einen Blick auf die Grundsätze und Hintergründe dieser Entscheidung warf Ragnar Watteroth. Der Kämmerer des Landkreises erinnerte daran, dass die Gemeinden des Landkreises 2013 zu dem Schluss gekommen seien, im ganze Landkreis eine Grundversorgung mit einer Datenübertragungsrate3 von mindestens 50 Mbit zu gewährleisten. Damit rangiere man international immer noch weit hinten, „aber in dieser negativen Statistik wollen wir wenigstens nach oben klettern“.  

Für Oberderdingen sei nicht nur ein Übergabepunkt vorgesehen, sondern für jeden Ortsteil . Von dort aus könnten die notwendigen Gebiete und Häuser erschlossen werden. Mit dem Masterplan Breitbandversorgung werde ein Netz gelegt, „durch das wir den Hauseigentümern einen sofortigen Anschluss bereit stellen können“, versicherte Watterroth. Ganz Oberderdingen werde nach und nach angeschlossen. Vom Land lägen bereits Förderbescheide über insgesamt 837.711 Euro vor. Er gehe davon aus, dass eine Deckung der kurzfristigen Investitionssumme von zwei Millionen Euro und der langfristigen von neun Millionen Euro in längstens 15 Jahren möglich sei. An der Gemeinde würden rund 600.000 Euro hängen, die sich aber ebenso langfristig amortisieren würden.

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