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Gläsern genossen

Gläsern präsentierte sich am gestrigen Sonntag der Diedelsheimer Spitalhof Kern. „Wir haben nichts zu verbergen. Zu uns kann jederzeit jeder kommen. Die Leute können alles sehen, was wir machen und was wir unseren Tieren füttern,“ zeigte sich Junior-Chef Alexander Kern selbstbewusst. Er lege großen Wert darauf, den Verbrauchern die Landwirtschaft und ihre Arbeitsweise näher zu bringen. Ganz offen geht er mit dem Thema Pflanzenschutz um. Pflanzenschutz heiße eben im Wortsinn: Pflanzen schützen. Der Landwirt der – wie beispielsweise in diesem Jahr – seine Ähren bei einem entsprechenden Schädlingsbefall nicht schütze, der müsse mit einem Totalausfall rechnen. Die Ernte dürfe nicht einmal mehr als Futtergetreide verwendet werden. Sorgloses und unbeschwertes Genießen stand denn auch am gestrigen Sonntag im Mittelpunkt. Denn alles was gestern auf den Kernschen Tisch kam, stammte ausschließlich aus der eigenen Tierhaltung und Direktvermarktung, die das ganze Jahr über im ehemaligen Bauernhof der Kerns in der Diedelsheimer Ortsmitte betrieben wird. Selbst ist der der Mann stand als Motto auch über der Organisation des Tages. Kein Verein, kein Caterer kümmerte sich um das leibliche Wohl der vielleicht 2500 Gäste. Ausschließlich Mitglieder der weitläufigen Verwandtschaft und Freunde wieselten zwischen den 1000 Plätzen hin und her, brutzelten Steaks, sotten das das Fleisch, gaben Getränke und Kuchen aus. Der Gewinn des Tages halte sich trotz des Besucheransturms eher in bescheidenem Rahmen. Das wisse er aus den Erfahrungen der Vergangenheit, meinte Alexander Kern. Das sei ihm andererseits auch nicht so wichtig, vielmehr die Werbung für die Landwirtschaft und für die Direktvermarktung, die das Jahr über das Geschäft bringe. Nach Essen und Trinken nutzten denn auch viele der Besucher die Gelegenheit zu einem Rundgang über den Hof. Allüberall waren Tafeln angebracht, die über die Produktionsabläufe informierten. Besichtigt werden konnte auch der umfangreiche Fuhrpark den Vater Martin und Alexander Kern das Jahr über einsetzen. Eine Maschinenausstellung demonstrierte die Futterherstellung auf dem Feld und deren Verarbeitung. Die Kinder zog es nicht nur zu dem kleinen Streichelzoo und den Ställen, in denen die Vierbeiner gemütlich wiederkäuten. Interessierte Beobachter waren dort Hanna, Nadja und Thomas Bort. Mit Papa Peter waren sie aus der Brettener „Brunnenstube“ gen Bauernhof gezogen, um sich nicht zuletzt auch auf der aus Strohballen aufgebauten Hüpfburg zu vergnügen.    

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