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Hallenbad auf der Zielgerade

Führungen der Stadtwerke über die Baustelle sehr begehrt

Der Neubau des Brettener Hallenbades geht auf die Zielgerade. Im nächsten Semester werde es keine der beliebten, von der Volkschochschule organisierten Baustellenführungen mehr geben, „weil bis dahin die Maßnahme abgeschlossen sein wird“, kündigte Volkshochschulleiterin Caroline Traut während der vorletzten dieser Baustellenführungen an.

Stadtwerkechef Stefan Kleck relativierte diese Einschätzung ein klein wenig. Grund: Handwerker hatten die Mahnungen vor einem starken Regenfall nicht ernst genommen. Regenwasser drang in den Saunabereich ein. Der frisch verlegte Estrich wurde geflutet. Jetzt ragen dort überall Schläuche aus dem Boden, mit denen die Feuchtigkeit mit Warmluftzufuhr wieder ausgetrieben werden muss. Den Zeitverzug mochte Kleck nicht exakt festlegen. Drei Wochen mindestens, es können aber auch sechs Wochen werden, schätzte er. Damit sei zwar nicht die Eröffnung des Hallenbades aber der Sauna gefährdet.

Stefan Kleck: "Von oben hat es reingeregnet"

Stefan Kleck: „Von oben hat es reingeregnet“

Nicht das einzige Missgeschick übrigens. Schon vor dem Wasserschaden habe der Estrichleger der Schlitzrinne übel mitgespielt, die mittlerweile in der dritten Ausführung auf bessere Zeiten hofft.

Nass und dunkel war es. Die 22 Teilnehmer mussten also nicht nur draußen, sondern gerade in diesem Bereich äußerste Vorsicht walten lassen. Überall lauerten Stolperfallen. Gut hatten es die beiden, die – weise – eine Taschenlampe mitgebracht hatten und Licht ins Dunkel brachten.

Kleck wies auf einige interessante Änderungen hin. Der Gastronomiebereich sei nur noch vom Bad und nicht mehr von der Sauna aus erreichbar und werde erheblich eingeschränkt werden. Pizza und nur mehr ein paar wenige einfache Gerichte werde es geben.

Die Eintrittspreise werden im Hallenbad auf 3,50 Euro für zwei Stunden und 4,50 Euro für die Tageskarte festgelegt. Es werde keine Jahres-, sondern nur mehr eine Saisonkarte geben. Die Saunabesucher müssten mit einer Preiserhöhung rechnen, denn das Finanzamt schätze Sauna mittlerweile nicht mehr als Teil der Gesundheitsfürsorge (7 Prozent Mehrwertsteuer), sondern als Wellness ein (19 Prozent Mehrwertsteuer). Die 12 Prozent Differenz müssten oben drauf geschlagen werden, „ohne dass wir einen

Cent davon sehen“. Zum Informations-Showdown kam es im Bereich des künftigen Haupteingangs. Bäderbetriebsleiter Holger Poppeck wurde geradezu „gelöchert“ zu solchen Details wie der künftigen Wasser- (27 Grad) und Lufttemperatur (32 Gad), zur Luftfeuchtigkeit (55 Prozent), Wassertiefe (1,35 Meter), Defibrillator (ja) oder Zahl der Bademeister pro Schicht (2-3). Schließlich befanden sich in den Reihen der Neugierigen sehr viele Stammgäste, die alles genau wissen wollten. Vorneweg Ernst Gropp. Der Diedelsheimer Sauna- und Schwimmbadfan hat bereits alle sieben Führungen mitgemacht und ist sich jetzt sicher: „Das wird recht!“

Am Kinderschwimmbecken

Am Kinderschwimmbecken

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