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Fahrrad statt Motor

Veränderungen in der Mobilität gefordert

Noch bis morgen 22. September findet die europäische Mobilitätswoche statt. Das blieb auch in der Region nicht unbemerkt. Für die „Fridays for Future“-Bewegung sind Veränderungen in der Verkehrspolitik unabdingbarer Bestandteil und dazu zählt nicht nur die Kritik am Fliegen (siehe dazu die separate Berichterstattung über die Kundgebung in Karlsruhe). In Walzbachtal gab es gleich etliche Aktionen,

die diesem Thema zugeordnet werden können. Herausstechend die ganzwöchige Präsenz von Dorothee Tomzcyk auf dem Jöhlinger Kirchplatz. Die Mit-Organisatorin der Fahrrad-Demo „Ciritical Mass“ ist ein entschiedene Kämpferin für zum Auto alternative Fortbewegungsmöglichkeiten.

Ein Dorn im Auge sind der dreifachen Mutter die Gefahren, die von den Autos für die Kinder ausgehen. Auch durch die „Elterntaxis“ anderer Mütter, die ihren Nachwuchs vor die Schule kutschieren und dort wieder abholen (siehe den Artikel https://nadr.de/walzbachtal-zu-autofixiert/ der eine lebhafte Diskussion ausgelöst hat). Die ganze Woche über war sie deshalb mittags auf dem Jöhlinger Kirchplatz präsent und versuchte „Elterntaxis“ unter dem Motto „Klimaschutz statt Elterntaxi“ davon zu überzeugen, dass die Kinder auch ohne Auto zur Schule kommen können.

Heute Morgen nun ein netter Schlusspunkt. Vor der Bäckerei Nussbaumer hatte sie dieses Mal die Kunden im Visier, die mit dem Auto zum Brötchen holen kamen. „Warum brauchen die Brötchen Autos? / Danke-sagen an die Nicht-Auto-Fahrer“ hieß heute Morgen ihr Motto. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad ankam, der durfte sich ein süßes Dankeschön aus einer Schüssel holen – selbst gebackene Plätzchen.

Dorothee Tomczyk verteilt Dankesplätzchen vor der Bäckerei Nussbaumer an Ulrich Enderle

Unterstützung fand Dorothe Tomzcyk oft bei den Fußgängern und den Radfahrern. „Es ist doch unnötig für das Weckle-Holen mit dem Auto zum Bäcker zu fahren und damit noch mehr Verkehr im Ort zu produzieren“, fand sich Stefan Schäfer ganz in Übereinstimmung mit der Organisatorin und wurde dafür prompt belohnt. Das Plätzchen holte sich genau so Ulrich Enderle ab. „Ich habe kein Auto. Man kommt ohne ein Auto aus“, sagte er. Er habe ein schlechte Gewissen gegenüber der Umwelt gehabt und fügt hinzu: „Der Individualverkehr muss brutal eingeschränkt werden,“ und kritisiete den am Vortag verabschiedeten Klimapakt. Der bringe eine viel zu geringe Kohlendioxid-Besteuerung.

Dorothee Tomczyk verteilt Dankesplätzchen vor der Bäckerei Nussbaumer an Stefan Schäfer

„Es gibt Leute, die würden noch mit dem Auto in die Bäckerei rein fahren“ monierte auch die passionierte Fußgängerin Anneliese Adam. So richtig erfolgreich waren die Gespräche mit den Damen und Herren hingegen nicht, die vom Auto aus stracks durch die Bäckereitür eilten.

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Kommentare (1)

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    Michel

    |

    Als Antwort auf: Fahrrad statt Motor
    Immer noch kein Kommentar – haben die sich alle schon unter „autofixiert“ ausgetobt? Ich muß leider zugeben, dass ich noch vor ein paar Jahren auch ein „lieber alles mit dem Auto“ Typ war und wenn sich durch diese Aktion nur ein paar in Selbstreflektion üben und das Auto stehen lassen dann ist das doch schon mal toll. Dranbleiben Critical Mass! Danke für euren Einsatz!

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