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Heiß auf Eis

Sprinter rutschte in Knittlingen auf gefrorenen See hinaus
Heute morgen erlebte so mancher beim Verlassen des Hauses eine unangenehme Überraschung. Regen auf gefrorenem Untergrund: das ergab eine Eisschicht nicht nur auf den Gehwegen schön zum Schlittern. Auch auf dem Straßen musste so mancher dem glatten Geläuf Tribut zollen. Aus den Polizeipräsidien liefen die Unfallmeldungen im Minutentakt ein. Einer der zunächst am spektakulärsten sich anhörenden: Ein Sprinter kam gegen 8 Uhr bei – nach Angaben des Fahrers – relativ moderater Geschwindigkeit von der Kreisstraße 4516 zwischen Knittlingen und Freudenstein von der Fahrbahn ab und durchbrach die Leitplanke.

Zusätzliches Unglück: Hinter der Leitplanke liegt das Regenrückhaltebecken Weissacher See. War es nun wiederum Glück oder Unglück – nach wochenlangem Frost bedeckt den See trotz der milderen Temperaturen des vorausgegangenen Sonntags immer noch eine dicke Eisschicht, über die später selbst der Einsatzleiter der Knittlinger Feuerwehr Markus Haberstroh staunte. So tragfähig war die Schicht, dass der Sprinter rund 15 Meter auf die Eisfläche hinausschlitterte und dort stehen blieb.

Entgegen den von vielen Medien verbreiteten Meldung, blieb der Fahrer unverletzt, krabbelte aus dem Führerhaus, brachte sich selbst über die Eisfläche in Sicherheit und beobachtete später von der Fahrbahn aus die Bergungsaktion der Feuerwehr. Die musste von einem Spezialkran der Feuerwehr durchgeführt, der aus Pforzheim angefordert wurde.

  Dazu jetzt um 14 Uhr die Meldung der Polizei:
Freudenstein – Knittlingen (ots) – Großes Glück hatte am Montagmorgen ein 34 Jahre alter Fahrzeuglenker bei einem Unfall auf der Kreisstraße 4516 zwischen Freudenstein und Knittlingen. Der Mann war kurz nach 08.00 Uhr in Richtung Knittlingen unterwegs, als er bemerkte, dass sich an seinem Fiat Ducato die Fahrertür geöffnet hatte. Hierdurch abgelenkt geriet er mit seinem Lieferwagen zunächst zu weit nach rechts und kam dann beim Gegensteuern nach links von der Fahrbahn ab. In der Folge durchbrach er die Leitplanke und blieb schließlich auf dem angrenzenden und zu Eis gefrorenen See stehen. Der unverletzt gebliebene Fahrer konnte sich rasch in Sicherheit bringen. Während er vorsorglich von der Besatzung eines Rettungswagens in Augenschein genommen wurde, gelang es der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, das Fahrzeug mit einer Winde ans Ufer zu ziehen. Mit Unterstützung eines Kranfahrzeuges der Berufsfeuerwehr Pforzheim wurde der Wagen, an dem Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro entstand, schließlich geborgen. Während der Arbeiten war die Kreisstraße 4516 im betroffenen Abschnitt voll gesperrt. Ab etwa 10.40 Uhr lief der Verkehr wieder störungsfrei.

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