Grüne wollen Heuberg

 Ortsverband sieht bei Windkraft-Skeptikern „St. Florian“

Nach einem eindeutigen Votum des CDU-Ortsverbandes Walzbachtal zur  umstrittenen Windkraftanlage auf dem Heuberg zwischen Weingarten und Jöhlingen positionieren sich jetzt auch die Grünen. Im Gegensatz zur CDU, die das Projekt eindeutig ablehnt ( https://nadr.de/cdu-lehnt-windpark-ab/ ) , befürworten es die Grünen ebenso eindeutig in einer Presseerklärung ihres Vorstandes. Die Presseerklärung der Grünen im Wortlaut:  

(PM) Wir, der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Walzbachtal, freuen uns, dass das Ende der Atomkraft in Deutschland kurz bevorsteht. Ebenfalls begrüßen wir es, dass die Beendigung der Stromerzeugung aus Kohle beschlossen ist und die Stromproduktion auf eine Erzeugung aus dezentralen, regenerativen Quellen zusteuert. Um das Klimaziel des Pariser Abkommens zu erreichen und die globale Erwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten, ist die Umsteuerung unbedingt notwendig. Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Speichertechnik sind die zentralen Elemente der Klimawende.

Natürlich lässt sich eine solche gravierende Umstellung nicht unsichtbar realisieren. So sind z. B. die bestehenden und entstehenden Solarparks oder erforderliche neue Stromtrassen weitläufig erkennbare Zeichen der Energiewende. Auch der derzeit in Prüfung befindliche Windpark auf dem hinteren Heuberg wird im Falle einer Ausführung zu einer nicht übersehbaren Veränderung des Landschaftsbilds in unserer näheren Umgebung führen.

So sehr wir diese optische Beeinträchtigung bedauern, so sehr sehen wir die Notwendigkeit solcher Maßnahmen. Vom „St. Florians Prinzip“ notwendige Projekte prinzipiell zu befürworten, aber die Umsetzung im eigenen Umfeld aber strikt abzulehnen, halten wir nichts. Unter der Voraussetzung, dass die eingeleiteten Windmessungen der EnBW ein positives Ergebnis für eine wirtschaftliche Errichtung der Windkraftanlagen auf dem hinteren Heuberg erbringen sollte und die Zulässigkeit durch die Umweltgutachten bestätigt ist, werden wir den Bau der Anlagen unterstützen.

Derzeit nehmen wir wahr, dass es viele Befürchtungen und Ängste in der Bevölkerung in Bezug auf diesen Windpark gibt. Wir werden daher zu dem Thema Klimawandel allgemein und auch Windenergie verstärkt Informationen veröffentlichen und planen auch Veranstaltungen durchzuführen, um die folgenden, einzelnen Aspekte transparenter zu machen.

• Die Windkraftanlage leistet unseren lokalen, angemessenen Beitrag dafür, die Klimakatastrophe aufzuhalten und unseren Kindern und Enkeln ein Leben in einer intakten Umwelt zu ermöglichen.

• Die Anlage ist wirtschaftlich sinnvoll.

• Der Schutz der Gesundheit aller Anwohner*innen wird gewährleistet.

• Der Natur- und Artenschutz wird durch Umweltgutachten garantiert.

Alle Interessierten sind zu diesen Veranstaltungen schon heute herzlich eingeladen.

Walzbachtal, den 14. April 2021,                          Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Walzbachtal

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Kommentare (30)

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    Lars

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    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Die Anlage ist wirtschaftlich sinnvoll? Hm. Daher muss sie auch 250m hoch sein um ein bisschen Wind zu ernten?

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    Harald Kann

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    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Schämt euch ihr Verräter.

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      Waidelich Arnd

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      Ein bisschen mehr Inhalt darfs aber schon sein als Reaktion auf die Position der Grünen.

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        Lohr

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        Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg Als Antwort auf: Waidelich Arnd
        Leider ist es gerade ein Verrat an der Natur und allem , was die Grünen als sie gegründet wurden schützen wollten. Alle Argumente sind zweifelhaft und falsch und man sieht , dass die Grünen gefangen sind in ihrer Ideologie und Lobbyismus für den angeblichen Klimaschutz. Auch noch zu behaupten die Kinder hätten dann eine intakte Umwelt , wenn die Grünen dabei sind hektarweise Staatswald zuzubetonieren für Windkraft und dann auch noch von Artenschutz zu reden , wenn man den Arten ihren Lebensraum nimmt , der für alle immer knapper wird , das ist schon sehr dreist . Und weiter zu behaupten die Anwohner und Bürger würden nicht beeinträchtigt durch 250 m hohe Industriegiganten , das schlägt dem Fass den Boden aus . Grüne sind mit dieser Politik auf dem Holzweg und bekommen durch das Thema „ Klimaschutz“ breiten Beifall , das ist schon pervers .
        Alle Länder um uns herum interessieren unsere Grünen anscheinend nicht , die denken an der deutschen Grenze würde der CO2 Ausstoß halt machen . Wer die Umwelt schützen will und das Klima retten will muss global denken und handeln und über den Tellerrand hinausschauen . Das Klima wird auf keinen Fall dadurch gerettet , dass man an ökologisch wertvollen Gebieten und in Wäldern Windkraft baut . Wer sich und die Umwelt retten will , darf auf keinen Fall mehr grün wählen .

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          Jörg G

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          @Lohr: Sehe ich ganz genauso. Wir in Dt. werden den Klimawandel nicht aufhalten (2% des wetweiten CO2 Ausstoß kommt aus Dt., über 50% aus USA/China/Indien, da wird der „Krieg entschieden“). Wir müssen intelligente Lösungen entwickeln und damit vorangehen. Unintelligente Lösungen wird keiner übernehmen (z.B. Windkraft in windarmen Regionen, die dicht besiedelt sind).

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            Radfahrer

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            Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg Als Antwort auf: Jörg G
            @Jörg G: Können Sie mir ihr Argument bitte mal erkären? Deutschland 83 Mil Einwohner 2%CO2, USA/China/Indien 3Mrd. Einwohner 50% CO2. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass 83 Mil. doch sehr viel CO2 machen. Oder?

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          Ernst

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          Hallo Lohr,
          Ihre Argumentation wird nicht wahrer dadurch, dass Sie gegen Grüne und Gruppen hetzen, die sich unvoreingenommener mit der Thematik beschäftigten. Ich gehe mal davon aus, dass da Jedem klar ist, dass eine gewisse, sehr lokale „Zerstörung“ für einen Nettozugewinn an Einsparung von Klimaresourcen als geringeres Übel zu sehen ist. Es gibt hier keine Vorteile ohne gewisse eher vertretbaren Nachteile. Solange es keine noch bessere Lösung gibt, sind u.a. Windräder ein Mittel der Qual/Wahl.

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            Lohr

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            Wenn man versucht an die Sache logisch ranzugehen und rechnen kann , ebenso an der Gesamtheit aller Auswirkungen interessiert ist , dann ist man bei ihnen ein Hetzer , weil ich keine grünen Positionen vertrete ?
            Grüne schützen keine Umwelt mehr … denken sie einfach mal weiter und schauen sie was im Ausland passiert .
            Wenn sie dann noch der Meinung sind , dass sie dadUrch Klima retten und wir diese Opfer bringen müssen , dann ignorieren sie die Zahlen und damit die Sinnhaftigkeit dieser sogenannten „ Klimaretter mit 250 m Höhe nahe Wohngebieten und Menschen .
            Ich lasse dieses Totschlagargument der Grünen und Windkraft Lobbyisten nicht gelten .

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    Birgit J

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    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Hm…. „Unter der Voraussetzung, dass die eingeleiteten Windmessungen der EnBW ein positives Ergebnis für eine wirtschaftliche Errichtung der Windkraftanlagen auf dem hinteren Heuberg erbringen sollte und die Zulässigkeit durch die Umweltgutachten bestätigt ist, werden wir den Bau der Anlagen unterstützen.“ … auf der einen Seite.
    „Die Anlage ist wirtschaftlich sinnvoll.“ und
    „Der Natur- und Artenschutz wird durch Umweltgutachten garantiert.“ … auf der anderen Seite.
    Liebe Grüne – das passt nicht zusammen! Wenn ein Gutachten abgewartet werden soll, kann man nicht wenige Zeilen später das gewünschte Ergebnis als gegeben auflisten… Ich zumindest komme mir da verschaukelt vor.

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      Ulli Hoffner

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      Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg Als Antwort auf: Birgit J
      Völlig richtig! Das ist in sich unlogisch!

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      Lohr

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      Total richtig und entlarvend. Wenn man jetzt schon die Wirtschaftlichkeit im Vorfeld bestätigt ohne die Windmessung zu kennen , dann weiß man ja im umkehrschluss , dass es nicht im Wind , sondern um Subventionen geht . Außerdem ist es sehr einseitig , wenn der Investor sein Gutachten selbst erstellen lässt , ohne dass eine Gemeinde oder andere unabhängige ein zweites Gutachten erstellen lassen bzw. müssen . Aus diesem Grund hat der Verein Gegenwind Walzbachtal – Weingarten ein Gutachten selbst in Auftrag gegeben . Da das Gebiet so ökologisch wertvoll ist , dürfte das Gutachten ja nichts gutes für eine Investition bringen , die gegen Artenschutzgesetze verstößt .

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    Thomas

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    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Bitte schaut euch mal diese Sendung an:
    https://www.arte.tv/de/videos/097886-010-A/windkraft-fluch-oder-segen/
    danach kann jeder seine Meinung bilden. Leider, und nicht nur in dem Bereich, werden den Gemeinden/Verwaltung/räten rosarote Elefanten verkauft. Die Konsequenzen sind hinterher nicht mehr rückgängig zu machen. Interessant ist jedoch, dass eben obig genannten Damen u. Herren nicht in der Lage sind, einfach mal jemand zu fragen, der sich damit auskennt geschweige auf Erfahrung von anderen Gemeinden (dessen Einwohner) zu greifen.

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    wessinga

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    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Aha, jetzt gehts plötzlich? Ich meine den Verkehr durchs Mauertal, denn wie sonst sollen die hunderte Tonnen Aushub, Beton für Fundamente, das ganze schwere Gerät bis hin zum ultra Autokran um die Rotorblätter in dieser höhe zu montieren, zur Baustelle und zurück kommen?
    Das „sensible“ Mauertal wird zur Schwerlasttrasse. Ich dachte die grünen sehen weiter als nur bis zum Tellerrand. Nach der Förderung, wenn die Wartungskosten den Ertrag übersteigen, wird, wie so oft in D der ganze Rotz wieder abgerissen. Nur die Flächen bleiben vesiegelt und die Gegend verschandelt mit den Altlasten dieser Reibachmühlen. Dankauch.

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    Ingo

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    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Leider liest man diese Kommentare in dieser Form immer wieder und es kommt mir fast so vor, als ob sie abgelesen wurden.
    Jüngst in einem Spiegelbericht kam dazu etwas: https://www.spiegel.de/wirtschaft/windenergie-so-verhindert-die-anti-windkraft-bewegung-neue-anlagen-a-46d88419-3b1d-427d-b6c0-cf696fec283c
    Es gibt dazu auch ein schönes Organigramm:
    https://energiewende.eu/wp-content/uploads/2021/01/Verbindungen.svg
    Ein damaliger Vorstandsvorsitzender der RWE sagte im Zusammenhang mit der Errichtung der ersten Windanlage in Deutschland (Growian) wir bräuchten diese Anlage, um zu beweisen dass es nicht geht. Das war in den frühen 80ern und man weiß schon lange dass es geht. Windkraft ist sinnvoll, günstig und im Idealfall lokal erzeugt. Jeder, der etwas anderes behauptet sollte sich eingehend mit diesem Thema auseinandersetzen.

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      Pusteblume

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      Ja, Windkraft macht Sinn – in Offshore-Anlagen und schwachbesiedelten Gegenden in Norddeutschland. Angesichts der SPIEGEL-Links muss daran erinnert werden, dass Merkel 2011 die Energiewende durch eine Abkehr vom Atomstrom einleitete.
      ABER: jetzt zeigt sich in vielen Staaten: Atomstrom ist die noch immer einzige Lösung, um die Klimaziele zu erreichen.

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        Ingo

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        Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg Als Antwort auf: Pusteblume
        Oh, jetzt stimmen noch die Freunde der Nuklearia in das hohe Lied des Widerstands gegen die EE.
        Da hätte ich doch ganz gerne ein Beispiel der vielen Staaten. Wie soll das Problem der Endlagerung gelöst werden. Ja es muss Endlagerung heißen, den die Gefährlichkeit des radioaktiven Materials übersteigt unsere Vorstellungskraft über die Dauer der Gefährlichkeit. Atomenergie ist nicht sicher und auch nicht konkurrenzfähig in Bezug auf ihre Gestehungskosten. Alleine der Dampferzeugende Teil eines AKWs erzeugt höhere Kosten als die EE. Der einzige Grund warum das nicht wirklich öffentlich bekannt ist, ist die Tatsache, dass die Kosten der Kernenergie schon vorher über hohe Subventionen durch jeden Bürger bezahlt werden und zwar bevor er seine Stromrechnung bekommt.

        2011 wurde die Energiewende sicher nicht von Frau Merkel eingeleitet. Die Energiewende wurde über Jahrzehnte ausgebremst und sie wird es immer noch. Der Ausstieg aus der Atomenergie war wohl eher opportun durch die Ereignisse in Fukushima. War der Ausstieg doch der Ausstieg vom Ausstieg.

        Bitte jetzt nicht mit Wasserstoff und Brennstoffzellen für Autos weitermachen 🙂
        Die Herstellung Wasserstoff ist mit hohen Verlusten behaftet, egal ob aus Sonnenergie oder Erdgas.
        Brennstoffzellen-Fahrzeuge müssen weiterhin mit einem Akku ausgestattet sein.

        Zurück zur Windkraft. Fahre ich über die Landesgrenze in die Pfalz empfangen mich WKA. In Winterbach auf dem Engelberg (Rems-Murr-Kreis) stehen weit sichtbar WKA. Das nenne ich Energiewende. Schön wäre es, wenn solche Energieerzeugungsanlagen im Besitz der Bürger wären. Das wäre eine tatsächliche Volkswirtschaft.

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          Pusteblume

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          Die tieferen Hintergründe des „Ausstiegs aus dem Ausstieg“ sind mir durchaus bekannt; der Hinweis war auch nicht als Merkel-Verklärung gedacht, vielmehr zielte ich darauf ab, dass das ambitionierte 2° – Ziel beim Welt(!)klima leider nur durch weitere Atomkraftwerke (wenn auch bald außerhalb der BRD) gewährleistet werden wird. Das muss uns nicht gefallen, es ist aber so! Der SPIEGEL und die FAZ berichteten bereits über die hohe Anzahl an zusätzlichen AKW weltweit; das ist der Beitrag vieler Industrie- und Schwellenlänger zur Verringerung der Klimaerwärmung!

          Die Anzahl der geplanten AKW-Neubauten können Sie hier auffinden:

          Geplante Atomreaktoren weltweit nach Ländern 2020 | Statista

          Der Anteil Deutschlands bei der Klimaerwärmung beträgt 2%, wie ein Leser hier (oben) mitteilt, laut FAZ beträgt der Anteil 3 % nach neuesten Studien. Wenn man diese globale Dimension im Blick behält, wird deutlich, wie unbedeutend dieser regionale Windrad-Fetischismus ist. Gleichzeitig bedeuten diese Bestrebungen der GRÜNEN, dass dabei auch noch andere Erwerbsquellen der Menschen langfristig minimiert werden (vgl. Tourismus).
          Im Übrigen hat kein einziges der Windkraftanlagen bei Ihren erwähnten Ausflügen die ungeheure Dimension der fünf EnBW-Giganten.
          Fazit: Großer Schaden für den hier noch bestehenden Naturraum und eine bislang ungekannte Heimatzerstörung, welche die hiesigen Grünen als „optische Beeinträchtigung“ verniedlichen. Allein durch diese Sprachkosmetik wird der dogmatisch verstellte Blick dieser Partei offenkundig.

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    Anne

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    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Für mich sind viele der Argumente, die „Windkraftgegner “ hier aufführen nicht so richtig nachvollziehbar. Wir werden in Zukunft um den Klimawandel aufzuhalten nicht umhin kommen, die Ressourcen, sie uns die jeweiligen Regionen anbieten zu nutzen . Die Diskussionen, die hier geführt werden, kenne ich tatsächlich schon aus den 80 igern und wundere mich, dass wir immer noch so wenig Akzeptanz wie vor fast 40 jahren haben. Unabhängig, davon, ob ich wiederhole, möchte ich dennoch in Stichworten ein paar Argumente aufzeichnen : Kostenloser Rohstoff, keine schädlichen Abgase, keine Abfälle, keine Verunreinigung der Gewässer, geringe zusätzliche Kosten, ein Windkraft läuft in der Regel gute 20 Jahre. Mir würden noch viele Argumente einfallen, möchte es aber dabei belassen.In der Hoffnung, dass unsere Nachfahren nicht für unsere Unterlassungssünden büßen müssen.

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    Pusteblume

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    Jetzt erst nach der Landtagswahl beweist die hiesige Fraktion der Grünen ihren beengten Blickwinkel auf eine höchst sensible Problematik. War man vorher zu feige dazu?
    Unter dem neuen Götzenbild „Klimaschutz“ wird eines der wenigen Naherholungsgebiete in dicht besiedeltem Raum zerstört. Wieder werden dabei die immergleichen Dogmen bemüht und dabei eine geringe Vorstellungskraft der projektierten Baustellen auf dem Heuberg unter Beweis gestellt.
    Es endet mit Behauptungen und hehren (leeren?) Ankündigungen:
    • Die Windkraftanlage leistet unseren lokalen, angemessenen Beitrag dafür, die Klimakatastrophe aufzuhalten und unseren Kindern und Enkeln ein Leben in einer intakten Umwelt zu ermöglichen.
    >> Tatsache: ein Stück Heimat und ein bereits geschütztes Naturgebiet werden gnadenlos vernichtet. Der spätere Abbau der Anlagen ist genauso ungeklärt wie die Atommüllendlagerstätte.
    • Die Anlage ist wirtschaftlich sinnvoll.
    >> Tatsache: das ist reines Wunschdenken. Die Grünen befördern hier nur eine Subventionspolitik und Kapitalförderung eines landeseigenen Betriebs.
    • Der Schutz der Gesundheit aller Anwohner*innen wird gewährleistet.
    >> Tatsache: Es gibt keine Anhaltspunkte bei den bisherigen Anlagen, deren Anlieger Opfer der EnBW oder anderer Unternehmen geworden sind, dafür, dass z. B. Dreifachverglasung als Lärmschutz gratis angeboten wurde oder Wertverlustausgleiche der betroffenen Immobilien in den betroffenen Ortsteilen stattfanden. Ferner sind noch nicht alle Gesundheitsbeeinträchtigungen abschließend erforscht.
    • Der Natur- und Artenschutz wird durch Umweltgutachten garantiert.
    >> Tatsache: Die Grünen scheinen dieses Gutachten nicht zu finanzieren. Ein gemeinnütziger Verein muss dies über Spendengelder leisten.

    Fazit: Die Grünen der 80er Jahre hätten so einen menschenfeindlichen Gigantismus als kapitalistische Fehlentwicklung bewertet und bekämpft.

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    Andre

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    Warum glauben den einige das wir nichts gegen den Klimawandel unternehmen möchten . Auch Weingarten sollte seinen Beitrag dazu leisten . Aber doch bitte ohne das zu zerstören was wir schützen müssen. Es gibt genug Möglichkeiten und Techniken sinnvoll im Windschwachen Süden . Wir können bei uns auch Strom erzeugen ohne neue Flächen zu versiegeln und wertvolle Natur zu opfern . Warum sind eigentlich die Grünen so versessene auf die Windkraftanlagen . In 20 Jahren haben wir Tonnen von Sondermüll in Form von Flügeln der Anlagen ( siehe USA ) .

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      Ingo

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      Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg Als Antwort auf: Andre
      Die Flügel werden schon seit längerer Zeit „geschreddert“ und sind in diesem Zustand ein gerne verwendeter Zusatz in der Betonindustrie. Klar man kann auch ohne Beton bauen.

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        Andre

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        Antwort auf Ingo : Ach so ja , da war ja was . Für die 247 Meter hohen Anlagen in Weingartener braucht man auch Tonnen von Beton . Aber die Beton Industrie ist doch einer der größten Klima Sünder . So weit ich informiert bin wird bei der Herstellung von Beton eine Unmenge an CO2 ausgestoßen. Aber natürlich man kann auch dies alles unbeachtet lassen, Hauptsache Windkraft und nichts anderes , Koste es was es wolle .

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    Siegfried Vogt

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    Als Naturwissenschaftler, der sich beruflich viele Jahre mit den hiesigen Windverhältnissen beschäftigte, erlaube ich mir folgende drei „unbequeme Wahrheiten“ auszusprechen:

    Fakt Nr. 1
    Jedes Kind weiß, dass der Wind bei uns oftmals nur schwach säuselt oder gar nicht weht. Die Windgeschwindigkeit ist dann kleiner als 3 m/s. Werden alle diese Zeiten übers Jahr aufsummiert sind es etwa 3 Monate. Ein Windrad setzt sich erst bei höheren Windgeschwindigkeiten in Bewegung. Also gibt es während 3 Monaten keinen Windstrom. In weiteren 5 Monaten weht der Wind dann etwas stärker. Bis maximal 6 m/s. Nun bewegen sich die Rororblätter und es wird etwas – wenig Strom erzeugt. Die Strommenge in diesen 5 Monaten erreicht aber nur etwa 15% der Jahresstrommenge. Damit können bestenfalls knapp 100 Haushalte pro Windrad mit Strom versorgt werden.
    Eine sichere, zuverlässige Stromversorgung mit Windstrom ist bei uns also naturgesetzlich nicht möglich.

    Fakt Nr. 2
    Sollten die 5 Anlagen am Heuberg gebaut werden, könnten laut Prognose der ENBW maximal 76 GWh Strom in einem Jahr erzeugt werden. Allerdings zeigen die Ertragswerte bereits gebauter Anlagen, dass die Ertragprognosen, die vor dem Bau neuer Anlagen gemacht werden, viel zu optimistisch sind. Realistisch ist eine Strommenge von 60 GWh.

    Der gesamte Strombedarf in Baden-Württemberg (BW) beträgt derzeit 60 300 GWh. Folglich wird durch den „ Grünen Windstrom“ der Heuberg- Windräder der Strommix in BW um maximal 0,13% , realistisch aber nur um 0,08%, „klimafreundlicher“.
    Das Opfer, das Weingarten und Walzbachtal für das Gelingen der Energiewende bringen soll, ist selbst im regionalen Massstab im Promillebeich. Im globalen Massstab also völlig zu vernachlässigen!

    Fakt Nr. 3
    Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Anteil des menschgemachten Klimawandels nur durch eine Reduktion der CO2 Emissionen gestoppt werden kann. Obwohl wir in Deutschland seit Jahren den Ausbau der regenerativen Energien massiv fördern und vorantreiben ist der CO2- Ausstoß in BW speziell im Stromsektor nicht weniger geworden.

    Im Gegenteil !
    Zwar erhöhte sich der Anteil der regenerativen Energien in BW von 17% im Jahr 2010 auf 27% im Jahr 2019. Der CO2 Emissionsfaktor aber stieg von 250 g/KWh im Jahr 2010 für den Strommix in BW auf 300 g/KWh im Jahr 2019. Betrachtet man nur den Strommix der ENBW, so war der Anstieg noch höher und erreichte den Wert von 419 g/KWh.

    Zum Verständnis:
    Der CO2 Emissionswert gibt an, wieviel CO2 freigesetzt wird um eine Strommengen von 1KWh bereitzustellen.

    Das grüne Mäntelchen der ENBW ist eigentlich eine Taschentrickspielerei

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    Raimund Würtz

    |

    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Gut zitiert ist halb gewonnen!

    “Der Niedergang der Elektroautos setzte ab etwa 1910 ein“. Sie lesen richtig. Musk und Co. sind gerade dabei, sich mit einer alten Krone zu schmücken. Das Dilemma: “Dringend notwendig sind Lösungen zur Bereitstellung von sauberer, zuverlässiger und dennoch kostengünstiger Energie“. Huhn oder Ei, die alte Frage. “Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Speichertechnik“, werden von den Dorfgrünen als Problemlöser genannt. Die Textvorlage klingt nach 1980.

    Hinsichtlich der “Grenzen des Wachstums“ hat der Club of Rome schon 1972 erste Studien vorgelegt und 1999 die “Hypnotisierte Gesellschaft“. Hypnotisiert und manipuliert am lustbetonten, uneingeschränkten Verbrauch. Jetzt, die gleiche Meute, paralysiert am nicht vorhandenen, dem exponentiell fortschreitenden Strombedarf. Krypto-Währungen, Mining, Cloud-Lösungen etc. pp bis 2030 dreifacher Stromverbrauch. Allein das haut alle Windräder um, weil sie in Überlast laufen müssen. Auch wenn sie das heute aushalten, morgen werden sie an Musk & Co. kläglich kollabieren. Kostengünstig? Der Mangel wird einen kostentreibenden Wettbewerb entfachen. Der private Endverbraucher steht plötzlich mit vielen Verbrauchsgiganten im Wettbewerb. Der ganze Energiezirkus ist ein aus Not geborener Mockup, der auf den Markt geworfen wurde noch vor Funktionsprüfung, nicht tauglich aber viel zu spät. Paradox!

    Wahnsinn, das Gebastel. Auch der Hypnose und Energieaufwand, der uns glauben machen will, Teufel könnte man mit Beelzebub austreiben. Bleibt zu hoffen, dass Millionen dieser Brummer ausreichen.

    Zum Thema. Bei der geplanten und in neue Dimensionen vorstoßenden Anlage ist eine gründliche Einzelfallprüfung Pflicht und eine Normenkontrollklage angemahnt.
    Hier zwei Links, die über den aktuellen Stand der Technik und des Wissens hinsichtlich Akustik informieren. Gilt auch für die B 293. http://regionalverband-taunus.de/data/documents/Gutachten-Schall-Normen-TA-Laerm-.pdf https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/290/22wFEQ7q9U2VE.pdf?sequence=1&isAllowed=y (blocked for ignorant persons).

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      Orakel

      |

      Als Antwort auf: Grüne wollen HeubergAls Antwort auf: Raimund Würtz
      Sehr geehrter Herr Würtz, mir ist nicht klar, worauf sich I hre Aussagen beziehen und worauf Sie abzielen. Vielleicht haben Sie sich auch nur mit Ihrem Post verklickt?

      Reply

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    Gondelsheimer

    |

    @Herr Vogt: Ideologisch Verblendete lassen sich nicht durch Fakten beirren (die ich ihnen hier mal unterstelle)…

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    Raimund Würtz

    |

    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Angenommen, Sie wollen auf sich aufmerksam machen und Ihr Kommentar ist als Bewerbungsschreiben gedacht. Antwort: Ich habe schon ein Orakel und das bekommt alles zusammen. Da gibt es kein Verklickern. Verstanden!

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    Orakel

    |

    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Jawoll! Untertänigsten Dank für die Ihre aufschlussreiche Antwort.

    Reply

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      Raimund Würtz

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      Pseudo

      “Raimund Würtz“ wünscht sich vom “Orakel“ keinen untertänigsten Dank, sondern die Nennung seines Namens. Oder es bleibt beim systemimmanenten, orakelnden Geholze.

      Reply

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    Orakel

    |

    Als Antwort auf: Grüne wollen Heuberg
    Das können wir uns schenken; wichtig ist, dass Sie die Windräder nicht unterstützen und das auf Ihre eigene Weise tun. Ich bedaure, dass ich Ihre gute Absicht nicht gleich in Ihren Ausführungen erkennen konnte.

    Reply

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