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Gemeinderatssplitter

Windkraft nicht vergessen / Keine „nette Toilette“ / Wald arrondieren

Das Thema Windkraftanlage auf in dem Heuberg beschäftigt nach wie vor sehr viele Walzbachtaler insbesondere aus Jöhlingen. Zwei Anliegerinnen der Weingartener Straße nutzten die Fragestunde während der letzte Gemeinderatssitzung, um erneut das Thema anzusprechen. Die beiden Damen machten darauf aufmerksam, dass der Bürgermeister während der Fragestunde am 21. September zugesichert hatte, Stellung zu dem Thema zu beziehen.

„Wann können wir damit rechnen?“ fragten sie nach. Sie äußerten zwar Verständnis für die enorme Belastung der Gemeindeverwaltung durch Corona, forderte jedoch dazu auf, Informationen der ablehnenden Gruppe „Gegenwind“ entweder über die Presse oder über Facebook zu verbreiten. Sie würden davon ausgehen, dass die Gemeinde sich gegen das Vorhaben wehren werde.

Timur Özcan  konnte nichts über das hinaus versprechen, außer dem was er schon während jener Fragestunde getan hatte: dass nämlich Walzbachtal nicht Herrin des Verfahrens sei. Er habe verstanden, dass nicht alle mit dieser Planungen zufrieden seien. Allerdings könne man auch erneuerbare Energien nicht vernachlässigen. Selbstverständlich würden im Hintergrund Gespräche mit dem Landratsamt und dem Regionalverband zu dem komplexen Thema geführt. Das Thema werde definitiv nicht vergessen.

Leer war es gestern Abend auf den Bänken der SPD. Uwe Volk Fraktionsvorsitzende Silke Meyer und Bernd Liebe glänzten mit Abwesenheit. Die Fahne der SPD hielt lediglich der junge Lukas Akkan aufrecht.

Nichts wird es mit der „netten Toilette“, die die SPD-Fraktion beantragt hat. Landkreisweit gebe es nur ein Vorbild in Rheinstetten, informierte Bürgermeister Timur Özcan über Nachforschungen der Gemeindeverrwaltung. Das ganze organisatorische Drumherum würde einen Riesenaufwand für die Gemeinde bringen. Damit sei das Projekt für ihn gestorben.

“ Dem Wald geht es nicht nur nicht gut, dem Wald geht es überhaupt nicht gut“, informierte Forstamtsdirektor Timo Boden den Walzbachtaler Gemeinderat. Förster Christian Wachter legte kräftig nach. Rund 2000 Festmeter habe er wegen Borkenkäferbefall fällen lassen müssen. „Eine unvorstellbare Zahl für uns“, berichtete er. Und dies obwohl er und seine Mannschaft sich sehr viel Mühe gegeben hätten, das Übel unter Kontrolle zu bringen. Es sei richtig heftig gewesen „was da abgegangen ist. Wir versuchen noch ein bisschen zu retten, was noch zu retten ist.“

Andrea Zipf fragte nach einer Überarbeitung des Forsteinrichtungsplans angesichts der aktuellen Entwicklungen. An der einen oder anderen Stelle könne sie sich eine Arrondierung vorstellen, die den Wald vergrößern würde.

Verblüffung im Saal, als Timur Özcan während der Fragestunde für die Gemeinderäte einen „Herr Ernst“ ans Mikrophon bat. Doch einen Herr Ernst sucht man vergeblich in den Gemeinderatsreihen. Auf die verblüfften Blicke hin korrigierte sich der Bürgermeister: „Ach so, ich meinte Herr Reichert“ (des Vornamens Ernst).

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