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Genervte GPA

Schuldenstand der Gemeinde Walzbachtal im Visier der Prüfer

Den Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) für die Jahre 2013-2016 und die Haushaltsjahre 2013-2018 der Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung hat der Walzbachtaler Gemeinderat einstimmig zur Kenntnis genommen. Die Prüfung habe stattgefunden in der Zeit vom 15.04.2019 bis 02.07.2019, informierte die stellvertretende Amtsleiterin der Kämmerei Yvonne Kottucz. Es habe keine großen Beanstandungen gegeben. Insgesamt sei der Gemeindeverwaltung gesetz- und ordnungsgemäßes Verhalten bescheinigt worden, „aber irgendwas finden sie immer“, meinte Kottucz.

„Groß genervt“ habe die GPA vor allen Dingen der Schuldenstand der Gemeinde. Es seien Bedenken geäußert worden, dass die Gemeinde im Laufe der nächsten Jahr in der Lage sein werde ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten. SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Meyer unterstrich diese Beobachtung. Ganz eindeutig sei die Empfehlung gewesen, die Ausgaben zu verringern und die Einnahmen zu erhöhen, wenn man nicht Gefahr kommen wolle, „dass eines Tages das Landratsamt kommt und den Haushalt nicht genehmigt.“

Jutta Belstler sah die Ursache der Situation auch in der aufwendigen Kinderbetreuung. Die Gemeinde tue alles, um kinderfreundliche Gemeinde zu sein. Die Spielräume, die der Gemeinde bleiben, seien minimal. Sie empfahl neue Geschäftsfelder zu suchen, bei denen die Einnahmen der Gemeinde nicht über die Steuern laufen. Man sollte in der gegenwärtigen niedrigen Zinsphase allerdings nicht den Fehler machen, jetzt nichts mehr zu tun. Rat erhoffte sie sich vor der nächsten Haushaltsverabschiedung vom Vorsitzenden der GPA, der ein Gesprächsangebot gemacht habe.

„Fördergelder abzusahnen“ sah Timur Özcan als eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten. Ansonsten müsse Walzbachtal „ganz ganz genau hinschauen, wo es Sinn macht, Investitionen zu tätigen.“

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Kommentare (1)

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    H-C.H

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    Als Antwort auf: Genervte GPA
    Ja, jetzt ist die aufwendige Kinderbetreuung am hohen Schuldenstand der Gemeinde Schuld. Wie macht das aber eine Gemeinde wie Weingarten, die in etwa genauso viele Einwohner hat wie Walzbachtal und über genauso viele Kindergärten verfügt wie Walzbachtal. Liebe Frau Belstler, machen Sie es sich da nicht etwas zu einfach?
    Fakt ist doch, daß die Gemeinde Walzbachtal über Jahrzehnte verschlafen wurde Steuerquellen im Ort anzusiedeln, während andere Gemeinden über interessante Gewerbegebiete verfügen hat man dies in Walzbachtal verschlafen bzw. im Bereich neuer Gewerbegebiete nur gekleckert nicht geklotzt.
    Hinzu kam in den vergangenen Jahres ein massives Bauaufkommen mit Rathaus und prestige Kindergärten mit Großküchen über die sich jedes mittelstänidsche Unternehmen freuen würde, dort im Kindergarten aber nur zum aufwärmen der Speisen benutzt wird, dort wird nicht einmal gekocht. Wäre eine Nr. kleiner nicht auch gegangen ? Nein man hat aus dem vollen geschöpft obwohl man schon damals so gut wie pleite war. Wo waren Sie bei diesen Abstimmungen Frau Belstler und auch die anderen Gemeinderäte und Rätinnen. Also bitte nicht so tun als ob die Kinderbetreuung der Untergang der Gemeinde ist. Der Fehler liegt in der Vergangenheit mit Bürgermeistern und Gemeinderäten die für unsere Gemeinde keinen Weitblick und keine Visionen hatten, sich aber bei jedem Fototermin in den Vordergrund drängten und nach denen man auch noch Straßen genannte ? Für welche Leistung eigentlich ?
    Die Situation der Gemeinde sehe ich zwischenzeitlich so dramatisch, daß nur noch auf Hilfe von „oben“ helfen kann um eine Zwangsverwaltung abzuwenden. Vielleicht nimmt uns aber auch die Stadt Karlsruhe auf als einen weiteren Stadtteil vielleicht ist das die Zukunft.

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