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Gemeinderatssplitter

Sprachliche Talente im Walzbachtaler Gemeinderat / Haushalt 2017
Am Montag schon kommt die nächste Gemeinderatssitzung und mit ihr hoffentlich wieder ein paar Gemeinderatssplitter. Doch die alten vom 19.12.2016 sind aus diesen und aus jenen Gründen noch nicht mal erschienen. Bevor sie Schimmel ansetzen, gleich schnell mal hier noch ein paar vom 19. Dezember.

Vom Walzbachtaler Bürgermeister Karl-Heinz Burgey ist man die inflationäre Benutzung von Lieblingsformulierungen gewohnt: Zahllos seine „sportlichen Herausforderungen“, mit der er anstehende Aufgaben des Gemeinderats oder der Gemeindeverwaltung bezeichnet. Oder sein: “Der Gemeinderat entscheidet in Güte und Weisheit“! besonders liebevoll nach Abstimmungsniederlagen gebraucht. Ende Dezember entdeckte er etwas Neues: „Gerüttelt und geschüttelt“ müssten Diskussionsprozesse werden, ehe eine sinnvolle Entscheidung getroffen werden sollte. So gut gefiel dem Schultes diese Formulierung, dass er sie ein ums andere Mal benutzte und schon mit dem Ansatz der Wiederholung für Heiterkeit in den Zuhörerreihen sorgte.

Mit einer weiteren, allerdings nur einmal benutzten Formulierung glänzte an diesem Abend ein anderer. Lars Petri begab sich in geradezu schriftstellerische Konkurrenz zu Peter Bichsel. Mit seinem „Ein Tisch ist ein Tisch“ gelang jenem ein herausragender Buch-Titel. Im Walzbachtaler Gemeinderat bekam er gewaltige Konkurrenz. Lars Petri setzt Bichsel dieses entgegen: „Die Verbreiterung der Zufahrt bedeutet, dass die Zufahrt breiter wird“!!! erläuterte der Planer des Sondernutzungsgebiets eine kleine Änderung des Bebauungsplans „Bäderäcker“.

Damit hatte er einen ebenso kurzen wie gewaltigen Auftritt, denn – wegen eines anderen Termins um einiges zu spät gekommen – konnte er viel mehr als dieses zu der Beratung des Tagesordnungspunktes nicht beitragen.

Genau 4.226,27 unvorhersehbare Euro konnte Kämmerin Anja Leyerle im zweiten Halbjahr 216 in der Gemeindekasse verbuchen. Spenden von Bürgern, einer Bank oder Firmen, die zumeist damit einen sozialen Zweck durch die Gemeinde unterstützt sehen wollen. Details zu den teils überraschenden Spendernamen sind hier (Punkt 10 der Tagesordnung) einzusehen.

Und weil diese Gemeinderatssplitter so spät kommen, kann man sie perfekt verbinden mit der Vorschau auf die nächste Gemeinderatssitzung:
Sie umfasst am Montag, den 9. Januar um 19 Uhr in der Scheune des Wössinger Hofes wenige aber dafür umso wichtigere Tagesordnungspunkte. Bürgermeister Karl-Heinz Burgey wird den ersten doppischen Haushalt 2017 inklusive der Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe einbringen. Die Stellungnahme der Fraktionen mit der Verabschiedung der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2017 sowie der Wirtschaftspläne ist für die Sitzung am 23.01.2017 vorgesehen. Außer den Regularien Fragestunde für die Bürger und Bekanntgaben steht mit den Schreinerarbeiten für Einbauschränke, Büromöbel und Teeküchen nur noch eine der letzten Vergaben für das neue Rathaus auf der Tagesordnung.

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