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Geschichte hinter der Geschichte

Spannung um den Start der Space-Ex

Gestern habe ich einen kurzen Text veröffentlicht zu Beobachtungen des Starts der Space-Ex durch den Weingartener Amateurfunker Ralf Knopf (der anders als ich geschrieben hatte, nicht Vorsitzender, sondern nur Mitglied des DARC Walzbachtal-Bretten ist). Als Reaktion hat er tüchtig nachgelegt und weitere zusätzliche Informationen geschickt, die sich fast so spannend lesen wie ein Krimi. Zu schön, um nur im Mail an NadR in den Orkus zu verschwinden. Hier also die „wahre“ Geschichte aus der Feder von Ralf Knopf:

Am Mittwoch, 27.05.2020 hatte ich Kontakt zu einem Funkfreund in Ludwigsburg. Das Thema war natürlich der Start der SpaceX Rakete mit der Crew Dragon Kapsel. Kurzer Datenabgleich…Ja, das passt. Die Rakete überquert nach dem Start in Florida den Atlantik und von Irland kommend das europäische Festland. Die Flugbahn geht direkt über das südliche Deutschland. Zu dieser Zeit ist es bei uns bereits Nacht, die Kapsel wird aber noch direkt von der Sonne angestrahlt. Der Himmel ist klar, die Uhrzeit passt. Allerbeste Voraussetzungen zur Beobachtung. So bereiten wir uns hier und in Ludwigsburg zur gemeinsamen Beobachtung vor. 1h Stunde vor dem Start. Alle sitzen vor dem Rechner und schauen gespannt den Livestream der NASA. Das Wetter wird schlechter, die Startsequenz läuft weiter. 30 Minuten vor dem Start: die Betankung der Rakete läuft, das wetter wird noch schlechter. Die Nerven liegen blank.

Ca. 17 Minuten vor dem Start kommt die Nachricht über den Startabbruch wegen des schlechten Wetters. Alle sind enttäuscht…

Der nächste Starttermin ist für den 30.Mai um 21:22 unserer Zeit angekündigt. Die Rakete wäre dann 21:45 Uhr über unseren Köpfen. Kurzer Meinungsaustausch: Da ist es doch noch viel zu hell…Das klappt nie…Trotzdem schauen wir wieder den Livestream vom Start. Wieder der Austausch mit den Freunden aus Ludwigsburg. Der Himmel ist bei uns klar, ok es ist noch sehr hell.

21:22 Uhr: Ein Bilderbuchstart. Die Flugbahn passt wie beim letzten Mal. Versuchen wir’s? Na klar! tönt es aus dem Lautsprecher. Alle raus und konzentrierter Blick nach West Nord-West. Um 21:43 Uhr ist die Kapsel in der Sichtbarkeitszone. Der Mond leuchtet bereits hell am Himmel, trotzdem ist es eigentlich viel zu Hell zur Beobachtung. Aus Ludwigsburg kommt ein enttäuschter Anruf. Der Himmel ist zugezogen, wir können nichts mehr beobachten.

Wir geben nicht auf. Konzentration, genau hinschauen. Was war das? Mehrere kurze Lichtblitze aus der erwarteten Richtung…Nein, bestimmt eine Täuschung…wieder und wieder…

Auf einmal ist sie da. Genau wie vorberechnet um 21:45 Uhr direkt über uns! Mit bloßem Auge sehr gut sichtbar. Ein heller, sich ganz schnell bewegender Punkt am Himmel. Smartphone raus, abgedrückt und weg ist sie. Während wir uns noch über die Beobachtung freuen kommt wieder die Meldung aus Ludwigsburg: Auch wir konnten sie kurz zwischen den Wolken sehen.

Niemand hat wirklich damit gerechnet, dass die Raumkapsel bei uns wirklich zu sehen ist. Daher sind wir besonders stolz, dass wir vermutlich das erste (wenn auch schlechtes) Foto der Crew Dragon aus Europa geschossen haben.

Ralf Knopf hatte bereits früher schon direkte Funkkontakte mit den Kosmonauten auf der Raumstation MIR. Das ist heute leider für einzelne Funkamateure nicht mehr möglich. Trotzdem steckt in jedem von uns etwas Forschergeist und eine Portion Jagdtrieb. Manchmal, so wie heute gelingt dann das eigentlich Unmögliche und das ohne großen Technikeinsatz.

es eigentlich viel zu Hell zur Beobachtung. Aus Ludwigsburg kommt ein enttäuschter Anruf. Der Himmel ist zugezogen, wir können nichts mehr beobachten.

Wir geben nicht auf. Konzentration, genau hinschauen. Was war das? Mehrere kurze Lichtblitze aus der erwarteten Richtung…Nein, bestimmt eine Täuschung…wieder und wieder…

Auf einmal ist sie da. Genau wie vorberechnet um 21:45 Uhr direkt über uns! Mit bloßem Auge sehr gut sichtbar. Ein heller, sich ganz schnell bewegender Punkt am Himmel. Smartphone raus, abgedrückt und weg ist sie. Während wir uns noch über die Beobachtung freuen kommt wieder die Meldung aus Ludwigsburg: Auch wir konnten sie kurz zwischen den Wolken sehen.

Niemand hat wirklich damit gerechnet, dass die Raumkapsel bei uns wirklich zu sehen ist. Daher sind wir besonders stolz, dass wir vermutlich das erste (wenn auch schlechtes) Foto der Crew Dragon aus Europa geschossen haben.

Ralf Knopf hatte bereits früher schon direkte Funkkontakte mit den Kosmonauten auf der Raumstation MIR. Das ist heute leider für einzelne Funkamateure nicht mehr möglich. Trotzdem steckt in jedem von uns etwas Forschergeist und eine Portion Jagdtrieb. Manchmal, so wie heute gelingt dann das eigentlich Unmögliche und das ohne großen Technikeinsatz.

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