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Gemeinderatssplitter

Wenn das Thema Kindergarten auf der Tagesordnung steht, dann bedeutet das in den letzten Monaten immer volle Hütte. Als es am Montag um die Küche der Jöhlinger Kindertagesstätte Arche ging, war es wieder einmal genauso. Unter Corona-Bedingungen volle Böhnlichhalle. Eltern, Elternbeirat, Erzieherinnen und Kindergartenleitung waren in Dutzenden eingelaufen.

Für viel Aufregung sorgt ja das Thema Windkraft auf dem Heuberg. Einer  der Aufreger ist der Lärm, der von den Rotoren ausgeht. Während auf den Kommentarspalten von NadR fleißig Links geteilt werden, die das mit großer Eindringlichkeit unterstreichen, sah der Vertreter der EnbW darin gar kein oder wenig Probleme. So laut wie eine Waschmaschine im Spülgang war einer der Vergleiche, die er zog oder auch der Lärmpegel einer Bibliothek. Jetzt darf sich der geneigte Leser aussuchen, welche Variante ihm mehr schmeckt.


So richtig heimelig wurde es als Jutta Belstler zur Kritik an der Höhe der Anlage ansetzte. Plötzlich schallte lautstarke Musik durch die Böhnlich-Wände und unterstrich ihre Aussage. Auf dem Parkplatz vor dem Sirtaki, traditionell Tischtennisheim, spielte eine Delegation des Musikvereins dem Jubilar Adam Schmalz kräftig auf.


Und was bisher noch nicht erwähnt ist: die hohen Windkrafttürme sind nicht nur eine Beleidigung für viele Augen. Von ihnen kann auch Gefahr ausgehen, meinte Fluglotse Michael Plaumann und wies auf das Funkfeuer in Wöschbach und militärische Flüge hin, für die es Genehmigungsverfahren bedürfte.


An eine weitsichtige Bitte erinnerte die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Meyer. Die ganzen Aufregungen um die Küche in der Arche hätte man sich sparen können, wäre man dem weisen Rat von Gemeinderat-Jungspund Lukas Akkan gefolgt, der schon im Januar darum gebeten habe, keine  Küchen-Entscheidung zu treffen, sondern ein Gespräch mit den Eltern abzuwarten.


Jetzt scheint eine Lieblings-Idee des FDP Fraktionsvorsitzenden Werner Schön sich endlich seiner Realisierung anzunähern. Die Sanierung des Kreuzungsbereichs von Wössinger Straße, Rappenstraße, Bruchstraße und Bruchsaler Straße wurden in dem Sanierungsplan für die Wössinger Straße ausgespart, weil man nicht Geld verbrennen wolle, wenn mit einem Kreisel die gleiche Fläche noch einmal bearbeitet werden müsse.


Die von Andrea Zipf während der letzten Gemeinderatssitzung geäußerte Bitte, Kindergärtnerinnen und Lehrern Corona-Test zur Verfügung zu stellen, beschied Bürgermeister Timur Özcan positiv. Jedem Mitarbeiter stehe es zu, sich zweimal testen zu lassen.


Der baden-württembergische Landtag hat sich in dem kürzlich beschlossenen Naturschutzgesetzt auch des Themas „Schottergärten“ angenommen, die sich zunehmender Beliebtheit bei den Hausbesitzern erfreuen. Das Gesetz untersagt die Schotterung der Vorgärten. Die Gemeinderatsfraktion der Walzbachtaler Grünen hatte das schon im Rahmen der Haushaltsverabschiedung im Frühjahr gefordert. Ziel war es, dass in den Bebauungsplänen festgehalten wird, dass diese Art der Gartengestaltung entsprechend der Landesbauordnung nicht erlaubt ist. Diesen Antrag zieht die Grünen-Fraktion jetzt zurück, so gab Michael Futterer am Ende der letzten Gemeinderatssitzung bekannt.

Die Grünen begrüßten diese Regelung der grün-schwarzen Landesregierung, die dazu beiträgt, die Artenvielfalt wieder zu stärken und das Mikroklima in unserer Gemeinde zu verbessern, so meinte Futterer weiter. Auch der sehr problematische und umweltzerstörerische Abbau von Schotter werde dadurch reduziert. Die Bürger sollten das neue Gesetz beachten, zumal die Baurechtsbehörden Anordnungen auf den Rückbau der Schottergärten erlassen können.

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