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Huhn in der Gewahrsamszelle

Brettener Polizeirevierleiter staunt nicht schlecht

War es nun die Flucht vor dem Suppentopf oder ganz einfach Freiheitsliebe – man wird es nie erfahren, was ein Huhn am Sonntagnachmittag auf den viel befahrenen Jöhlinger Highway trieb. Die Jöhlinger Straße sei nun nicht eben der sicherste Ort für ein orientierungsloses Federvieh, meinte ein besorgter Anlieger und verständigte die Polizei. Im Brettener Polizeirevier nahm man den ungewohnten Hilferuf sehr ernst und schickte einen Streifenwagen zum Hühnerfang nach Jöhlingen.

Die Beamten waren schnell erfolgreich und hatten das Huhn bald fest im Griff. Die Heimstatt der Obdachlosen war jedoch nicht ausfindig zu machen. Kurzerhand wanderte der Vogel in den Streifenwagen und durfte die Fahrt zum Polizeirevier Bretten mitmachen. Die Aussage über den Wohnort weiter verweigernd wanderte es für eine Nacht in die Gewahrsamszelle. Polizeirevierleiter Bernhard Brenner staunte am nächsten Morgen nicht schlecht, als er auf das Gackern des Huhns aufmerksam wurde.

Da eine Gewahrsamszelle nun aber nicht zum Hühnerstall werden kann, schickte er das Huhn auf die Heimreise nach Walzbachtal. Der geeignete Aufenthaltsort schien der Bauhof. Seither führt es dort in einer großzügigen Gitterbox ein fröhliches Leben. Es wird von der gesamten Bauhof Mannschaft verwöhnt, wartet bisher aber vergeblich auf seinen Besitzer. Der stellvertretende Bauhofchef Nils Philipp sorgt sich persönlich um sein Wohl. Obwohl mittlerweile getauft, üppig mit Futter, Wasser und sogar Stroh versehen, verweigert „Frieda“ bisher jegliche Entlohnung. Zwar sitzt das Huhn gerne auf der erwartungsvoll eingebauten Legestange, ein Frühstücksei hat sie bisher allerdings nicht gelegt.

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Kommentare (1)

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    Kußmann

    |

    Als Antwort auf: Huhn in der Gewahrsamszelle
    d
    ie könnte in der Brunnenstraße 7 über unsere Baustelle entlaufen sein

    Reply

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