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Gemeinderatssplitter

Die finanzielle Situation der Gemeinde erfordert harte Maßnahmen und es gibt Widerstand dagegen

Sparen tut weh. Das klang schon an, als Timur Özcan den Haushalt in den Walzbachtaler Gemeinderat einbrachte. Die Gemeinderäte legten zu der Erkenntnis noch eine Schippe oben drauf bei der Verabschiedung des Haushalts. Mehrfach wurde die prekäre Walzbachtaler Situation damit charakterisiert, dass die Gemeindeprüfungsanstalt damit drohe dem Haushalt die Genehmigung zu versagen, wenn nicht der Gürtel enger geschnallt wird.

Das führte andererseits zu einer spaßigen Parallele. Auf der bei Gemeinderäten ebenso beliebten wie manchmal bemühten Suche nach treffenden Aphorismen stieß die grüne Andrea Zipf bei ihrer Google-Suche auf das gleiche Zitat wie die rote Silke Meyer. Klar im Vorteil war dabei Andrea Zipf, die aufgrund der neuen Sitzverteilung und Machtverhältnisse im Gemeinderat in der Rangfolge der Redner erstmals den Vortritt vor der SPD-Sprecherin hatte. „Alle wollen den Gürtel enger schnallen, aber jeder fummelt am Gürtel des Nachbarn herum,“ lautete ihr den Haushalt charakterisierendes Norbert Blüm-Zitat. Da blieb Silke Meyer anschließend nichts anderes übrig, als resignierend mit dem gleichen Zitat die Segel zu streichen.

Genau so brutal wie bei den Gemeinderäten scheint diese Botschaft draußen noch nicht angekommen zu sein. Auf den Besucherbänken herrschte geradezu Aufregung über Sparmaßnahmen in der Kinderbetreuung. Für die rund 40 besorgten Eltern und Erzieherinnen, die die Fragestunde zu einem Tribunal dagegen zu machen versuchten,  reichten die Stühle im Ratssaal fast nicht aus. Sie laufen massiv Sturm nicht nur gegen die gemutmaßte Schließung der Küche im Jöhlinger Kindergarten Arche, sondern auch gegen die Kriterien, die eine gerechte Regelung für den Zugang in die Hort- und Kernzeitbetreuung bringen sollen.

Bei letzterem scheint der Ärger besonders groß. Wenn beispielsweise für 28 Bewerber nur 13 Plätze zur Verfügung stehen und alle die vom Gemeinderat aufgestellten Zugangskriterien erfüllen, dann kann es zu solch kuriosen Situationen kommen, dass ein Elternpaar im nächsten Jahr keinen Platz für sein Kind erhalten könnte, das in den vergangenen drei Jahren die Kernzeit besucht hatte. Schwer vermittelbar so was und entsprechend groß die Empörung.

Das Geld für eine Erweiterung oder mehr Personal gibt der Haushalt aber einfach nicht her und so muss es zu Härtefällen kommen. Dagegen wehrten sich die betroffenen Eltern eine halbe Stunde tapfer mit Wortmeldungen in der Fragestunde, die zu einem ersten Stahlbad für den Bürgermeister wurde und die er nach fast einer halben Stunde abbrach, nachdem die vielen Eltern einfach nicht locker lassen wollten.

Timur Özcan und musste sich dabei auch schwere Vorwürfe an seine Adresse anhören. Über dieses kitzlige Thema im Gemeinderat zu entscheiden, ohne vorher mit den Eltern gesprochen zu haben, sei ein ganz klarer Verstoß gegen sein im nicht lange zurückliegenden Wahlkampf gegebenes Versprechen, das Gespräch vor Entscheidungen zu suchen. Dies umso mehr, als schon vor der Sitzung ein entsprechender Gesprächswunsch ganz einfach nicht beantwortet worden sei, wie zu hören war. Schließlich war sogar die Rede davon, dass sich die Gemeinde nach einer solchen Entscheidung einer „Klagewelle“ gegenüber sehen könnte, von Leuten, die sich benachteiligt fühlen.

Die Elternbeiratsvorsitzende der Wössinger Grundschule fand es schade, „dass der Elternbeirat immer wieder nicht mit einbezogen wird, das geht langsam an die Nerven“, nachdem man letztes Jahr schon lange dieses Thema diskutiert habe.

Die Gemeinderäte zeigten sich mächtig beeindruckt von dem Engagement der Eltern während der Fragestunde. Zu Lukas Akkans Vorstoß, die Entscheidung noch einmal zu verschieben und ein für den 4. Februar terminiertes Gespräch mit den Eltern abzuwarten, wollte sich der Gemeinderat indessen nicht mehr durchringen. Eine Verschiebung könne keinen neuen Sachstand und würde eher Verzögerung bei der Zuteilung der Plätze bringen, meinte eine deutliche Mehrheit und wollte „nicht noch mal das Fass aufbohren,“ wie Tino Villano formulierte.

Jutta Belstler griff das Thema indirekt in ihrer Haushaltsrede noch einmal auf mit der Bitte: „Unterstützen Sie uns im Bestreben um Auslotung von Sparpotenzialen, so dass wir gemeinsam den hohen qualitativen Standard finanziell auch in Zukunft sicherstellen können. Wir sind dankbar, für jede Anregung aus Ihrer praktischen Erfahrung heraus. Lassen Sie uns in einen offenen, von gegenseitigem Respekt getragenen Dialog treten.“

Leichter lösen ließ sich ein Problem, das Volker Trumpf später belastete. Die dicht gefüllten  Zuschauerreihen sorgten für dicke Luft im Ratssaal. Dieser allerdings konnte mit einem einfachen kurzen Durchlüften abgeholfen werden.

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Kommentare (29)

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    Stefan

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Anspruch und Wirklichkeit – Willkommen in der Realität
    „Wir wollen gemeinsam mit der Gemeinde nach kreativen Lösungen suchen, erst reden und dann entscheiden.“ das ist der Anspruch von Bürgermeister und allen Fraktionen. Ein klein bisschen Aufbruchstimmung weht durchs Dorf. Man erfreut sich daran, dass es beim Mobilitätsforum so prima geklappt hat, ins Gespräch zu kommen. Und zur Gemeinderatssitzung kommen auch zahlreiche Eltern und sagen mit vielen Wortmeldungen immer das gleiche: „Wir verstehen, dass die Gemeinde sparen muss! bitte redet mit uns! bitte bindet uns ein! Lasst uns gemeinsam die beste Lösung finden!“ Die Haushaltsreden, allen voran die CDU wiederholen den oben genannten Anspruch sogar noch. Aber dann wenige Minuten später bei der Abstimmung zum Hort ist alles vergessen. Einzelne jüngere Gemeinderäte erinnern sich kurz an den Anspruch und schlagen vor, den Dialog zu suchen. „Ich verstehe gar nicht wo das Problem ist. Der Hort ist eine freiwillige Leistung. Wir haben das schon lang genug im stillen Kämmerlein besprochen. Jetzt wird entschieden. Basta!“ klingt es von der CDU Bank.
    Und so fällt man zurück in alte Muster. Ein Lösungsvorschlag von dem völlig unklar ist, was und ob er einspart, wird angenommen. Dialog, Überzeugungsarbeit, Erklärungen – ungewünscht.

    Traurig – Chance vertan – Anspruch nicht erfüllt.

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    Nachbar

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Hort: – Freiwillige Leistung?
    § 24 SGB VIII Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
    … (4) Für Kinder im schulpflichtigen Alter ist ein bedarfsgerechtes Angebot in Tageseinrichtungen vorzuhalten…. Herzlichen Glückwunsch und träumt weiter!
    Und Mütter, die 12 Stunden Arbeiten, dazu zu verdonnern, dass sie evtl. gar nicht mehr arbeiten und nicht mehr in die Sozialkassen einzahlen. Bravo: SPD und Grüne! Den anderen hätte ich das zugetraut und die hatten mal ne Mehrheit in diesem Gremium und dann nickt ihr die Ideen aus den 70ern ab. Habt ihr gelesen, was ihr da abgestimmt habt? Unglaublich!

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      Lars

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      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: Nachbar
      Leider ist das Wort „bedarfsgerecht“ das Hintertürchen…Ein Rechtsanspruch ist in BW leider nicht Gesetz, in anderen Bundesländern schon. Zum Thema Bürgerbeteiligung: Der Fisch stinkt ja bekanntlich vom Kopf, hier ist aber der gesamte Organismus befallen…. Und warum wurde mein Kommentar von gestern eigentlich nicht freigeschaltet?

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        Waidelich Arnd

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        Bei mir ist kein Kommentar als „ausstehend“ markiert.

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    Sozi

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Frau Belstler ihrer Bitte: „Unterstützen Sie uns im Bestreben um Auslotung von Sparpotenzialen, so dass wir gemeinsam den hohen qualitativen Standard finanziell auch in Zukunft sicherstellen können. Wir sind dankbar, für jede Anregung aus Ihrer praktischen Erfahrung heraus.“ komme ich gerne nach. Beantragen Sie eine Ganztagsschule, dann hat jeder einen Platz und das Land zahlt soviel mehr, dass die Gemeinde dabei spart.

    Es ist ja nett, wenn die Schulleiter aus politischen Gründen dagegen sind, aber wenn es für die Gemeinde nicht anders geht, dann ist es ein besserer Weg als der jetzige.

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    Zuhörer

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    Wer die Diskusssion scheut, macht die Türen zu und blockt wortgewandt Einwände ab. Diskussion ist auch Konfrontation. Herr Bürgermeister sie waren stets sehr bemüht – zumindest im Wahlkampf. Versprechen sind da, um gehalten zu werden. Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Setzen 6, Herr Özcan! Da sie in Weingarten wohnen betrifft Sie das Thema Hort ja auch nicht – sollten Sie mal Kinder haben.

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    Karl

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Das verstehe ich nicht ganz. Herr Özcan sagt es ist nichts entschieden, es gibt Gespräche mit dem Elternbeirat. Er muss ja aber mit allen Beteiligten reden auch mit dem Gemeinderat. Mit wem soll er zuerst sprechen? Wo da sein nicht erfülltes Wahlversprechen ist, weiß ich nicht.

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      Zuhörer

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      Als Antwort auf: Karl Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
      Bitte den Artikel lesen: „Zu Lukas Akkans Vorstoß, die Entscheidung noch einmal zu verschieben und ein für den 4. Februar terminiertes Gespräch mit den Eltern abzuwarten, wollte sich der Gemeinderat indessen nicht mehr durchringen. Eine Verschiebung könne keinen neuen Sachstand und würde eher Verzögerung bei der Zuteilung der Plätze bringen, meinte eine deutliche Mehrheit und wollte „nicht noch mal das Fass aufbohren,“ wie Tino Villano formulierte.“

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      Stefan

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      Hallo Karl,
      selbstverständlich muss er mit dem Gemeinderat reden. Die Kritik bezieht sich darauf, dass durch Abstimmung Fakten geschaffen werden, bevor z.B. mit den Eltern gesprochen wurde und die Wirksamkeit der Maßnahme überhaupt abgeschätzt wurde. Selbst die Verwaltung, die das ganze ausgearbeitet hat konnte nicht mal im Ansatz die Auswirkung beziffern. Trotzdem wurde abgestimmt, statt zu beraten und die erfolgsversprechendste Lösung zu suchen.

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      Mutter

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      Hallo Karl,
      Hier werden 2 Dinge vermischt:
      1) über die geplante Schließung der Küche im Kinderhaus Arche wird es am 4.2.20 ein Gespräch mit dem Elterbeirat geben.
      2) die Kriterien zur Betreuung im Hort wurden in der Gemeinderatssitzung ohne Rücksprache mit den Elternbeiräten der Schulen einfach beschlossen.

      Ich bin mir auch nicht sicher, ob es zu dem Gespräch mit dem Elternbeirat des Kinderhauses nur kommt, weil die vorher von der ganzen Sache Wind bekommen haben. Wenn ich es richtig verstanden habe, war es eigentlich nicht geplant, dass sie das so früh wussten… der Ablauf beim Hort hat definitiv einen ganz schlechten Beigeschmack: es wurde nicht auf Austausch, Kommunikation und Zusammenarbeit gesetzt, sondern möglichst ohne Beteiligung durchgewunken. Das geht gar nicht. Es geht um unsere Kinder, unsere Zukunft!

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        Nachbar

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        Liebe Mitbürger,
        es geht auch nicht nur um die Zukunft unserer Kinder, sondern auch um die Eltern und das Jetzt und Hier. Wenn ich mir die Kriterien ansehe, dann wird mir schlecht. Da haben wir vermutlich einen Platz. Puhh, Glück gehabt. Aber planungssicher ist das nicht. Nächstes Jahr dürfen wieder hoffen. Krasser finde ich die alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern und einer 12-Stunden-Stelle. Die ist raus und braucht beim Arbeitgeber auch nicht fragen, ob sie da mehr am Vormittag arbeiten darf: Harz 4!
        Die anderen Eltern die zwar 20 Stunden arbeiten, aber bei den Kriterien erst weit unten stehen, könnten auch raus sein. Egal! Die haben als Zugezogene nicht mal eine Oma, die aufpassen kann, sind aber bei der Abzahlung des Hauses auf zwei Einkommen angewiesen. Egal! Und es gibt viele Arbeitsstellen, die nicht im Büro und mit Gleitzeit funktionieren. Pech gehabt! Wieso stimmt da ein Gemeinderat zu?
        Es gibt so viele Gemeinden im Umkreis, die eine Buchung des Hortes für einzelne Tage erlauben. Das verdoppelt sicher nicht die Anzahl der Plätze, aber verschafft die 20% Luft, die man braucht. In Walzbachtal -> Fehlanzeige. Drüber reden müssen wir nicht. PUNKT! Dabei hätten die Elternbeiräte und Eltern gerne ein tragbares ausgeglichenes Konzept unterstützt.
        ABER:
        CDU: “ Basta, jetzt wird abgestimmt „!
        Rest: “ Ich schäme mich zwar, aber ich bin dafür. “
        Ein paar weitsichtige Gemeinderäte sind da ausdrücklich ausgenommen!
        Warum macht man so etwas auf dem Rücken von 2-10 Familien, deren Existenz daran hängt? [2-10 ? Naja genaue Zahlen gab es vor der Abstimmung nicht.]

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          D. Linke

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          Danke an „Nachbar“
          Ihr Kommentar bringt es auf den Punkt! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen..leider

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    Frau E.

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    Kleiner Gedankenanstoss: In Jöhlingen dauert die Vö-Betreuung in den Kindergärten bis 14 Uhr. Da passen die Eltern die Arbeitszeit an. Kommen die Kinder in die Schule, endet die Kernzeit um 13:30 Uhr (in allen umliegenden Gemeinden um 14 Uhr). Viele Eltern kommen unter Zeitdruck und müssen die Kinder wegen dieser halben Stunde im Hort anmelden. Mit einer Verlängerung der Kernzeit würde sich der Bedarf an Hortbetreuung deutlich reduzieren . Die Kosten für die Kernzeitbetreuung sollten für die Gemeinde geringer sein als für den Hort. So könnten Eltern und Gemeinde Geld sparen.
    Ausserdem wird durch flexiblere Modelle, wie sie von Bretten bis Weingarten und Berghausen, angeboten werden, der tatsächliche Bedarf an Kinderbetreuung besser gedeckt.
    Bei einer Bedarfsermittlung geht es darum den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und dazu muss mit den Eltern gesprochen werden. Ich denke es lohnt sich für die Gemeinde einmal die Zeit zu investieren, ein bedarfsgerechtes Modell auszuarbeiten und keinen Schnellschuss zu starten, weil damit weder die Gemeinde Geld spart, noch der tatsächliche Bedarf gedeckt wird. Und im Vergleich zu den Nachbargemeinden ist der Entwurf fast peinlich.
    FAZIT:1. Durch flexiblere Modelle kann die Gemeinde mehr Kindern eine Betreuung anbieten und die Familien werden finanziell entlastet. Für die Gemeinde ist das nicht teurer, sondern nur aufwändiger in der Planung.
    2. Durch eine Anpassung der Kernzeit auf die Vö-Zeit von 14 Uhr (wie in allen umliegenden Gemeinden) wird der Hort entlastet.

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    Madro

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Quelle: timur-oezcan.de/ziele-1.html
    Zitat: GEMEINSAM WACHSEN, FAMILIEN FÖRDERN
    Damit sich Walzbachtal weiter entwickeln kann, soll die Gemeinde auch in Zukunft für junge Menschen und Familien attraktiv bleiben. Wohnen muss bezahlbar sein. Zudem möchte ich die Kinderbetreuungsangebote weiter ausbauen und zukunftsfähig machen. In Zukunft sollen mehr Bildungsangebote für alle angeboten werden.

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    Michael K.

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Das Zitat vom Wahlkampf ist in der Tat ein starkes Stück. Da sieht man mal wieder, was Wahlversprechen wirklich wert sind. Ein Bürgermeister wird demokratisch abgewählt und man hofft auf Besserung. Stattdessen derselbe Trott wie zuvor. Kein Wunder, dass Protestparteien wie die AfD Zulauf bekommen. Die Politik muss – auf allen Ebenen – wirklich aufpassen, sonst ist die Demokratie ernsthaft in Gefahr. Aufwachen, bitte!

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      Karl

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      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: Michael K.
      Also jetzt würde mich doch echt mal interessieren wer sich mit der Veröffentlichung der Tagesordnung für die Gemeinderats Sitzung mal damit befasst befasst hat und im Vorfeld den Gemeinderäten seine Bedenken mitgeteilt hat. Wenn es eine Gefahr für die Demokratie gibt dann Bürger die lieber hinterher motzen.

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        Michael K.

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        Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: Karl
        Mir geht es um das Vertrauen in die Politik im Allgemeinen und die (nicht-)Einhaltung von Wahlversprechen im Besonderen. Wenn ich wähle im Vertrauen, dass der Kandidat sich dann auch für die Sache einsetzt, für die er im Wahlkampf Stimmung macht, dann rechne ich nicht damit, dass ich hinterher jede Gemeinderatssistzung aktiv verfolgen muss, damit das dann auch passiert. Sowas ist für mich ein Vertrauensverlust.

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        hinterher motzende Eltern

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        wollten doch ein Gespräch – hat es irgendwas gebracht?

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    Lars

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern…? Unmöglich… und von „Nachbar“ auf den Punkt gebracht! Setzen 6!!! Aber den Walzbachtaler Landeiern geht halt nicht in dem Kopf, das Frau vielleicht auch einen Job, und das vielleicht sogar im verantwortungsvoller Position, hat und nicht so einfach „halbtags“ arbeiten kann. Von den finanziellen Konsequenzen mal abgesehen…

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    Wössingerin

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    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Hallo geht es eigentlich noch. Hortbetreuung, Kernzeit usw.
    Vor ca. 20 Jahren war das noch kein Thema. Die Kinder sind zur Schule und dann nach Hause gegangen. Die Eltern mussten es sich so einrichten, dass es funktionierte. Wer Kinder auf die Welt setzt, soll und muss sich im klaren sein, das es privat wie auch beruflich Einschränkungen gibt. Aber die Eltern von heute wollen sich in keiner weise einschränken. Bloß nicht auf irgendetwas verzichten alles soll so bleiben, wie bevor das Kind da war. Die Betreung und Erziehung tagsüber bitte einem anderem überlassen, damit man privat wie beruflich weiterhin alles so machen kann wie vorher. Denn Spaß und Freude mit den Kindern dann nur am Abend und am Wochenende genießen. Aber da auch bitte nicht auf bisherigen Aktivitäten verzichten, da kommt dann der Babysitter. Wer ein oder mehrere Kinder hat soll sich mal darüber im klaren werden. Am besten bei der Hortbetreung dann noch bitte für jeden einzelnen die Zeiten wo er benötigt. Also von 6:00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr.
    Man kann und wird es nie jedem recht machen können. Die Eltern von heute sollen froh sein, dass es solche Angebote gibt und diese so wie die dann Zeiten sind, dankbar annehmen. Wer Kinder hat, muss lernen zu verzichten und dass es Einschränkungen gibt.

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      CR

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      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: Wössingerin
      Liebe Wössingerin,
      wir schreiben das Jahr 2020 – nicht 1960! Ihre Aussagen sind ein Schlag in jedes (Mutter)gesicht, die arbeiten gehen muss, weil eben nicht ein einzelnes Gehalt ausreicht, weil man sich getrennt hat oder weil man einfach gerne arbeiten geht – auch als Mutter! Denken Sie nochmals über Ihre Aussagen nach…

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        Wössingerin

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        Als Antwort auf: CR
        Hallo, ich bin über 58 Jahre alt, habe 3 erwachsene Kinder und bin immer arbeiten gegangen, was ich auch jetzt noch mache. Mein Mann ist ein einfacher Arbeiter und das Geld war knapp, so das auch ich arbeiten musste. Aber wir haben es immer hinbekommen und das auch noch ohne Großeltern. Ich denke das Problem heute ist, das keiner Kompromisse schliessen möchte. Wir leben leider in einer Ich-Gesellschaft und das wirft diese Problem sehr oft auf. Aber genug davon was solls. Nur eins noch. Meine Kinder haben selber Kinder wohnen in Gemeinden, die nicht so ein tolles Angebot haben wie Walzbachtal, sind alle Beruftstätig und es klappt trotzdem. Was heißt hier Schlag ins Gesicht, das trifft dann auch auf mich zu.
        Ich denke die hier jetzt großartig dagegen schreiben, fühlen sich auf den Schlips getreten. Ach ja ich schrieb vor ca. 20 Jahren nicht von 60 Jahren. 2020 – 1960 = 60.

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          Harald Kann

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          Als Antwort auf: Wössingerin
          Bravo liebe Wössingerin, ich steht voll hinter Ihnen. Die wenigsten Eltern sind fähig Kompromisse einzugehen, aber das war auch schon früher so. Ich habe keine Ahnung, was die sich unter einer Familie vorstellen. Gibt es zum Beispiel Problem in der Ehe trennt man sich sofort. In meinem Bekanntenkreis gibt es nur EIN Paar, dass nicht geschieden ist oder getrennt lebt. Traurig für die Kinder.

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          Lars

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          Als Antwort auf: Wössingerin
          Arbeiten gegangen? dies bedarf dann schon mal einer Präzisierung: 2 Tage halbtags? Mal provokativ formuliert….Oder wirklich Vollzeit, wie es für nicht wenige tatsächlich nötig ist, um als Rentenvorsorge oder ähnlichen sich Ihr Eigenheim zu finanzieren….? Nicht ganz mit den heutigen Fakten und Daten bzgl. Grundstückspreisen, Rentenprognose usw. vertraut, oder? Schon echt traurig so eine Einstellung. Seien Sie nur froh, bereits jetzt schon das Rentenalter in Sicht zu haben und nicht erst in 20 oder 30 Jahren…

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            Waidelich Arnd

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            Lieber Lars (wer immer sich dahinter verbergen mag),
            ich habe jetzt mehrfach Kommentare von Ihnen nicht freigeschaltet, weil sie Worte wie „kotz“ oder „Landei“ enthielten. Bitte lesen Sie einmal in der Netiquette nach, welche Anstandsformen sie einhalten sollten, wenn sie kommentieren. Ihre Kommentare gingen schon mal über das gebotene Maß hinaus. Wer so vom Leder zieht wie sie, der sollte überdies den Mut haben, mit seinem Klar-Namen zu seinen oftmals sagen wir mal fundierten Meinungen zu stehen. Die lebhafte Diskussion in der Kommentar-Spalte würde dadurch sicherlich befördert.

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      Gaby

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      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: Wössingerin
      Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter Als Antwort auf: Wössingerin
      Ich weiss leider nicht wie alt Sie sind, aber ich war vor ca.26 Jahren ganz schnell alleinerziehend, und damals gab es noch keine verlässliche Grundschule, und der Kindergarten hatte nur an bestimmten Tagen nachmittags geöffnet. Ohne Kernzeitbetreuung wäre es mir nicht möglich gewesen arbeiten zu gehen. Soviel zum Thema vor 20 Jahren. Diese gab es auch schon vor 20 Jahren. Auch wenn mich das Tehma heute nicht mehr betrifft, kann ich es sehr gut nachvollziehen. Zudem sollte man bedenken, dass man früher auf Eltern und Großeltern zurück greifen konnte, da diese meist zu Hause waren. Heute arbeiten alle, und für die Zugezogenen sind Eltern und Schwiegereltern aufgrund der Entfernung und der Arbeit oft nicht greifbar.

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      Madro

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      Als Antwort auf: Wössingerin
      Wissen Sie was gar nicht geht? Die Situation von „vor 20 Jahren “ mit heute zu vergleichen. Das ist ungefähr so, als würde man sagen, die Rentner sollen sich doch mal nicht so anstellen, vor 20 Jahren musste auch noch niemand Flaschen sammeln…. Vor 20 Jahren gab es noch eine gesunde Mittelschicht, das Einkommen des Hauptverdieners langte damals um Häuschen zu bezahlen, die Familie zu ernähren und in Urlaub zu fahren. Der Partner konnte problemlos zu Hause bleiben.
      Wirtschaftliche Erfolge von Unternehmen machten sich auch im Geldbeutel der Arbeiter bemerkbar. Das ist heute undenkbar! Die Mittelschicht stirbt aus, die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer. Die Gründe dafür sind hinlänglich bekannt. (Danke Agenda 2010, Danke Hr. Schröder!) Ihr Kommentar ist zum fremdschämen….

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    Lars

    |

    Ach ja, die liebe Netiquette. Entschuldigung, das mir bei solch antiquierten und Gesellschafts- und Familienbildern alla Wössingerin und des Herrn Kanns der Gaul durchgeht. Was Menschen dieser Denkweise nicht verstehen, ist das es nicht darum geht, sich extra Zeit für Freizeitaktivitäten zu verschaffen, sondern um in der Weise arbeiten gehen zu können, um sich z.B. Wohneingentum zu finanzieren, um nicht in Altersarmut enden zu müssen, weil von der schmalen Rente auch noch Miete zu zahlen ist. Da ist es es echt schwer mit der Beherrschung….

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    Herr Lehrer

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    Hallo Lars,
    wenn jetzt die Nettiquette nicht wäre, könnten mir bei derart häufigen Verfehlungen von das und daß ganz viele fürchterliche Schimpfworte entfahren. Aber das wäre dann natürlich auch nicht meine Schuld…

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