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Hahn geschlagen

Bräuche bei der Gondelsheimer Kerwe
  Gondelsheim feiert Kerwe. Einer der Höhepunkte ist das samstagabendliche „Kerwe—Duathlon“. Wettsägen ist immer ein fester Teil des Duathlons. In diesem Jahr gesellte sich dazu das Torwandschießen. Der Platz zwischen Rathaus und alter Schule hatte sich dafür geradezu in eine Arena verwandelt. Im Zentrum des weiten Runds zunächst ein Sägebock, auf dem zum ersten Teil des Duathlons, dem Wettsägen, fünf wilde Reiter des Musikvereins, des Fußballvereins, der Feuerwehr, der Schützen und der Familie Walz Platz nahmen. Sie dirigierten zwei weitere Mitglieder ihres Teams, die mit einer Blattsäge versuchten, dem von Karl Walz auf den Sägbock gehievten, zwanzig Zentimeter dicken Buchenstamm aus der Gondelsheimer „Hauptstätte“ möglichst schnell den Garaus zu machen. Als größter Anfeuerer erwies sich Bürgermeister Markus Rupp, lautstark unterstützt von rund 150 Zuschauern, die das schweißtreibende Geschehen verfolgten.
Beim Sägen legte das Team Walz ein phänomenales Ergebnis im Wettsägen (in 13 Sekunden im zweiten Durchgang durch einen 20 Zentimeter dicken Buchenstamm) vor. Es nützte ihm allerdings deshalb nichts, weil der Schützenverein sich bei der zweiten Disziplin, dem Torwandschießen, als weitaus zielsicherer erwies. Jeder der vier Schützen-Treffer wurde mit fünf Sekunden abgezogen, was zu einem Gesamt-Endergebnis von nur 12 Sekunden führte, während dem Team Walz bei nur einem Treffer ein Abzug von nur fünf Sekunden zugebilligt wurde. Sieger also eindeutig der Schützenverein. Damit nicht genug erwies sich auch das sachwache Geschlecht des Schützenvereins als unschlagbar. Schon beim Wettsägen durch einen allerdings erheblich dünneren Buchenstamm lagen die Schützenfrauen mit nur zwölf Sekunden vor der Firma Katz (13 Sekunden). Da den Schützenfrauen überdies beim Torwandschießen ebenfalls vier Treffer gelangen, rutschten sie sogar mit minus acht Sekunden in den Negativbereich – unschlagbar.
Bereits vorher hatten die Kleinen den Platz vor dem Bauhof aufgemischt. Sie traten zum sogenannten „Hahnenschlag“ an. Das uralte blutige Ritual, bei dem mit verbundenen Augen mit dem Dreschflegel ein Hahn erschlagen werden musste, feierte in entschärfter Form wieder einmal fröhlich Urständ. Mit verbundenen Augen und einem Dreschflegel in den Händen versuchten sie einen von Markus Rupp versteckten Plastikball zu treffen. Diese Gaudi für Kinder ab 6 Jahren gewann in diesem Jahr Daniel vor Dimitris und Veda. Sie durften einen Gutschein mit nach Hause nehmen.    

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