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Gemeinderatssplitter

Hauptamt neu besetzt / SPD und S4 / Trumpfs stichelige Worte

Auf vielen Rathäusern tut man sich derzeit mit der Besetzung vakanter Stellen schwer. In Walzbachtal ist jetzt schon seit rund einem dreiviertel Jahr die Position des Kämmerers (Kämmerin) nicht besetzt. Ursprünglich in der ehemals Leyerleschen Super-Konstellation als Kombination von Hauptamt und Kämmerei als A-14-Stelle ausgeschrieben fand sich lange kein geeigneter Bewerber. Der gordische Knoten

wurde jetzt durchgehauen mit einem Revirement auf dem Rathaus. Künftig wird es wieder die klassische Zweiteilung in Hauptamt und Kämmerei geben. Heruntergestuft auf eine A-12-Stelle konnte das Hauptamt schnell besetzt werden. Die Bewerberin hatte es nicht weit bis zum Briefkasten auf dem Rathaus.  Julia Walther, im Organigramm der Gemeinde noch Mitte Januar beschrieben als zuständig für Personal, Ausbildung, Arbeitssicherheit, wurde gestern Abend als neue Hauptamtsleiterin dem Publikum vorgestellt und nahm den Platz neben dem Bürgermeister ein.

Auch für die Position des Kämmerers scheint sich mittlerweile etwas zu tun. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, liegen auch dafür mittlerweile qualifizierte Bewerbungen vor, über die der Gemeinderat bald entscheiden wird.

Ein anrüchiges Geschäft ist auf dem Weg der Erledigung. Sascha Fanz` Nachfrage nach Hundetoiletten sei in der Mache, informierte Timur Özcan. Es sei nur noch eine Preisfrage. Die hänge auch von der Zahl der Toiletten ab, die man bestellen wolle. Da wolle man sich noch kundig machen. Zwanzig werden es aber wohl nicht werden, wie Volker Trumpf in die Debatte warf.

Nicht nur an der Stelle hatte der CDU-Mann einen forschen Ton drauf. Als Werner Schön zu einer langatmigen Erklärung der kartellrechtlichen Auseinandersetzung um den kommunalen Holzverkauf ansetzen und seine Kenntnisse als Kreisrat unter Beweis stellen wollte, schnitt ihm Trumpf genervt das Wort ab: „Herr Kollege Schön, das wissen wir alles schon seit vier Jahren!“

Das Holz selbst entlockte ihm weitere stichelige Worte. Er tat sich schwer mit der Einsicht, dass Walzbachtal für die Leistung Holzverkauf zusätzlich etwas an das Landratsamt berappen soll. Nach einer gründlichen Erklärung durch Oberforstrat Simon Boden seufzte er erleichtert auf: „Jetzt hab ich es verstanden“ nicht ohne nachzusetzen: „Aber hat es Herr Wachter (der Walzbachtaler Förster) auch verstanden?“ Zweifel plagten Trumpf trotzdem noch was den Verkaufserlös anbelangt. „Ihnen Herr Wachter traue ich! Aber was die in der Holzverkaufsstelle treiben, das weiß ich nicht.“

Unverständnis äußerte Robert Sprißler in der anfänglichen Fragestunde. Ein in der letzten Sitzung genehmigter Bauantrag in der Jöhlinger Gartenstraße verhindere mindestens vier weitere Baumöglichkeiten. Skadi Förster hatte sofort Aufklärung parat. Der Bauantrag habe nach §34 Bauordnung beurteilt werden müssen und da habe es keine andere Möglichkeit als die Zustimmung gegeben, klärte die Bauamtsmitarbeiterin wohl wissend auf, dass ein Bebauungsplan an der Stelle sehr viel Sinn machen würde.

Mit ihrem „Lieblingsthema“ wie Fraktionsvorsitzende Silke Meyer ankündigte, nahm sich die SPD mal wieder dem Thema  Stadtbahn an. Präzise: Des Eilzugs um 7:44 Uhr Richtung Karlsruhe.Zwei Drittel der Fahrgäste, so rechnete Meyer vor, würden in Durlach umsteigen und das Gleis wechseln, weil sie in die Innenstadt wollten. Die SPD bat den Bürgermeister, beim KVV nachzufragen, warum es zu dieser Fahrplanänderung gekommen und ob es angedacht sei, weiter Züge der S4 vom Bahnhof Durlach direkt zum Hauptbahnhof zu leiten.

Die zwei Drittel fand Michael Futterer „eine mutige Aussage“. Der Grüne sah hingegen einen „gut gefüllten Zug weiter nach Karlsruhe fahren“. Das sei die beste Verbindung der KVV seit zwanzig Jahren. Es gebe viele Dinge, die für diese Direktverbindung zum Hauptbahnhof sprächen.

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Kommentare (1)

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    S.K.

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Ich fahre auch 3x die Woche mit dem Eilzug um 7:47 Uhr ab Jöhlingen West. Frau Meyer sehe ich da regelmäßig. Herrn Futterer dagegen so gut wie nie.

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