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Heimatverein ohne Führung

Wolfgang Eberle tritt als Vorsitzender zurück

Vereinsarbeit ist nicht immer eine einfache Sache. Diese Erfahrung mussten jetzt auch die Mitglieder des Kultur und Heimatvereins Walzbachtal machen. Nach internen Konflikten zog Wolfgang Eberle die Konsequenzen und trat als Vorsitzender, seine Frau Claudia als Schriftführerin zurück.

Die Gründe für den Rücktritt wollte Wolfgang Eberle mir gegenüber nicht präzisieren. Nur so viel: Unstimmigkeiten mit seinen Vorstandskollegen über die Führung des Vereins hätten sich im Lauf der Zeit so stark in die Höhe geschaukelt, dass er mit seinem Rücktritt habe reagieren müssen. Er werde aber Mitglied im Heimatverein bleiben und weiter an den Projekten arbeiten, die er begonnen habe. Die Homepage des Vereins habe er nach seinem Rücktritt vom Netz genommen.

Die Entwicklung im Kultur- und Heimatverein ähnelt damit auf fatale Weise der des Walzbachtaler Gewerbevereins. Dort hatte ein Konflikt um das Jöhlinger Frühlingsfest zur Spaltung und letztendlich zur fast kompletten Lähmung des Vereins geführt. Diese Gefahr droht jetzt auch dem Kultur- und Heimatverein.

Schon seit geraumer Zeit hatte sich eine Gruppe um Jürgen Protz im Streit vom Heimatverein verabschiedet. Die Vorwürfe flogen hin und her, wer für dessen Vereinsaustritt die Verantwortung  trage. Der fundierteste Kenner der Jöhlinger Ortsgeschichte weigerte sich und weigert sich nach wie vor, an dem von der Gemeinde getragenen Projekt Chronik von Wössingen und Jöhlingen mitzuarbeiten, die zum 1000-jährigen Jubiläum der ersten Erwähnung der beiden Dörfer im Jahr 2024 erscheinen soll.

Das mündete schließlich in eigenen Aktivitäten, zuletzt prominent zu sehen auf der Titelseite des Mitteilungsblattes. Unter dem Titel „Steine für die Ewigkeit“ will die Truppe um Jürgen Protz dort ein kleines Heimatmuseum einrichten, das steinerne Zeugnisse aus der Wössinger und Jöhlingen Geschichte enthalten soll.

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