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Gespräche

Eltern und Bürgermeister sprechen über Hort, Kernzeit und Arche-Küche

Ganz schöne Aufregung herrschte bei den Eltern der Kinder, die in Walzbachtal Hort und Kernzeit besuchen, als der Gemeinderat am 27. Januar angesichts angespannter finanzieller Situation der Gemeinde neue Zugangskriterien beschloss. Ebenso viel Aufregung gab es bei den Eltern der Jöhlinger Kindertagesstätte „Arche“ über den Plan, die dortige Küche zu schließen.

Den Unmut beider Gruppen vermochte Bürgermeister Timur Özcan nur mäßig zu dämpfen mit dem Versprechen, mit den Eltern das Gespräch zu suchen. Der Vorwurf stand im Raum, dass zuerst entschieden worden und dann erst das Gespräch angeboten worden sei. Das sei die falsche Reihenfolge.

Mittlerweile fand am 10. Februar tatsächlich auf Einladung der Gemeindeverwaltung ein Gespräch mit Hortleitung, Elternbeiräten und Vertretern aller Fraktionen im Gemeinderat statt. Bereits am 4. Februar waren die Eltern der „Arche“-Kinder dran. „Die Gespräche wurden sehr gut angenommen und waren absolut wichtig, um offene Fragen beantworten zu können. Dadurch konnten die Bedenken und Sorgen der Eltern stark reduziert werden“, fasst Timur Özcan das Ergebnis der Gespräche zusammen. In den gemeinsamen Gesprächen hätten auch einige Ideen gesammelt werden können, wie die Zusammenarbeit in Zukunft besser gestaltet werden könne: „Für mich als Bürgermeister waren die Gespräche absolut sinnvoll und die Rückmeldungen der Eltern waren sehr positiv.“ Er persönlich habe aus dem Vorgehen gelernt, dass die Kommunikation verbessert werden müsse, so Özcan.

Er habe erkannt, dass von vielen Eltern des Horts ein Bestandsschutz von einem Jahr für Berufstätige als sehr wichtig empfunden wurde. Das müsse unabhängig von der Wochenarbeitszeit betrachtet werden, die ursprünglich auf mindestens 16 Stunden angesetzt worden war. Daher bereite die Gemeindeverwaltung für die Gemeinderatssitzung am 9. März einen entsprechenden Tagesordnungspunkt vor, der genau diesen Beschlussvorschlag beinhalte. Die Sorgen aber auch die Ideen der Eltern würden ernst genommen und soweit wie möglich auch berücksichtigt werden, betont Timur Özcan.

Der Vorschlag war bereits vorher von der CDU lanciert worden. In einer Presseerklärung hatte CDU-Gemeinderat Tino Villano die Initiative für einen befristeten Bestandsschutz der bisher im Hort befindlichen Kinder angekündigt. Damit verschaffe man den betroffenen Eltern Zeit, alternative Lösungen zu finden.

Ganz so weit scheint man bei der Küche der „Arche“ noch nicht geraten zu sein. Aus Teilnehmerkreisen war mindestens zu hören, dass der Vorschlag der Gemeindeverwaltung zur Schließung der Küche noch einmal überdacht werden solle. Die von der Gemeindeverwaltung vorgelegten Zahlen  beruhten auf längst überholtem Zahlenmaterial und dem Plan für eine „Luxusküche“.

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Kommentare (1)

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    Morpheus

    |

    Nach den berechtigtem Ärger der Eltern und der Aufregung um das Thema, finde ich es absolut positiv das der Gemeinderat und die Fraktionsvorsitzende scheinbar doch auf die Sorgen und Bedenken der Eltern eingehen. Auch die Einsicht von Herrn Öczan die Kommunikation verbessern zu müssen zeugt von Charakter.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn es tatsächlich zu Anpassungen und Verbesserungen kommt.

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