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Feuerwehr kooperiert

Weingarten und Walzbachtal stellen gemeinsamen Gerätewart ein
Mit Weingarten wird sich Walzbachtal in einer interkommunalen Vereinbarung einen gemeinsam finanzierten Feuerwehrgerätewart teilen. Diesem Vorschlag der Verwaltung folgte der Gemeinderat einstimmig. Das Engagement im Ehrenamt komme in der Feuerwehr an seine Belastungsgrenzen und müsse unterstützt werden, um es langfristig überhaupt noch zu gewährleisten, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey die Initiative. Aus Kostengründen komme für Walzbachtal eine eigene Stelle nicht in Frage. Da Entlastung auf der Position des Gerätewarts sowohl in Weingarten wie in Walzbachtal dringend notwendig sei, favorisiere die Gemeindeverwaltung die Kooperation mit Weingarten. Formal werde der Gerätewart bei Weingarten eingestellt, zu jeweils 50 Prozent jedoch finanziert. Die Regelung ist auf drei Jahre befristet. Weingarten erhalte die Option, den Mitarbeiter danach voll zu übernehmen. Nach einem im Spätjahr 2018 abgegebenen Erfahrungsbericht müsse der Walzbachtaler Gemeinderat entscheiden, ob die Gemeinde selbst eine Vollzeitstelle einrichten wolle.
Vorgespräche zwischen den beiden Kommandanten seien erfolgreich gewesen, berichtete der Bürgermeister. Man habe sich auf einen Bewerber geeinigt, der jetzt schon ehrenamtlich bei der Feuerwehr aktiv ist, bestätigte Kommandant Thomas Buchholz. Er werde seinen Dienst am 1. Januar 2017 antreten. Damit habe man eine gute Lösung gefunden, die so noch nirgends praktiziert worden sei. Die Vorzeichen der Kooperation sah er gut, denn die Aufgaben beider Wehren deckten sich zu 100 Prozent und auch das Material gleich. Es entstünden Synergieeffekte. Buchholz bezeichnete den Gerätewart als eine Schlüsselposition bei der Feuerwehr. Walzbachtal schließe sich mit dieser Entscheidung allen größeren Gemeinden im Landkreis an.
Michael Paul bewertete den Einstieg in die Hauptamtlichkeit zum einen als Indiz dafür, dass das Ehrenamt an seine Grenzen stoße, weil immer weniger Bürger bereit seien sich zu engagieren. Zum anderen aber auch als Indiz dafür, dass die Verwaltungsaufgaben überall enorm zunähmen. „Eine Regulierungswut“, wie Andrea Zipf meinte, unter der auch die Feuerwehr leide. Die Grünen stimmten der Testphase schon deshalb zu, weil „der Betrag überschaubar“ sei. Jutta Belstler freute sich auf die interkommunale Zusammenarbeit, die Modell sein könne für viele weitere Aufgaben in der Zukunft.

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