„Fee“ oder „Engel“?

Dankbarkeit für die Vermittlung von Impfterminen

Die NadR-Kommentarspalte ist nicht dafür bekannt, dass sie vor Lobeshymnen überquillt. Einen Artikel jedoch gibt es, dessen Kommentierung das komplette Gegenteil darstellt. Superlative wie „Fee“ oder „Engel beim Impfservice“ gelten Stefanie Schell.

Für sie wird gar die Bibel abgewandelt: „Wenn heute die Bergpredigt neu geschrieben würde, dann steht da: Selig sind die Hilfsbereiten,… da gehörst du jedenfalls dazu“.

Die Kommentare beziehen sich auf den Artikel „Impfhilfe vom 31. März (https://nadr.de/impf-hilfe/), in dem Stefanie Schell Hilfe bei der Vermittlung von Impfterminen anbot. Die Resonanz war überwältigend. Bis heute hat sie 250 Anfragen erhalten. Rund 200 ha sie an eines der Impfzentren vermittelt.

Sie wollte ganz einfach gegen die Hilflosigkeit angehen, die alle im Anfangsstadium der Pandemie beherrschte. In dieser Zeit habe sie schwer darunter gelitten, „dass ich einfach dasitzen musste und nichts tun konnte.“ Als Mitarbeiterin eines ambulanten Dienstes der Diakonie in Königsbach hatte sie dann aber engen Kontakt zu der ersten impfberechtigten Personengruppe. „Wir haben dort lange versucht, zunächst unsere Mitarbeiter durchzuimpfen, weil sie viel Kontakt zu Alten und Kranken haben“, sagt sie.

Ihre Erfahrungen bei dem Organisieren der Impftermine wollte sie so schnell wie möglich weitergeben „Jetzt kann ich helfen,“ war für sie identisch mit dem Vermitteln von Impfterminen. Irgendwie müsse man es doch hinkriegen, so ihre Überlegung, „dass die alten Leute nicht stunden- und tagelang vor der Hotline sitzen und verzweifeln.“ Man könne doch  von über 80-Jährigen nicht erwarten, dass sie digital so fit seien, dass sie diese Herausforderung bewältigen können. „Wer von den über 80-Jährigen soll denn bei so einem System durchblicken?“ fragte sie sich zu Recht.

Bei ihr was das von Anfang an anders: „Ich habe ein Händchen dafür!“ Auf einer speziellen Internetadresse einen Code besorgen, das klappt bei ihr bestens. Nach einer gewissen Zeit kam es ihr allerdings so vor, als ob alle Welt einen Impftermin wollte. Dass sie jüngst erst viele Termine habe absagen müssen,  läge aber allein daran, dass kein Impfstoff da war. Spezielle Wünsche wie etwa eine bestimmte Zeit für die Impfung, den Impfstoff oder ein bestimmtes Impfzentrum – darauf hat sie keinen Einfluss.

Wem sie einen Impftermin vermittelt hat, der sei in aller Regel sehr dankbar. In vielen Fällen sei der Dank überschwänglich ausgefallen. Es sei schon mal vorgekommen, dass die Leute mit Blumen vor der Tür standen oder mit einem Gutschein. Eine durchaus nicht selbstverständliche Reaktion: „Das hat mich sehr gefreut“!

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