Grünes Schauspiel

FDP-Landtagsabgeordneter kommentiert den Aufruf der Walzbachtaler Grünen zur B293

Die Walzbachtaler Grünen fordern die Bürger dazu auf, Einwendungen gegen das Planfeststellungsverfahren zur B293-Ortsumfahrung Jöhlingen vorzubringen. Die Diskussion nimmt mit diesem Aufruf erneut Fahrt auf. Mit „enormer Verwunderung“ reagiert der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung und kommentiert in der folgenden Presserklärung so:

(PM). „Das ist schon kurios, was die Grünen und ihre vornehmlich in Wössingen lebenden Gemeinderäte für ein Schauspiel veranstalten. Denn die sehr fortgeschrittenen und durchdachten Planungen für die B293-Ortsumgehung von Jöhlingen sind anders als suggeriert nicht vom Bund, sondern über die Auftragsverwaltung der Länder vom grün-geführten Verkehrsministerium in Stuttgart und vom Regierungspräsidium Karlsruhe erstellt. Damit rufen die Walzbachtaler Grünen – ohne es offenbar zu wissen – zum Widerstand gegen Grünen-Verkehrsminister Winfried Hermann und die grün-schwarze Landesregierung auf und zeigen sich zudem unsolidarisch gegenüber den zahlreichen in Jöhlingen lebenden Menschen, die seit vielen Jahren sehnsüchtig auf den Baubeginn der B293-Ortsumgehung warten“, sagte Christian Jung, der verkehrspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion ist.

„Ich hätte in diesem Fall erwartet, dass sich die Grüne-Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz (Wahlkreis Bretten) vor ihren Minister und die Planerinnen und Planer des Regierungspräsidiums Karlsruhe stellt und öffentlich klarstellt, dass viele Argumente der Walzbachtaler Grünen und ihnen nahestehenden Personen konstruiert und schon durch das Planfeststellungsverfahren entkräftet wurden. Wer wirklich Widerstand hätte leisten wollen, hätte dies vor 20 Jahren tun müssen. Gleichzeitig agitiert man in Wössingen gegen das Zementwerk und will zwischen Weingarten und Jöhlingen mit Beton bis zu 250 Meter hohe Windkraftanlagen bauen und versucht alles mit dem Klimaschutz zu begründen. So fällt die Argumentation der Grünen vor Ort schnell in sich zusammen“, betonte Christian Jung weiter.

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Kommentare (9)

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    Ikas

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    Selten das ich mit jemandem von der FDP so sehr zustimmen muss. Mittlerweile habe ich auch eher den Eindruck als bedeute es das jemand von Grünen zu sein, erstmal gegen alles zu sein mit dem Argumenten der das ja alles nicht so pro-grün wäre. Merkwürdig das es von den eigenen Landsleuten kommt. Vielleicht denkt man auch gar nicht weiter als man ausatmen kann und ist erstmal gegen alles und schwingt sofort die Grün-Keule.
    In diesem Land gehört sowieso abgeschafft das man gegen alles Einspruch einlegen kann ohne einen Plan B in der Tasche zu haben was Problem X löst. Erstmal dagegen und blockieren und dann keucht die Masse unter dem Stillstand. Ich sage nur Stichwort „Rettet das Wöschbacher Tal“. Ich bin froh, wenn der erste Beton der Umgehung gegossen wird.

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    Neutrania

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    Eine differenziertere und sachlichere Betrachtung des Bauvorhabens und seiner Auswirkungen wäre von Vorteil. Welchen Beitrag zur Problemlösung leistet es, welche Probleme schafft es neu?
    Die CDU in Pfinztal hat zur B 293 Ortsumfahrung erkannt, dass zu dem Zeitpunkt, an dem die neue B 293 in Berghausen und damit auch in Jöhlingen, fertig sein soll, also etwa 2035, keine stinkenden und lauten Fahrzeuge mehr auf ihr fahren werden. Daher stellt sich mir die Frage, ob dann die wenigen Anwohner an der bisherigen B 293 aufgrund der Elektromobilität auch mit Krach und Gestank verschont sind? Würde Herr Jung dann zustimmen, dass es wenig verständlich ist, vorher noch schnell das Attental mit einer Bundesfernstraße zu zerstören?

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      Trubadur

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      Was für ein unrealistisches Wunschdenken ist denn das? 2035 wird in Deutschland niemals 100% der Kfz auf Elektro umgestellt sein. Niemals! Und schon gar nicht im Lastverkehr und damit meine ich nicht nur die Schwerlaster sondern auch Kleintransporter. Selbst wenn die deutschen Spediteure das Wunder vollbringen sollten, fahren unsere europäischen Nachbar auch über unsere Straßen. D.h. die Anwohner werden noch über viele Jahrzehnte mit dem Lärm und Gestank leben müssen sollte die OU nicht kommen. Ihre schöne Elektrowelt wird vermutlich nie kommen, und wenn überhaupt reden wir auf jeden Fall über die zweite Hälfte des Jahrhunderts, wenn überhaupt

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        Michael

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        Als Antwort auf: Grünes Schauspiel100% natürlich noch nicht, aber viele Autohersteller werden ab 2030 nur noch Elektroautos anbieten und viele werden sich auch schon in den Jahren zuvor beim Neuwagenkauf für ein Elektroauto entscheiden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Großteil der PKW 2035 elektrisch unterwegs sein wird. Entsprechend wird sich der Verkehr auch auf der B293 ändern.
        Wir fahren übrigens ein Elektroauto (geleast), fahren viel mit dem E-Bike (gekauft) und nutzen den Strom, den unsere Solaranlage (finanziert) produziert.

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      Radfahrer

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      Als Antwort auf: Grünes Schauspiel Als Antwort auf: Neutrania‘
      …2035, keine stinkenden und lauten Fahrzeuge mehr auf ihr fahren werden.‘
      Zum Vergleich Lärm Verbrenner / Elektro ist zu sagen, dass Elektro nur bei geringen Geschwindigkeiten merkbar leiser sind. Bei höheren Geschwindigkeiten ? ab 50 ? überwiegt das Abrollgeräusch das Motorengeräusch. Ob nun ein Elektro oder ein Verbrenner mit 80 oder schneller auf der neuen Umgehungsstraße fährt macht für Aussenstehende keinen Unterschied. Bei 30 durch den Ort aber schon.

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    Werner Kuhn

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    Wenn wundert dies? Das ist eines Komödianten gleichzustellen! In Walzbachtal sind die Grüne eine Abordnung, welche sich als Kehrwender präsentieren und keine aussagekräftige Meinung haben. Umgehung Nein, nach zig Jahren davor ein Ja, aber Windenergie unterstützen, obwohl jedes Gutachten eine Unrentabilität nachweisen würde. Man muss ja nur den DWD die Windgeschwindigkeiten der letzten Jahre anfragen. Mehr nicht! Tipp kann man sogar Online nachschauen! Wir haben im Walzbachtal zig Tiere welche den Schutz benötigen und auf der roten Liste stehen. Da wären die Grünen besser beraten hier mal einen positiven Weg zu zeigen. Nur mal den Weg zwischen Forststrasse und Steiner Strasse am Morgen begehen und da sieht man einige überfahrene Feuersalamander. Diese gehören geschützt! Das ist eine Aufgabe der Grünen Partei.

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    Wengerter

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    Als Antwort auf: Grünes Schauspiel
    Liebe Elkel Klein, als Befürworter der Umfahrung Jöhlingen haben Sie hoffentlich keine CDU gewählt, denn die sind in Berghausen noch brutaler mit der Notwendigkeit der dortigen B 293 ins Gericht gegangen. Das würde auch für Jöhlingen gelten.
    Bei der Gemeinderatssitzung in Pfinztal am 14.09.2021 war die Feststellung der CDU-Fraktion eindeutig. Sie wurde einstimmig vom Gemeinderat geteilt. Mehr Elektromobilität führt zu weniger Lärm und Abgasen an und auf den bisherigen Straßen. Also brauchen die Anwohner in der Jöhlinger Straße und in der Karlsruher Straße, beides Bundesstraßen, aus Gründen des Lärms und der Abgase keine Umfahrung mehr? Eine neue B 293 braucht bessere und ehrlichere Lärmgutachten. auch da war sich der Gemeinderat einig. Da die Fahrzeuge keinen Gestank und keinen Krach mehr erzeugen, braucht das Regierungspräsidium den Ortsteil Berghausen nicht zu durchschneiden und auch keine Einhausung, auf der dann ein Fahrradweg gebaut werden soll? Die Untere Au wird nicht abgeschnitten und die Anwohner im Sommerberg werden weiterhin Ruhe und keine Abgase haben. Die deutliche Lärmreduzierung durch Elektrofahrzeuge wird in der Verordnung (EU) Nr. 540/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates erkennbar, die vorgibt, dass Fahrzeuge ab 01.07.2021 mit dem AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) ausgerüstet sein müssen, um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Die Grundsätze der Elektromobilität gelten auch in Jöhlingen für die B 293 und für alle anderen Straßen auch, vermutlich auch für alle Gemeinderäte und alle Kommentarschreiber. Immerhin kann man sich auslassen, wann wieviel Anteil auf umweltfreundliche Antriebe umgestellt sein werden. Sicherlich bevor die Umfahrung begonnen wird. Schimpft jetzt mal zur Abwechslung auf die CDU, denn FDP-Gemeinderäte gibt es in Pfinztal nicht.

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    Halblang

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    Als Antwort auf: Grünes Schauspiel
    Aktuell fährt seit Wochen kein Schwerlastverkehr, kein Durchgangsverkehr durch Jöhlingen! Was bestätigt, es gibt andere Möglichkeiten den Verkehr aus dem Ort zu halten. Eine Autobahn ähnliche Umgehung mit teilw. dreispurigem Ausbau ist eine Einladung für noch mehr überregionalem Schwerlastverkehr sowie Durchgangsverkehr. Wenn das dann den Ort Jöhlingen entlasten soll dann viel Erfolg!

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