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Gewerbesteuer steigt

Überraschung bei der Vorlage des Walzbachtaler Haushaltzwischenberichts

„Wir stehen relativ gut da, auch wenn uns Corona voll erwischt hat“, so kündigte Bürgermeister Timur Özcan den Haushaltszwischenbericht an, den die stellvertretende Amtsleiterin der Kämmerei Yvonne Kottucz dem Gemeinderat abgab und den der Gemeinderat einstimmig zur Kenntnis nahm.

Diese positive Einschätzung wurde besonders bei der Vorstellung der Gewerbesteuer deutlich. Im Gegensatz zu den allgemein zu hörenden Klagen, dass die Gewerbesteuer eingebrochen sei, war in Walzbachtal das Gegenteil der Fall. Der Gemeinde lägen zwar – so berichtete Kottucz – krisenbedingte Herabsetzungen der Gewerbesteuervorauszahlungen in Höhe von rund 140.000 Euro vor. Dennoch zeichnet sich in der Gewerbesteuer derzeit ein überplanmäßiger Ertrag ab, was darauf hindeutet, dass andere Firmen umso mehr verdient haben. Corona mache sich vor allem bei Einnahmeverlusten in den Kindergärten bemerkbar. Aufgrund der coronabedingt gewährten Nachlässe bei den Essensentgelten im April, Mai und Juni sei mit einem Defizit von 30.000 Euro zu rechnen.

Die Gemeindekasse sei das gesamte erste Halbjahr über liquide gewesen. Kassenkredite mussten nicht in Anspruch genommen werden. Positiv entwickeln sich die Personalausgaben, allerdings aus eher unangenehmen Gründe. Die veranschlagten Personalaufwendungen in Höhe von 9000000 Euro ausreichend. Durch lange Krankheitsausfälle und Verzögerungen bei Neueinstellungen und trotz eingeplanter Tariferhöhung rechne sie mit Minderaufwendungen in Höhe von 280.000 Euro. In ihrem Gesamt-Resümee ging Yvonne Kottucz von einem Fehlbetrag von lediglich 30.000 Euro aus.

Ihren Dank stattete die CDU-Fraktionsvorsitzende Jutta Belstler der grün-schwarzen Landesregierung ab für die starke Unterstützung, die sie bisher den gebeutelten Kommunen hat zuteil werden lassen, zumal diese Unterstützung auch für 2021 zu schon zugesichert worden sei. „Wir können durchatmen!“ meinte sie und zeigte sich deutlich erleichtert, dass die ohnehin in schwierigen finanziellen Verhältnissen manövrierende Gemeinde nicht weiter belastet wurde. „Wir müssen keine Investitionen zurückhalten und können alle Projekte durchführen. Es gibt keine Katastrophe“, lautete ihre Schlussfolgerung.

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