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Gemeinderatssplitterle

Mit gleich vier Anträgen geht die CDU-Fraktion im Walzbachtaler Gemeinderat in die Offensive. Sie zielen auf die bevorstehenden Beratungen für den Haushalt 2021, wie Jutta Belstler bekannt gab. Drei der Anträge sind dem Thema Fahrrad gewidmet. Zum einen will die CDU zwei Ladestationen für E-Bikes installieren lassen. Als Standorte dafür schlägt sie in Wössingen die Böhnlichhalle, in Jöhlingen den Kirchplatz vor.

Die Zweiräder sollen künftig in verschließbaren Fahrradboxen – alternativ Fahrradgaragen – untergebracht werden können. Standortvorschlag dafür sind jeweils die Eilzughaltestellen Jöhlingen West und Wössingen Ost. Und schließlich sollen den Gemeindebediensteten für Dienstfahrten zwei Elektro-Lastenfahrräder mit Solarzellen zur Verfügung gestellt werden.

Unter dem Motto „Dem Morgen starke Wurzeln geben“ beantragt die CDU-Fraktion darüber hinaus mit der interessierten Bürgerschaft eine gemeinsame Baumpflanzaktion im Frühjahr 2021 durchzuführen. Gepflanzt werden sollen trockenheitsresistente Baumarten. Dafür gebe es Fördergelder. Der Antragsausschnitt im Wortlaut:

„Wir schlagen vor, in Abstimmung mit Ihnen, Herrn Förster Christian Wachter im Rahmen der Waldbegehung geeignete Standorte für eine Aufforstung auszuloten. Darüber hinaus sollten die Baumarten festgelegt werden, die Größe der Bäume sowie die Frage geklärt werden, ob Setzlinge mit nacktem Wurzelwerk oder aber Containerpflanzen bestellt werden sollen.“

Mehr Geld gibt es für die Wahlhelfer bei der nächsten Landtagswahl am 14.3.2021. Die Entschädigung für den Einsatz lag 2016 noch bei 40 Euro, 2021 wird es 50 Euro geben wie schon bei der Bundestagswahl 2017 und der Bürgermeisterwahl, berichtete Mirjam Müller-Dietzel.

An ihre Anregung, dass die beiden Walzbachtaler Rektoren ihr digitales Konzept vorstellen sollten, erinnerte Jutta Belstler. Die Pandemie werde uns noch ein Weile begleiten, meinte die CDU-Fraktionsvorsitzende und in diesen Zeiten seien Ergebnisse aus dem Digitalpakt wichtig.  Timur Özcan versicherte, dass er mit den Rektoren im Gespräch sei. Er gehe davon aus, dass sie ihr Konzept dem Gemeinderat am 30. November vorstellen werden.

Das im Jöhlinger Kirchberg geplante Seniorenzentrum kommt nicht richtig von der Stelle. Anlieger des benachbarten Neubaugebiets „Gageneck“ haben dem Projekt einen gewaltigen Stein in den Weg gelegt. Nach der Verabschiedung des Bebauungsplans haben sie beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim (VGH) eine erfolgreiche Normenkontrollklage eingereicht. Der Verwaltungsgerichtshof hat Mitte 2019 auf Antrag den Bebauungs-Plan bis zur inhaltlichen Verhandlung außer Kraft gesetzt. Daran hat sich wohl noch nicht viel geändert. Bürgermeister Timur Özcan bedauerte dies in der letzten Gemeinderatssitzung. „Aber wir werden daran festhalten“, zeigte er sich entschlossen und kündigte an, alle der Gemeinde zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Realisierung des Projekts wahrzunehmen.

Viel Lob hatte Bernd Liebe für die Gemeindeverwaltung parat. Eine Anregung, einen Weg für Motorräder zu sperren, sei einen Tag danach schon realisiert worden.

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Kommentare (9)

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    Klein

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitterle
    Wir werden immer älter und somit steigt auch der Bedarf an Pflegeeinrichtungen.Es ist unverständlich warum da wieder von Anwohnern interveniert wird.

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    DoTo

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitterle
    Elektro-Lastenräder für Gemeindebedienstete ist eine schöne Idee! Bitte jetzt noch für alle nutzbar Leih-Elektro-Lastenräder für Jö. und Wö.. Dann wäre das Argument „Ich brauch ein Auto für den Einkauf“ hinfällig.

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    Björn Ritter

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitterle
    „mit der interessierten Bürgerschaft eine gemeinsame Baumpflanzaktion… durchzuführen“ Ich wär dabei!

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    Ein Walzbachtaler

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitterle
    So wie es aussieht, sind die zukünftigen Anwohner des Altenheimes am Kirchberg wohl im Recht. Sonst hätten die Gerichte bestimmt anders entschieden. Taja liebe Herren und Damen der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates, so kommt es eben wenn man die Anliegen der Bürger ignoriert. Hochmut kommt vor dem Fall. Die Ignoranz der Gemeinde kann sie, in der sowieso angespannten finanziellen Situation, unter Umständen noch teuer zu stehen kommen. Man stelle sich vor, wenn der Träger des Seniorenheimes gegen die Gemeinde klagt.

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    Jöhlingerin

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitterle
    Bei mir stösst es auf totales Unverständnis, warum gegen das Altenwohnheim am Kirchberg von den Anwohnern entschieden wird. Wir werden alle älter, und Eltern und Großeltern, die in Jöhlingen wohnen und geboren sind, wollen auch hier bleiben, aber vor allem sollen Kinder hier überall akzeptiert werden, aber anscheinend ältere Menschen sind nicht gewollt. Am besten das Altenheim irgendwo dort ansiedeln, wo es nicht gesehen wird und es niemanden stören kann. Ja natürlich kann man jetzt sagen, ich wohne ja nicht dort. Richtig ich wohne nicht dort, sondern direkt neben dem neuen Gesundheitszentrum, was auch für alle Anwohner alles andere als einfach war. Aber eine solche Gegenwehr gab es nie und alle sind froh, dass es das gebaut wurde, auch wenn viele Anwohner dadurch Abstriche gemacht haben.
    Ich hoffe, dass es in Jöhlingen gebaut wird, egal wo. Jedoch würde ich im Vorfeld dafür Sorge tragen, dass weder den jetzigen Gegnern für sich selbst, noch für ihre lieben Angehörigen in Jöhlingen irgend wann mal einen Pflegeplatz zur Verfügung gestellt wird.

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    Ein Walzbachtaler

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitterle
    Liebe Jöhlingerin, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind die Anwohner nicht grundsätzlich gegen das Seniorenheim. Sie sind nur gegen den Plan wie es gebaut werden soll. Wollen wir doch mal hübsch bei den Tatsachen bleiben. Polemik hilft hier nicht weiter.

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    Tom

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    Liebe Jöhlingerin,
    klar brauchen wir ein weiteres Heim und eventuell auch am Kirchberg. Ob aber wirklich die Technik, die Küche und die Müllanlage in Richtung Baugebiet stehen müssen und damit zwischen 3 und 5 Metern Abstand zu den dortigen Grundstücken haben, sollte man einmal hinterfragen. Und ich glaube, Liebe Jöhlingerin, das wäre Ihnen sicher auch nicht recht. Oder ist dem so im Gesundheitszentrum?

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      Jöhlingerin

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      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitterle Als Antwort auf: Tom
      Nein dem ist im Gesundheitszentrum nicht so, aber jedes neue Gebäude bringt schließlich was neues oder anderes mit. Dann fragen sie mal die ganzen Anwohner rund herum um das Gesundheitszentrum, wie die derzeitige Parktsituation seit dem Neubau ist. Von der Aussicht die man vorher hatte, die jetzt genommen wurde, und dem damit verbundenen Trubel den ganzen Tag, davon reden wir mal jetzt nicht. Vielleicht ist auch bekannt, dass dort eine Gruppe vom Martinshaus aus Berghausen eingezogen ist und dass es diesbezüglich weder tagsüber noch nachts immer still zugeht. Wenn man mit Mitmenschen zusammenlebt, muss man schließlich Abstriche machen. So nach dem Motto, das hätten wir schon gerne, aber soll alles bleiben wir es ist, geht es nun leider mal nicht.

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    Eine Anwohnerin

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    Ich spreche hier für mich, vertrete hoffentlich auch eine Meinung von den anderen Betroffenen: es geht um den Bau. Ob es ein Heim, eine Schule oder eine Fabrik wäre, ist hier nicht das Thema. Natürlich muß das Interesse älterer Menschen gewahrt werden, das der Anwohner aber auch. Oder nicht? Seitdem wir von dem Bauprojekt erfahren haben, versuchen wir über Gespräche mit der Gemeinde, mitzugestalten. Es ging nie um wann und ob, sondern wo vor allem wie. Bewegung seitens der Bauplannung gab’s nicht, stattdessen Arroganz und Ignoranz. Wenn ein 1-Familienhaus gebaut wird, werden die Nachbarn links und rechts vorab gefragt, um den Bauplan prüfen zu lassen. Und wenn gleich drei Häuser für fast 200 Menschen vor der Haustür gebaut werden? Ich weiß nicht, wie es mit dem Bau von Gesundheitszentrum zugegangen ist. Aber ich bin froh, daß wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben, wo verschiedene Interessen wahrgenommen und gegeneinander abgewogen werden – auch wenn es zwangsläufig länger dauert. Denn Lösungen gibt’s nicht nur eine und Entscheidungen trifft auch nicht einer.

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