Header

Glück im Unglück

Von Glück im Unglück mag man kaum sprechen bei einem Unfall, der sich am Montagmorgen um 7:25 Uhr auf der Bundesstraße 293 zwischen Bauerbach und Flehingen zutrug. Glück war nur deshalb im Spiel, weil sowohl die beteiligte Mutter als auch ihr Kind bei einem nur geringfügig anderen Unfallverlauf hätten tot sein können.

Beide wurden schwer verletzt. Die Mutter wurde mit einem Hubschrauber der Rettungsflugwacht nach Ludwigshafen geflogen, das Kind ebenfalls mit dem Hubschrauber in ein Mannheimer Krankenhaus.

Die übrigen Beteiligten wurden leicht verletzt auf die Krankenhäuser in Mühlacker, Bruchsal und Pforzheim verteilt. Der betroffene Streckenabschnitt musste voll gesperrt werden. Erst nach Beendigung der Aufräum- und Reinigungsarbeiten gegen 11:30 Uhr konnte die Vollsperrung wieder aufgehoben werden. Die Strecke wurde gegen 11:30 Uhr wieder frei gegeben. An den insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen sowie an der ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Leitplanke entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 90.000 Euro.

Der Unfall ereignete sich etwa auf halber Strecke zwischen den Abfahrten Bauerbach und Flehingen auf der Höhe des Wilfenbergs. Auf zwei von Flehingen her kommend nach links in einen Waldweg abbiegende Personenwagen waren die folgenden Fahrzeuge dicht aufgefahren. Die nachfolgende 29-Jährige Audi-Fahrerin bemerkte offenbar zu spät die vor ihr stehenden Fahrzeuge. Beim Versuch nach links auszuweichen stieß sie mit ihrer rechten Fahrzeugfront gegen einen vor ihr stehenden Mercedes. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Mercedes so stark nach vorne geschoben, dass dieser sowie die beiden davor befindlichen  Autos aufeinander  geschoben wurden.

Der Audi der 29-Jährigen schleuderte quer über die Gegenfahrbahn und wurde dort frontal von einem entgegenkommenden Transporter eines Pforzheimer Handwerkers seitwärts auf der Höhe des Fondsitzes so massiv getroffen, dass er um die eigene Achse geschleudert wurde und entgegengesetzt der Fahrtrichtung wieder zum Stehen kam. Dabei erlitten die 29-jährige Fahrerin sowie ihre zehn Jahre alte Mitfahrerin schwere Verletzungen und wurden im Fahrzeug eingeklemmt. Den alarmierten Rettungskräften gelang es schließlich, die beiden im Audi eingeklemmten Verletzten zu befreien.

In allen beteiligten Fahrzeugen lösten die Airbags aus. Nur das und die stabile Bauweise der Fahrzeuge hätten Leben gerettet, meinten die anwesenden Beamten des Polizeireviers Bretten. Ein Aufprall des ebenfalls völlig zerstörten Transporters nur 50 Zentimeter weiter vorne auf der Fahrertür wäre für die Fahrerin allerdings ebenso tödlich gewesen wie für das Kind, wäre es direkt hinter der Mutter gesessen. 

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links