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Erstlingswerk

Der in Jöhlingen wohnende Autor mit der Premiere in der Bücherecke
Tom Glasauer ist ein Newcomer im Literaturgeschäft. Umso erstaunlicher ist es, dass er mit seinem Erstlingswerk „Das Geheimnis des Seelenspiegels“ bei einem so renommierten Verlag wie dem amerikanischen Random House untergekommen ist. Der Brettener, jetzt in Jöhlingen wohnende Autor bekennt sich offen zu seinen mehrfachen Burnouts, die er in dem Buch verarbeitet hat. Aber nicht als einen Ratgeber, wie er während seiner allerersten Lesung als Autor in der Jöhlinger Bücherecke verriet: „Ratgeber zum Thema Burnout gibt es schon genug!“ Er verpackte seine eigenen Erlebnisse in ein orientalisch anmutendes Märchen, das ein bisschen an eine der Geschichten aus „1000 und einer Nacht“ erinnert.

Tom Glasauer liest in der Jöhlinger Bücherecke

Tom Glasauer liest in der Jöhlinger Bücherecke

Es ist nicht schwer in der Unzufriedenheit des Protagonisten Mansaar autobiographische Elemente zu entdecken: Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben trotz schöner Frau, wohlgeratenen Kindern und beruflichem Erfolg. Der tiefe Fall in Verzweiflung führt ihn vergeblich zu den angesehensten Ärzten. Mansaar begibt sich auf eine lange und beschwerliche Reise und die Suche nach Zufriedenheit und dem Sinn des Lebens. Sie endet in der in vielfachen Wendungen beschriebene Erkenntnis: Lebe dein Leben, lass dich nicht von anderen fremd bestimmen und sei es dein wohl meinender Vater. Einer der Rezensenten, die das Buch schon haben besprechen können, kommt zu der treffenden Schlussfolgerung: „Die jeweilige Bedeutung präsentiert der Autor auf den Silbertablett“, was auf der einen Seite für leichtes Verständnis sorge, auf der anderen Seite dem Roman jedoch ein wenig das Geheimnisvolle nehme.

Leicht ist auch die Sprache, derer sich Tom Glasauer bedient. Sie kommt an etlichen Stellen in märchenhaftem Stil daher. Etwa wenn sich „seiner Brust ein tiefes Schluchzen entrang“ oder wenn „Tränen seine Wangen befeuchteten“. Diese sprachliche Anmutung spiegelte sich während seiner Lesung in der Bücherecke wider. Ruhig, fern von jeder Theatralik trug er lange Ausschnitte aus seinem „Seelenspiegel“ vor, ohne am Ende jedoch den Clou des Buches zu offenbaren.

Tom Glasauer liest in der Jöhlinger Bücherecke

Tom Glasauer liest in der Jöhlinger Bücherecke

Eines verriet er den zahlreichen Besuchern in der sich anschließenden Fragerunde aber doch. Das Erstlingswerk wird nicht sein letztes bleiben. Er arbeitet schon an einem zweiten. Es wird das gleiche Thema von einer anderen Seite beleuchten, nämlich aus der Sicht derer, die an der Seite eines Burnout-Opfers dessen Entwicklung beobachten.
Tom Glasauer liest in der Jöhlinger Bücherecke

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