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Historisches Brücklein marode

Bretten und Knittlingen über Sanierungskosten noch uneins

Knittlingen und Bretten trennte einst nicht nur wie heute die Kreisgrenze. Die Landesgrenze zwischen dem Schwabenland und Baden war gar mit Schlagbaum gesichert und verlief hinter den Hetzenbaumhöfen. Auf genau selbiger, seit langem herabgestufter Grenze steht am sogenannten „Schillerblick“ ein kleines Brücklein. Es führt über den Seeburgbach und ist im Knittlinger Rathaus als „Gleitbrückle“ bekannt.Ein Name, der auf seine Grenz- und Zollfunktion in historischer Zeit hinweist.

Sperrung der kleinen Brücke (Gleitbrücke) über den Seebergbach zwischen Knittlingen und Bretten

Sperrung der kleinen Brücke (Gleitbrücke) über den Seebergbach zwischen Knittlingen und Bretten



Es steht so genau auf der Grenze, dass man sich in den Rathäusern in Bretten und Knittlingen bis jetzt noch nicht darauf hat einigen können, wer denn nun für Finanzierung einer Sanierung zuständig ist. Deren Notwendigkeit habe man bei einer turnusmäßigen Routineuntersuchung vor einem Jahr festgestellt, weiß der Knittlinger Hauptamtsleiter Stephan Hirth. Die mit einem Gutachten beauftragten Weber-Ingenieure in Pforzheim empfahlen, dass man spätestens nach einem Jahr dort tätig werden sollte. Das Jahr ist verstrichen. Seit Juli ist deshalb der Weg über das morsche Sandsteinmauerwerk gesperrt.

Man sei in Kontakt mit der Stadt Bretten, schildert Stephan Hirth den derzeitigen Sachstand. Man wisse allerdings noch nicht genau, was an der Brücke gemacht werden müsse. Es sei eine politische Entscheidung, wer welchen Anteil der geschätzten Sanierungskosten von vier- bis fünftausend Euro für das Brücklein zu übernehmen habe. Man habe sich bis jetzt nicht darauf geeinigt, ob dies in einer interkommunalen Aktion geschehen könne. Bis dahin wird das Brücklein auf jeden Fall mit opulenten Schildern auf beiden geschmückt sein, die ein totales Durchfahrtsverbot signalisieren.

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