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Gemeinderatssplitter

Im Jahr 2018 hat die Gemeinde Walzbachtal ein gärtnergepflegtes Grabfeld auf dem Wössinger Friedhof eingerichtet. Seine Kapazität ist fast ausgeschöpft wie der Leiter des Bauhofes Sebastian Engel dem Gemeinderat berichtete. Diese Art der Gräber werde von der Bevölkerung gut angenommen. Eine Erweiterung sei erforderlich in unmittelbarer Nähe aber auch möglich. Ein zum Großteil abgeräumtes Grabfeld biete dazu die Möglichkeit.

Dort könnten voraussichtlich 30 neue Gräber geschaffen werden. Der Gemeinderat billigte einstimmig diesen Plan und die Materialkosten in Höhe von 1000 Euro. Die Pflege der Gräber wird die Genossenschaft badischer Friedhofsgärtner übernehmen.


Unproblematisch sah der Gemeinderat den Bauantrag für eine landwirtschaftliche Maschinenhalle in Binsheim. Der Antrag wurde einstimmig gebilligt.


Zwei Gegenstimmen aus den Reihen der CDU erhielt dagegen eine Bauvoranfrage zur Nutzung einer Scheune zu Wohnzwecken in der Schlossstraße 16 in Wössingen. Volker Trumpf war sauer darüber, dass die erst vor kurzem verabschiedete Stellplatzsatzung der Gemeinde hier nicht greift und den Bauherren nicht zur Einrichtung von ausreichend Stellplätzen verpflichtet. Höheres Rechtsgut sei die Landesbauordnung, musste Ortsbauamtmitarbeiterin Skadi Förster den CDU-Mann desillusionieren. Der fand noch einen Kollegen bei der Abgabe seiner Gegenstimme.


Hocherfreut war der Gemeinderat, so fasste Jutta Belstler ( CDU) die Stimmung zusammen bei der Annahme von Spenden, die Bürger, Banken und Firmen im vergangenen Vierteljahr gespendet hatten. Insgesamt waren das 7149 Euro. Die Spenden seien gerade in der finanziell angespannten Situation der Gemeinde hochwillkommen.


An dieser Stelle wurde Uwe Volk schmerzlich vermisst. Er hat in der Vergangenheit diese Gelegenheit immer genutzt, den Spendern seinen Dank auszusprechen für Gaben, die in der heutigen Zeit keineswegs selbstverständlich seien. Für ihn sprang Jutta Belstler in die Bresche. Die Spenden seien gerade in einer finanziell angespannten Zeit hochwillkommen.


Es waren darunter stattliche Summen. Den Spitzenreiter nimmt dieses Mal die Volksbank ein, die 2500 Euro springen ließ für die Kindertagesstätten und die Feuerwehr. Gefolgt von der Weingartener Klebchemie, die der Gemeinde mit Desinfektionsmitteln aushalf (1445 Euro). Für Privatspender ganz herausragend die 750 Euro von Gernot Jäger für die Jugendzentrumsküche.


Mit der Verbesserung der schlechten Akustik bei den letzten Gemeinderatssitzungen in der Böhnlichhalle hat sich die Gemeindeverwaltung Mühe gegeben. Neben den Mikrophonen für die Fraktionsvorsitzenden waren jetzt zwei zusätzliche Standmikrophone aufgestellt, an die die Gemeinderäte eilen mussten, die kein eigenes Mikrophon hatten. Was allerdings dann nicht viel half, wenn sie sich bei ihren Beiträgen vom Mikrophon abwandten.


Für mächtig Ärger in der Wössinger Bevölkerung sorgt derzeit eine Baumaßnahme in der Wössinger Straße im Bereich des Löwen. Dort ist mitunter nur schwer ein Durchkommen, wo die Baufirma die Hälfte der Fahrbahn für sich beansprucht. Durch mangelhaften Stellplatzplanung sei auch nicht damit zu rechnen, so ärgerte sich Jutta Belstler, dass diese Probleme mit dem Ende der Baustelle beseitigt seien.


Abhilfe konnte Timur Özcan auch Andrea Zipf und Bernd Liebe („den Kindergärtnerinnen den Rücken stärken“) nicht versprechen. Sie hatten angerregt, dass das Personal der Kindergärten nach der Wiedereröffnung aus Sicherheitsgründen regelmäßig auf Corona getestet werden sollte. Zipf verwies auf die kulante Regelung in Bayern. Der Bürgermeister antwortete mit den Vorgaben der baden-württembergischen Landesregierung, die in der Frage eine andere Position einnehme. An die wolle er sich halten. Tests würden überdies das falsche Gefühl der Sicherheit vermitteln. Er verlasse sich auf das Management des Karlsruher Gesundheitsamtes.


Mit Ernst Reichert handelte sich ein weiterer Gemeinderat ein Absage des Bürgermeistes ein. Der Grüne wünschte sich eine Verlängerung des in Corona-Zeiten bewährten Zufahrtssystems zum Wertstoffhof. Man könne nicht den TV-Platz belagern, verwies Timur Özcan diesen Vorschlag in den Bereich des Wunschdenkens und wurde von Bauhofleiter Sebastian Engel unterstützt. Der doppelte Personalaufwand sei auf Dauer nicht zu leisten.

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Kommentare (11)

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    DoTo

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Letzte Woche waren wir mit unseren Kindern Radfahren und fuhren durch die Wösssingerstraße. Ganz ehrlich: Eine absolute Unmöglichkeit. Diese Straße ist nicht befahrbar mit Rad und Kindern. Schade, wo doch gerade Stadtradeln stattfindet und andere Gemeinden dafür auch ordentlich Werbung machen. Hier ist Radfahren immer noch sehr gefährlich und wenn Autofahrer den Radfahrern Platz machen, dann rollen sie dabei nicht selten über den Gehweg.

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      Johann Barabas

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      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: DoTo
      Ich finde es auch sehr schwierig in der Wössinger Straße als RadfahrerIn unterwegs zu sein, wie in manch anderen Straßen auch (übrigens auch in Jöhlingen). Allerdings meine ich, dass man sich nicht aus dem Verkehr zurück ziehen sollte. Im Gegenteil. Mehr RadfahrerInnen müssen auf die Straße und offensiv Präsenz zeigen.

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      Steffi

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      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: DoTo
      was ist da da gefährlich ?? einfach an die Regeln halten, auch Radwege gibt es und die nutzen, dann klappts auch.

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        DoTo

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        Radwege? Innnerhalb der Orte Jöhlingen und Wössingen? Wer da mit Kindern – selber fahrend – plus im Fahrradanhänger unterwegs ist, braucht gute Nerven. Entlang der Hauptstraßen gibt es keine perfekte / sichere Lösung.

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    Lars

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    wenn sich die lieben Radfahrer dann auch mal an die Verkehrsregeln halten, so wie es auch immer von den Autofahrern eingefordert wird…

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      Tom

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      Hallo Lars,
      diese Aussage in den Raum zu stellen kann nicht unkommentiert bleiben.
      Soll das erstens heißen, dass sie unterstellen, alle Radfahrer würden sich nie an die Regeln halten? Oder zweitens, dass man sich als Autofahrer nicht an die Regeln halten muss, weil irgendwo ein Radfahrer nicht korrekt war? Ihre Aussage ist mit Verlaub an populistischer Verallgemeinerung kaum zu überbieten. Das Geheimnis liegt in einem verkehrstechnischen Miteinander und gegenseitiger Rücksichtnahme, vor Allem gegenüber Kindern!!!

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        Lars

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        getroffene Hunde bellen anscheinend…Sie werden doch nicht im ernst abstreiten, das der Großteil der Radfahrer es öfter mal nicht ganz so genau nimmt mit der Einhaltung der Vorschriften.
        Radfahrer sind immer vorne dabei, wenn es darum geht, ein „vernünftiges Miteinander“ von den Autofahrern zu fordern. Mir aber zu unterstellen, ich würde behaupten, Autofahrer eine Freibrief zu erteilen, weil sich die Fahrradfahrer nicht korrekt verhalten ist eine Verdrehung meiner Worte die polemischer nicht sein kann. Ich habe lediglich aufgefordert, das sich Radfahrer ebenfalls an das, was Sie einfordern halten sollen. Nicht mehr, nicht weniger….

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          S. Fabry

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          Als Antwort auf: GemeinderatssplitterAls Antwort auf: Lars
          Könnte man bei NadR Zustimmungspunkte oder „Herzlen“ vergeben, mein „Herzle“ wären Ihnen sicher.

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          Tom

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          Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: Lars
          Ich kenne beide Seiten dieser Medaille als Auto-, sowie als Radfahrer. Aus jeglicher Sicht finde ich die Einhaltung der Regeln wichtig. Nur leider ist es halt so, dass „unvorsichtige“ oder uneinsichtige Radfahrer vornehmlich sich selbst mehr gefährden, während Motorisierte eben sehr viel mehr Kollateralschäden verursachen. Ich finde es halt nicht ok, gegen die schwächeren Verkehrsteilnehmer auch noch zu pauschal zu hetzen.

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    Stephan

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    Die Polizei ist im Dauerstress. Im Moment haben Verkehrsrowdys und Raser freie Fahrt !

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    Dass sich Radfahrer an Regeln halten müssen, ist selbstverständlich. Das müssen wir hier nicht diskutieren.
    Aus dem Verkehr zurückziehen als Radfahrer ist nicht die Option. Mit Kindern aber Umwege zu fahren, um nicht die gefährlichste Strecke zu wählen, ist in Walzbachtal aber „leider“ sinnvoll.

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