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Friedenstaube für Bürgermeister

Zum Antikriegstrag überreichen die Jöhlinger Naturfreunde

Seit Corona führt der Ratssaal des Wössinger Rathauses einen Dornröschenschlaf. Bei der Übergabe einer Friedenstaube der Naturfreunde Jöhlingen wurde er zum ersten Mal seit vielen Monaten – wenn auch nur in kleinem Rahmen – wieder aufgeweckt. Am Weltfriedenstag, dem 1. September überreichte eine Delegation der Jöhlinger Naturfreunde mit dem Landesvorsitzenden Martin Moritz an der Spitze eine Friedenstaube an den Walzbachtaler Bürgermeister Timur Özcan.

Özcan wies darauf hin, dass es nicht überall auf der Welt so friedlich und ruhig zu gehe wie bei uns in Deutschland. Die Aktion „abrüsten statt aufrüsten“ der Naturfreunde habe großen Respekt verdient wie auch die vielfältigen Aktivitäten, die der Verein im Laufe seiner Geschichte an den Tag gelegt habe.

Der Landesvorsitzende Martin Moritz, der zweite Ortsvereinsvorsitzende Peter Willi und der Vorsitzende Ralf Strippel (ganz links) überreichen die Friedenstaube.

Details zur Vereinsgeschichte lieferte dem noch nicht lange amtierenden Bürgermeister der zweite Vorsitzende Peter Willi. Er bedauerte es zunächst dass die Feier unter Corona Bedingungen nur in kleinem Rahmen stattfinden dürfe. In einer Tour d`horizon ging er auf die Meilensteine der nahezu 100-jährigen Geschichte der Jöhlinger Naturfreunde ein, die mit der Gründung 1922 begann. Dem Tag entsprechend erinnerte Willi an die Zwangsenteignung des vereinseigenen Grundstückes durch die Nationalsozialisten und das Verbot des Ortsvereins. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte man mit dem Bau eines Vereinsheims im Jöhlinger „Pipi“ beginnen. Dort habe man aber nur wenige Jahrzehnte bleiben können und zum 75-jährigen Jubiläum im Jahr 1997 ein großzügiges Haus im Oppenloch einweihen können.

Dort sei Raum gewesen für die vielfältigen Aktivitäten der einzelnen Gruppen von der Singgruppe über die Hochgebirgsgruppe, den Jugendmusizierkreis und den jüngsten Spross, die Bogengruppe. Willi hoffte dass alles was dieses Jahr nicht habe stattfinden können mit Sonnwendfeier, Maifest und Fest der Hochgebirgsgruppe im nächsten Jahr wieder hochgefahren werden könne.

Antikriegslieder steuerten Silke Widmann, Maria Höhne und Franz-Jörg Krieg bei

Dem Thema entsprechend hatte Franz-Jörg Krieg, der Leiter einer kleinen dreiköpfigen Gitarrengruppe, die internationalen Antikriegslieder „Greensleeves“, „Mudder Witsch“ und „Adios Sarita“ zur Umrahmung der Feier ausgesucht. Die Aktion wird mit der Übergabe von Friedenstauben an die Pfinztaler und Stutenseer Bürgermeisterinnen weitergeführt werden, betonte der Landesvorsitzende Martin Moritz.

Chef der Liedauswahl: Franz-Jörg Krieg

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