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Hier steckt das Geld

Rechbergklinik bleibt bei 52 Millionen Euro
Gute Botschaft hatte Bauleiter Lothar Laier für Landrat Christoph Schnaudigel und den Kreisrat bei deren Kreisbereisung an der Baustelle der neuen Rechbergklinik parat. Auf Nachfrage von Kämmerer Ragnar Watteroth versicherte er den mit einer gewaltigen Verspätung anreisenden vierzig Kreisräten, dass nach 70 Prozent der vergebenen Gewerke die Kostenberechnung eingehalten werde. Mit diesen Arbeiten sei die mit den meisten Kostenrisiken behaftete Rohbauphase absolviert, freute sich Watteroth über eine hohe Kostensicherheit. Mit ihr sei zu erwarten, dass das geplante Gesamtvolumen von rund 52 Millionen Euro eingehalten werde. Ein Aspekt, den besonders Lothar Hillebrand interessiert haben dürfte, hatte er den gewaltigen Bau doch schon beim Aussteigen aus dem gemeinsamen Bus mit einem galligen „Da steckt das Geld unserer Bürger“ kommentiert.

Details der Planungen stellte Architekt Sascha Karan vom Architekturbüro Arcass vor. Im Erdgeschoss im Bereich der künftigen Notaufnahme skizzierte er die Lage der Räume für die OPs, die Schmerztherapie oder der Diagnostik. Details, die Oberbauleiter Alexander Mettenleiter im Gespräch mit den Kreisräten nach einer Kaffeepause weiter präzisierte.

Zu Fuß ging es von dieser Baustelle zur nächsten, war doch die der Gemeinschaftsunterkunft an der Schießmauer nur einen Steinwurf entfernt. Ein Standort für die Flüchtlingsbetreuung, der immer weiter gewachsen sei, sagte Ragnar Watteroth. Letzte Erweiterung sei das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Harsch, in dem jetzt auch die Verwaltung der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht sei. Obwohl die alte Gemeinschaftsunterkunft abgerissen wurde und der Neubau an ihrer Stelle wächst, finden an der Schießmauer im Moment trotzdem 151 Personen Platz wie Unterkunftsleiter Maik Rehak berichtete. Von den ursprünglich geplanten 500 Plätzen bleiben nach der Erhöhung der Quadratmeterzahl pro Person von sieben auf zehn Quadratmeter im Endausbau letztendlich nur noch 250 bis 300 Plätze übrig. Sie allerdings gewährten eine gute Unterbringung und gute Wohnqualität, meinte Ragnar Watteroth. OB Martin Wolff wies erneut auf die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis bei diesem Projekt hin. Ein idealer Standort ohne Wohnbebauung in der Nähe, der trotzdem von der Bevölkerung akzeptiert werde.

Sie kommen vor allen Dingen aus dem Kosovo, Pakistan, Irak und Georgien. Fünfzig Prozent seien Familien, fünfzig Prozent Einzelpersonen. Als einer von ihnen stellte sich Chouaibou Tankah Mauiche den Kreisräten nach nur zehnmonatigem Aufenthalt in fast perfektem Deutsch und als Beispiel gelingender Integration vor. Nicht nur dass der Kameruner beim FC Neibsheim die Fußballstiefel schnürt, wird er bei der dortigen Großbäckerei bald eine Ausbildungsstelle antreten.

Verstärkt wurde dieser Eindruck durch die Familie Akil Metolli. Als darauf hingewiesen wurde, die Tochter des Kosovaren hoffe auf einen Praktikumsplatz im Rathaus gab es für Martin Wolff kein Halten. Der OB sicherte sofort Unterstützung zu.

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