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Gegenwind meldet sich

Interessengemeinschaft gegen Windkraft nimmt Stellung

Die Walzbachtaler Interessengemeinschaft Gegenwind hat sich mit einem Schreiben an Bürgermeister und Gemeinderat gewandt. Jetzt hat sie für die Kommentar-Spalte den folgenden Text eingereicht. Seine Bedeutsamkeit scheint mir (unabhängig davon, ob ich die Meinung teile) so groß, dass ich ihn aus der Kommentarspalte herausheben will. Er geht im Wortlaut so:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Jahr 2018 hat der Nachbarschaftsverband Karlsruhe, nicht zuletzt aufgrund einer Vorgabe der Baden-Württembergischen Landesregierung, mehrheitlich entschieden, dass in der Gemarkung Weingarten auf dem Hinteren Heuberg, ein sogenanntes Vorranggebiet zur Nutzung von Windkraft ausgewiesen werden soll. Im Dezember 2019 hat die EnBW bei der Gemeinde Weingarten angefragt, dass Anlagen mit einer Höhe von 247 M und einem Rotordurchmesser von 162 M, d.h. die größten bisher in Deutschland erbauten Windkraftanlagen, erstellt werden sollen. Diese Anlagen sind auch um 30 M höher als in der Planungsvorlage des Nachbarschaftsverbands vorgesehen.

Dieses Vorhaben verursacht große Besorgnis in der Bevölkerung, so dass sich Interessengemeinschaften in Weingarten und Walzbachtal gegründet haben, die aus den folgenden Gründen gegen das Projekt Windkraftanlagen auf dem Hinteren Heuberg in Weingarten sind:

1.      Das geplante Industriegebiet führt zu einer massiven Zerstörung  der Natur im Landschaftsschutzgebiet auf dem Hinteren Heuberg, und insbesondere zu einem Verlust wertvoller Arten, wie Rotmilan, Schwarzmilan, Fledermäuse, Kröten und viele mehr. Dies wird selbst im Bericht des Nachbarschaftsverbandes von 2019 beschrieben und von uns sehr kritische beurteilt.

2.      Die Zufahrt soll über das Mauertal erfolgen, was einen massiven Ausbau des bestehenden Weges zu einer Schwertransportstraße bedeutet. Es sei daran erinnert, dass im Zuge der Sperrung der Jöhlingerstraße eine Umleitung des PKW-Verkehrs über das Mauertal aus Umweltschutzgründen abgelehnt wurde.

3.      Die Orte Weingarten und Walzbachtal verlieren ihren Liebreiz, das Ortsbild wird verschandelt, und wir gehen davon aus, dass ein wertvolles Naherholungsgebiet verloren gehen wird.

4.      Mit 247 m x 5 haben wir die höchsten Bauwerke in Baden-Württemberg und diese sind überdimensional groß im Verhältnis zur Größe der Orte Weingarten und Walzbachtal

5.      Wir sehen hohe Wertverluste für Immobilien in Weingarten und Walzbachtal kommen.

6.      Die Beeinträchtigung durch gesundheitsschädigenden Lärm, Schattenwurf und Infraschall wird billigend in Kauf genommen. Vor allem Infraschall macht nach neuesten Erkenntnissen der Universitätsklinik Mainz die Menschen krank, und betrifft Menschen im Umkreis von bis zu 20 km Entfernung.

7.      Zuletzt bestreiten wir vor allem den wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen der Windkraftanlagen und den zu erwartenden Windertrag aufgrund der zu geringen Windhöffigkeit. Die Windkraftanlagen erzeugen 7 Monate fast gar keinen Strom, und das widerlegt die Behauptung, dass 3400 Haushalte mit Strom versorgt werden können.

Es gibt sehr viel bessere Standorte in Europa, die für eine Energieerzeugung aus Windkraft geeignet sind. Vergleichen Sie hierzu den von Dänemarks Technischer Universität bereitgestellten globalen Windatlas https://globalwindatlas.info/

Unsere Gruppen sind nicht grundsätzlich gegen Windkraft, und wir stellen auch den beschlossenen Atomausstieg in Deutschland nicht in Frage. Warum sollen aber Weingarten und Walzbachtal für eine Politik Opfer bringen, die als Lösung eine dezentrale Erzeugung von Strom durch Windkraft vorsieht? Alternativen gibt es, aber aktuell beschränken sich die Konzepte weitgehend auf eine dezentrale Energieversorgung. Intelligente Energiepolitik muss die Sicherheit der Versorgung mit Strom ebenso im Blick haben, wie die Ziele des Klimaschutzes, die durch die Energieerzeugung unmittelbar beeinflusst werden. Fallen Atomstrom und Kohleverstromung weg, kann durch On-Shore Windkraft im windschwachen Süden nur ein marginaler Beitrag geleistet werden, der zulasten von Natur- und Kulturlandschaft und geht die Gesundheit der Menschen geht.

P.S.: Es sei zum Schluss noch Reinhold Messmer zitiert: „Alternative Energieerzeugung ist sinnlos, wenn sie zerstört, was man durch sie schützen will: die Natur.“

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Kommentare (26)

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    Hans-Günther Lohr

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    Als Weingartener Bürger kann ich dem umfassend genannten Inhalten des Artikels kann ich nur zustimmen. Es ist wie absolute Unverträglichkeit für alle Bürger aus Weingarten und Walzbachtal , die hier als direkte Anwohner viel zu nah an den überdimensional hohen Anlagen mit 5 x 247 m wohnen und leben sollen. Es wird dauerhaft ein schönes und intaktes Natur – und Erholungsgebiet zerstört , welches auch noch geschützte Tierarten beherbergt. Ebenso müsste hektarweise Wald gerodet werden , der uns sehr fehlen wird. Nach allem , was man lesen und nachrechnen kann , ist die Stromerzeugung durch den mangelnden Wind auch noch zu gering.
    Es ist unvorstellbar, dass aus politischen Motiven heraus hier in einem Gebiet wie am Heuberg ein Windkraftanlagen-Industriegebiet gebaut werden darf und kann , es widerstrebt jedem vernünftigen Menschenverstand und missachtet die Gesundheit der Anwohner .

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    Stefanie Jung

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    Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich
    Dem o.g. ist nichts hinzuzufügen. Wer sich die Dimensionen und Auswirkungen nicht vorstellen kann, dem kann ich nur empfehlen, nach Straubenhardt zu fahren und sich solche Anlagen mal in live anzuschauen. Ich habe es heute gemacht. Es war erschreckend, v.a. was Lärm und Schlagschatten angeht. Wohlgemerkt, die bei uns geplanten Anlagen werden nochmals rund 100 m höher als die des Industrieparks in Straubenhardt.

    Und nach den neuesten Infos der BI Straubenhardt arbeiten die Anlagen noch schlechter, als prognostiziert. Infos gibt es hier: http://www.gegenwind-straubenhardt.de

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    Klein

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    Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich
    Wir sind ja nicht gegen Windkraft….. Aber bitte nicht in unserer Nähe. Mit diesem und anderen Argumenten entlarven sich die Gegner schnell selbst.

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      Radfahrer

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      Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich Als Antwort auf: Klein
      Ja, so sehe ich das auch. Aber…
      Was soll der Gigantismus? Wir kennen es von den Autos -> werden immer breiter, usw., und nun hier. 247 Meter Gesamthöhe! Warum? Wie hoch sind die Windräder in der Rheinebene wenn man Richtung Pfalz schaut? Warum reicht das nicht? Produzieren die keinen Strom? Muss es immer mehr sein? Und noch mehr! Sicherlich sind die nicht so rentabel, aber es kann nicht nur um die Rentabilität gehen.
      Wie gesagt gegen ’normale‘ Windräder habe ich nichts. Verschandelung der Landschaft? Für mich nicht wirklich. Aber hier, schüttele sogar ich den Kopf. Ich habe eher das Problem, dass unser Ortsbild durch Einwohner aktiv verschandelt wird (z.B. Flechtzäune, Parkplätze wo vorher Vorgärten waren, …). Wo soll das hinführen? Was denken die? Übrigens hat Walzbachtal auch Vorrang-Gebiete für Windräder.

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        Madro

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        Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich Als Antwort auf: Radfahrer
        Die Höhe der Anlagen ist darin begründet, das wir gemäß Windatlas das windschwächste Bundesland der Bundesrepublik sind. Je schwächer der Wind, umso höher muss die Anlage gebaut werden, da davon ausgegangen wird, das in höheren Lagen zumindest noch etwas Wind weht um überhaupt irgendeinen Ertrag zu erzeugen.
        Aber: Je höher die Anlagen, umso größer die Fundamente, die Zufahrtstraßen, die Plätze für Wartungskräne und die damit verbundene Zerstörung der Naturflächen. Das alles für eine höchstwahrscheinlich unrentable Industrieanlage? Es ist halt einfach so, dass im Norden mehr Wind weht als bei uns im Süden. Bei uns würde Solar oder alles in Richtung Sonne viel mehr Sinn machen.

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      Lars

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      Lieber Herr Klein, was ist denn das für eine pauschale Aussage? Ja, man kann durchaus nicht allgemein gegen Windkraft sein aber dennoch gegen den Bau der deutschlandweit größten Anlagen im Abstand von 1 km zu bebautem Gebiet. Nicht umsonst habe andere Bundesländer den geringst möglichen Abstand zu bebauten Gebiet auf 10x Anlagenhöhe vergrößert. Da bleibt die Verhältnismäßigkeit auf der Strecke

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    Sven Bürkle

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    Hallo Klein, ich bin für Windkraft, aber dort wo es Sinn macht. Denn jedes Windrad, das auf Grund fehlender Windhöffigkeit keinen oder wenig Ertrag bringt, fördert Kohlekraftwerke bzw die Atomkraft, die im Hintergrund den „Flatterstrom“ ausgleichen müssen. Daher gehören Windkraftanlagen dorthin, wo so viel Wind weht, dass diese eine sichere Versorgung gewährleisten können. Das ist laut europäischem Windatlas Offshore möglich. Warum sollen auf dem Heuberg die höchsten Anlagen gebaut werden, wenn sich das nicht lohnt? Betreiber von Windkraftanlagen erhalten eine garantierten Preis pro KWh, der durch Subventionen des Staates höher liegt, als eigentlich am Strom-Markt erzielt werden könnte. Dieser Preis wird über lange Laufzeiten garantiert. Zusätzlich kommen Zuschüsse aus der EEG Umlage als Subventionen oben drauf. Das macht den Strom für deutsche Verbraucher im europäischen Vergleich am teuersten. Für Investoren und Betreiber aber sehr interessant. Als Ergebnis bleiben aber uneffiziente Windkraftanlagen zurück! Die fünf Eifeltürme auf dem Heuberg – und das sind die Anlage mit einer Höhe von je 247 m tatsächlich – müssen so hoch sein, dass überhaupt an 17 Tage pro Jahr, das passiert, was versprochen wird: dass die Anlagen ihre theoretische maximale Leistung bringen. Durch die Nähe der Anlage zur Bebauung verursachen diese Schlagschatten auf Gebäuden, dies ist aber nur begrenzt zulässig, d.h. die Anlagen müssen sich nach gewiser Zeit selbstständig abschalten und können dadurch noch weniger leisten. Lohnt sich explizit auf diesen Standort bezogen, NICHT GENERELL(!!) betrachtet, dieser massive Eingriff in die Natur und die erheblichen Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger in unmittelbarer Nähe?

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    Anwohner Jöhlingen

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    „nach neuesten Erkenntnissen der Universitätsklinik Mainz“ und dann, wie bei den meisten solcher Behauptungen, gibt es keine Quellenangabe. Wenn ich solche Behauptungen verbreite, dann doch bitte mit vernünftiger Quellenangabe, damit es bewertbar bleibt. So klingt es für mich wie bereits kommentiert nach „Wir wollen regenerative Energien, aber doch bitte woanders!“ Ohne den Aufbau von Anlagen in der Nähe des eigenen Wohnortes wird es nicht gehen.
    Hat die EnBW schon irgendwo geschrieben, dass Subventionen in Anspruch genommen werden? Die EnBW hat schon Windparks ohne Subventionen realisiert. (Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/enbw-baut-windpark-ohne-subventionen-a-1143351.html) Auf der offiziellen Seite der EnBW habe ich zur Finanzierung nichts gefunden. Vielleicht auch deswegen, weil die Windmessungen und damit die Bewertung, erst ab Herbst 2020 durchgeführt werden sollen? (Quelle: https://www.enbw.com/erneuerbare-energien/windenergie/windpark-weingarten/projekttagebuch.html). Auf der Seite gibt es Downloads mit Grafiken zur Sichtbarkeit. So schlimm finde ich die persönlich nun nicht.
    @Madro und @ Sven Bürkle
    Solarparks brauchen sehr viel Fläche. Da würde ich die nächsten Initiativen gegen erwarten. Die könnten ähnliche Argumente bzgl. Naturschutz bringen.
    Offshore Windkraft ist eine gute Sache und wird ja auch ausgebaut. Aber hier benötigt man dann Stromtrassen von Norden nach Süden, gegen die sich auch Gegner finden.
    Also lassen wir alles so wie es ist und verzichten auf regenerative Energien?

    Anwohner Jöhlingen

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    Anwohner Jöhlingen

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    Eine aktuelle Studie vom KIT und weiteren Universitäten zeigt ein anderes Ergebnis. Eine 3,5 Stunden lange Autofahrt setzt dem Körper soviel Infraschall aus wie ca. 10000 Tage Aufenthalt im Abstand von 300 Metern zu einem Windrad. Vielleicht sollten wir da dann erstmal das Autofahren einstellen bzw. etwas gegen die vielen Autos auf unseren Straßen tun. Erscheint mir sinnvoller.
    Quelle: https://www.klimareporter.de/technik/infraschall-auto-versus-windrad
    Ergebnisse der Studie unter diesem Link:
    https://www.medicalschool-hamburg.de/fileadmin/Daten/MSH/Menuepunkt_Forschung/Inter-Wind/TremAc_Abschlussbericht_MLU_UBI.pdf
    Ich sehe weiterhin keine Gründe, die gegen die Anlagen sprechen. Aussehen tun sie auch besser als ein neues Kohle- oder Gaskraftwerk in der Nähe.

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      Wisser

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      Das ist eine sehr oberflechliche Schlussfolge die Sie hier auf Basis eine Studie machen – „Ich sehe weiterhin keine Gründe, die gegen die Anlagen sprechen.“. Die Studie betrachtet viele Effekte nicht, sogar von ersten Link können Sie selber lesen:
      „Das UBA schließt Langzeitfolgen trotzdem nicht aus. Die will das Amt nun untersuchen. Windkraftgegner werden froh sein, dass ihr Argument damit nicht ganz weggefegt ist.“
      Oder übersetzt – wenn jemand 1000 Liter Wasser auf einmal auf einem Stein ausgiesst, passiert mit dem Stein nichts. Wenn aber gleiche menge Wasser jahrenlang auf dem Stein tropft, wird ein Loch machen…

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      Anwohner Jöhlingen

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      In der Studie der Universität Mainz steht auf Seite 8 (Kapitel Conclusion) steht:
      „It is the
      recommendation of this research group to set the level of
      infrasound no higher than 90dBz as the maximally tolerated
      limit for chronic exposure.“

      Die TA Lärm legt für Wohngebiete Grenzwerte weiter unter den von der Studie geforderten 90dBz fest. (Quelle: https://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm)

      Es gibt also Auswirkungen von Infraschall auf den Menschen, aber die vorgeschriebenen Grenzwerte sind weit darunter. Wie in meinem letzten Beitrag erscheint mir die Belastung durch Autos weit größer.

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      Madro

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      Diese, für mich nicht nachvollziehbare, Argumentation, noch ein Übel oben drauf zu packen, weil ja schon ein anderes existiert, höre ich immer wieder und ist schon immer wieder verwunderlich! Für mich wird anders herum ein Schuh draus, eben weil es bereits so viele Belastungen für den Menschen gibt, sollten weitere vermieden werden.

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    Walzbachtaler

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    Guten Tag zusammen,
    ich bin es wirklich leid diese Diskussion und die gegenseitigen Vorwürfe, Unterstellungen, „Fakten“ und die ganzen anderen Dinge zu hören…
    Es ist doch erstmal egal ob die Dinger „zu laut sind“, „nicht zu laut sind“, „Infraschall absenden“, „kein Infraschall absenden“, „einen Schatten werfen“, „keinen Schatten werfen“, „genügend Energie liefern“ oder „nicht genügend Energie liefern“… (die Liste könnte noch viel länger werden!!)
    Sicher ist doch erstmal, dass wir alle in einer Gemeinschaft leben, in der auch auf einzelne Betroffene Rücksicht genommen werden sollte bzw. muss. Ich selbst lebe in Wössingen und bin selbst nicht so direkt betroffen von all den Dingen, wie die Menschen die beispielsweise am Rande nach Weingarten leben. Dennoch betrifft mich diese Angelegenheit!!
    Ich finde man muss mehr auf die Menschen hören die es stark betrifft und die ein Problem damit haben. Wir sollten explizit in unseren kleinen Gemeinden in Deutschland mehr Gemeinschaftsgefühl entwickeln und nicht immer nur nach sich selbst schauen. Ich würde niemals für die Windräder stimmen, wenn ich höre wie viele Menschen „Angst“ und „Bedenken“ damit haben. Ich könnte nachts nicht schlafen, wenn ich wüsste, dass viele Menschen ein Problem damit haben, nur weil ich dafür gestimmt habe. – Das sollte sich JEDER mal für sich überlegen.
    Die Frage mit den Auswirkungen der Lautstärke etc. ist eine vergleichbare Thematik. Egal wie laut oder leise, gefährlich oder ungefährlich, …, diese Anlagen werden, sollte der GESAMMTEN Menschheit mittlerweile klar sein, dass JEGLICHE Veränderung und JEGLICHES menschliches Eingreifen in die Natur immer schlechte Konsequenzen für die Natur hat!!! Egal wie die tatsächlichen Werte (Größe, Lautstärke, …) von solchen Anlagen sind, werden die Auswirkungen auf die Natur nicht in positiv ausfallen. Klar Kohlekraft und Atomkraft müssen weg, keine Frage!! Doch wenn die Alternative auf einer Seite die Grundlast wohl nicht denken kann und auf der anderen Seite hektarweise unberührte Natur für geopfert werden muss, ist diese Technologie dann wohl noch lange nicht ausgereift genug um sie flächendeckend einzusetzen?!
    Doch Mal ganz abseits von den Technologien — Die Natur und vor allem die Wälder sind die besten und effektivsten KÄMPFER gegen den Klimawandel und diese Natur zu opfern ist nicht die richtige Variante. „Da beißt sich der Fuchs in den eigenen Schwanz!“
    Ich denke wir als Menschen stehen in der Pflicht die RESTLICHE (von uns noch nicht zerstörte) Natur mit allen Mitteln zu schützen. Gleichzeitig müssen wir den Klimawandel stoppen, aber nicht auf weitere Kosten der Natur und ganz bestimmt nicht auf mögliche Kosten der Menschen!!

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    S.Fabry

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    Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich
    Danke für diesen Ihren sachlichen Kommentar.

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    Lothar

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    Klimaleugner, Dieselpäpste und Quer“denker!“ mutieren zu Umweltschützern? Diesen Eindruck zumindest gewinnt man, wenn man die Auseinandersetzungen um die Windkraft verfolgt. Motorrad fahren ist cool, das bisschen Lärm? Kein Problem, Hauptsache es macht Spaß. Im Herbst wozu den Besen in die Hand nehmen? Der Laubbläser erledigt das. Lärm? Jetzt habt euch mal nicht so. Im Rasen zeigt sich ein Gänseblümchen? Weg damit, mindesten zwei Mal die Woche muss der Rasenmäher lärmen. Am Besten abends, wenn der Nachbar von der Arbeit nach Hause kommt und etwas Ruhe auf der Terrasse sucht. Zu Fuß einkaufen gehen? Paahh, wozu hab ich meinen SUV? Die Kinderchen müssen natürlich auch damit zur Schule gefahren werden und später zum Sport. Danach fahre ich dann zu Demo gegen die Windkraft, gegen Schattenwurf und Infraschall. Da nehme ich dann aber mein aufgebohrtes Motorrad.

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    Lars

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    Lothar, welchen Sinn hat Ihr Beitrag, außer als Beispiel für Polemik zu dienen?

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      Ernst

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      Dieser Beitrag trifft, meiner Meinung nach genau den Punkt und zeigt die allzu oft vorhandene Doppelmoral vieler Zeitgenossen auf. Es werden aus sonst zu wenig beachteten oder ignorierten Misständen, die teilweise selbst erzeugt wurden, wenn es dann ins Gefüge passt, Gegenargumente gegen persönlich störende Umstände gebastelt….
      Ein vorgehaltener Spiegel eben!

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    Zuhörer

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    Lothar, Sie haben das Thema aber null Komma null verstanden.

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    S.Fabry

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    Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich
    Ich wünschte, man könnte „Herzchen“ oder ähnliches hier zu den Kommentaren geben. Es ist ja fast nicht auszuhalten was hier im Kommentarbereich mitunter abgegeben wird.

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    Annegret Berner

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    Wenn Sie Herzchen verteilen möchten, sind Sie auf Facebook oder Instagram vielleicht besser aufgehoben. So ein sinnloser Kommentar nimmt auch nur Platz weg, sonst nichts. Entschuldigung.

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      Waidelich Arnd

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      Herzchen sind bei Facebook + Co in der Tat besser aufgehoben. Worte scheinen mir als Kommentar auf NadR wertvoller. Ich bitte darum, das künftig zu berücksichtigen.

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    Lothar

    |

    Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich
    „Herzchen sind bei Facebook + Co in der Tat besser aufgehoben. Worte scheinen mir als Kommentar auf NadR wertvoller. Ich bitte darum, das künftig zu berücksichtigen.“
    Da hätte ich jetzt aber gerne ein Herzchen verteilt… 😉
    „Zuhörer“ und „Lars“
    Soso, ich habe also „nichts verstanden“ oder verbreite „Polemik“, solche Einträge erinnern mich sehr an den sogenannten Präsidenten, der derzeit (noch?) in den USA sein Unwesen treibt.

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    Lars

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    Eigentlich wollte ich das hier nicht weiter kommentieren, aber Sie, Lothar sind genau der Grund, warum der Persomnenkreis, den Sie zu persiflieren versuchen, Zulauf hat. Warum stellen Sie im ersten Satz Ihres Kommentars diejenigen, die sich über die Sinnhaftigkeit von den deutschlandweit grössten WKAs zurecht Gedanken machen auf eine Stufe mit AfD-Wählen und noch Extremeren. Dies zeugt nicht von der Fähigkeit zur differenzierten Meinungsbildung, die Sie zwischen den Zeilen Ihrer Kommentare für sich reklamieren. Es zeigt nur einen verbohrten ideologischen Standpunkt. Wie schon erwähnt, geht es hier nicht um eine generelle Ablehnung von Windkraft, sondern um ein Verhindern von Deutschlands grössten Anlagen in einem Abstand von besiedelten Gebiet, der in anderen Bundesländern aus guten Gründen mehr als doppelt so gross sein müsste.

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    Hasennase

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    Als Antwort auf: Gegenwind meldet sich
    Über Infraschall, Lärmbelästigung und Schattenwurf lässt sich trefflich streiten. Nicht streiten lässt sich über eine Einschätzung des Landratsamtes, die mir schriftlich vorliegt (Umleitungsmöglichkeit zur Vollsperrung Jöhlingen – Weingarten): “ … eine artenschutzrechtliche Potenzialanalyse im Bereich der tangierten Wirtschaftswege, insbesondere über das „Mauertal“, lässt hier keinen nutzbaren Spielraum. Geschützte Vogel-und Fledermausarten, Amphibien und Reptilien haben dort ihre Lebensräume, die durch die Freigabe für den allgemeinen Verkehr massiv beeinträchtigt würden. …“ – Ich bin (gelinde gesagt) baßerstaunt, dass wir nun in unmittelbarer Nachbarschaft des beschriebenen Areals eine Industrieanlage absurden Ausmaßes errichten und hierzu tonnenweise Beton und Großbauteile mit Schwertransportern heranfahren wollen.

    Ich habe als Wissenschaftler die „scientists for future“-Stellungnahme mitgezeichnet, die dort beschriebenen wissenschaftliche Einschätzung zum Klimawandel halte ich für korrekt. Doch die Zielsetzung der Energiewende ist gefährdet: der Klimawandel kann allein dadurch eingedämmt werden, dass wir unser nationales Ziel so zielstrebig und kostengünstig erreichen, dass es uns alle nachtun – was wir alleine tun, ist unerheblich (Beitrag der BRD zur globalen CO2-Emission: 2%). Doch jeder kann sehen (z.B. http://www.windy.com): der Wind weht vor allem über dem Meer, genau dort gehört die Windkraft hin. Stattdessen werden Millionen verpulvert, um marginal rentable (oder unrentable?) Vorzeigeanlagen in windschwachen Gebieten zu errichten, unter Inkaufnahme erheblicher Schäden für die lokale Natur und Beeinträchtigung der Anwohner … glaubt hier irgend jemand ernsthaft, dieser Blödsinn findet Nachahmer?

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