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Gefahr gebannt

Toter Winkel beim Ferienspaß thematisiert

Fast jede Woche sterben in Deutschland Menschen bei einem sogenannten Abbiegeunfall. Vor allen Dingen dann, wenn Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen Fußgänger oder Radfahrer übersehen, die sich neben ihrem Fahrzeug befinden. Mit einer Änderung der Straßenverkehrsordnung will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer diese Gefahr minimieren.

Innerorts sollen Laster deswegen künftig in Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen müssen, also mit sieben bis elf Kilometern pro Stunde.

Dass von den LKWs eine große Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer ausgeht, das weiß Lothar Ziffer wie kein zweiter. Der Wössinger LKW-Verkäufer und selbstverständlich –fahrer wollte jetzt darauf aufmerksam machen während einer Ferienspaßaktion der Gemeinde Walzbachtal.  Zusammen mit Gemeindesozialarbeiterin Julia Stahl lud er unter dem Motto „Hoch hinauf auf den Sattelschlepper“ auf den Festplatz beim FV04 Wössingen zum Kennenlernen der gefährlichen Situation ein.

Das Motto war wörtlich zu nehmen. Für einige der neun sechs- bis zehnjährigen Kinder entwickelte sich das Besteigen der Riesenmaschine zur wahren Kletterpartie. Schlussendlich gelang das aber allen und es wuselte nur so vor Kinderbeinen und Händen in der Fahrer- und Schlafkabine des LKW. Von dort aus konnten die Kinder die Situation aus der gegensätzlichen Perspektive kennenlernen.

Ganz schön voll war das Führerhaus von Lothar Ziffer.

Bevor Lothar Ziffer allerdings zur Beschreibung des toten Winkels kam, gab es zunächst einmal ein paar Informationen zu den Innereien des imposanten Gefährts. Ganz LKW-Verkäufer ließ er es sich nicht nehmen, die Mär vom hohen Treibstoffverbrauch des 70-Tonners zu demontieren. Im Vergleich mit einem normalen PKW, so betonte er, sei der LKW im Verhältnis zu der bewegten Masse geradezu sparsam.

Gleich zwei Exemplare hatte Ziffer übers Wochenende auf dem Festplatz aufgestellt. An einem demonstrierte Julia Stahl in aller Ausführlichkeit die Problematik des toten Winkels. Während eines der Kinder am Fahrersitz Platz nehmen durfte, dirigierte es ein zweites auf die Position neben dem LKW, ab der es nicht mehr zu sehen war. Rund um den bereitgestellten LKW wurden dann die toten Winkel mit Kreide markiert.

Noch viel mehr Spaß hatten allerdings die Kinder, die sich wechselweise mit Lothar Ziffer auf eine große Tour über die B293 rund um Wössingen machen durften. Ganz toll sei die Beteiligung gewesen, freute er sich am Ende und besonders darüber, „dass die Kinder jetzt wissen, von welchem Bereich des Fahrzeugs sie sich fern halten sollen“.

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